Bloomberg-Analyst Eric Balchunas 

Satoshi Nakamoto gefunden? “Ich habe ihn gestern Abend gesehen”

Das Rätsel um den Bitcoin-Erfinder Satoshi Nakamoto bleibt weiterhin ungelöst. Doch Bloomberg-Analyst Eric Balchunas will ihn gefunden haben. Stimmt das wirklich?

Dominic Döllel
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Das Bild zeigt eine Statue von Satoshi Nakamoto. Eine rote Lupe vergrößert das Gesicht.

Beitragsbild: KI-generiert

| Wer ist Satoshi Nakamoto?

Der Bloomberg-Analyst Eric Balchunas hat Satoshi gefunden. Das erzählt er auf X und teilt ein Foto.

Offensichtlich ein Scherz. Dennoch sorgt die Nachricht für Aufmerksamkeit. Denn: Die Suche nach dem Bitcoin-Gründer – sein ganzer Name ist Satoshi Nakamoto – hat nie geendet.

Dokumentation will Satoshi Nakamoto identifiziert haben

In einer am 22. April veröffentlichten Dokumentation mit dem Namen “Finding Satoshi” will das Team rund um Autor William Cohan und Privatdetektiv Tyler Maroney das Rätsel um die Identität des Bitcoin-Gründers gelüftet haben. “Ich weiß, wer Satoshi ist”, so einer der Filmemacher. Die Antwort: Hal Finney und Leonard Sassaman.

Hal Finney, ein US-amerikanischer Softwareentwickler, ging bereits als Empfänger der ersten Bitcoin-Transaktion in die Geschichte ein. Er verstarb 2014 an den Folgen der Nervenkrankheit ALS. Leonard Sassaman war ein renommierter Technologe und Verfechter der Informationsfreiheit, der sich im Jahr 2011 das Leben nahm.

Auffällig ist laut den Filmemachern der zeitliche Zusammenhang: Das Verstummen von Satoshi Nakamoto in der Öffentlichkeit im Jahr 2011 deckt sich exakt mit dem Tod von Sassaman und der fortschreitenden Erkrankung Finneys.

Einen endgültigen Beweis liefert die Dokumentation schlussendlich aber nicht. Nur eines steht fest: Craig Wright ist nicht Satoshi Nakamoto.

Es gibt viele Kandidaten

Satoshi Nakamoto hatte das Bitcoin Whitepaper im Jahr 2008 veröffentlicht und sich wenige Jahre später aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Seitdem ranken sich zahlreiche Theorien um die Identität der Person oder Gruppe hinter dem Pseudonym. Genannt wurden unter anderem der Kryptograf Hal Finney, Unternehmer wie Elon Musk oder auch Twitter-Mitgründer Jack Dorsey. Auch Adam Back soll laut einer jüngst veröffentlichten Analyse der Bitcoin-Gründer sein. Der Blockstream-Gründer bestreitet diese jedoch.

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Auch frühere Versuche, das Rätsel zu lösen, verliefen im Sande. So sorgte ein HBO-Dokumentarfilm im Jahr 2024 für Aufsehen, als er den Entwickler Peter Todd als möglichen Satoshi identifizierte, ohne dies eindeutig belegen zu können.

Was passiert, wenn Satoshi Nakamoto gefunden wird

Die wirtschaftliche Bedeutung der Frage bleibt erheblich. Schätzungen zufolge kontrolliert Satoshi Nakamoto mehr als eine Million Bitcoin, die derzeit einen Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar repräsentieren. Eine eindeutige Identifizierung hätte daher nicht nur historische, sondern auch potenziell marktbewegende Konsequenzen mit Blick auf den Bitcoin-Kurs.

Was passieren würde, wenn Satoshi seine Bitcoin verkauft, lest ihr hier: Bitcoin-Schock: Welche Folgen hätte die Rückkehr von Satoshi Nakamoto?

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