Bitcoin steht bei institutionellen Beratern derzeit nicht mehr im Mittelpunkt. Nach Einschätzung von Matt Hougan richtet sich das Interesse großer Finanzakteure zunehmend auf Stablecoins und Tokenisierung. Hougan schrieb am Mittwoch, er habe zuletzt mit mehr als 40 Beratern gesprochen, die weiter an Krypto interessiert seien. In den Gesprächen sei Bitcoin aber deutlich schwerer zu platzieren gewesen als noch zuvor. Stattdessen fragten viele nach realen Anwendungen, die Kapitalmärkte und Zahlungsverkehr verändern könnten.
Wall Street liebäugelt mit Tokenisierung
Stablecoins und Tokenisierung gewinnen an Relevanz, da Bitcoin an Momentum verloren hat und bei nur noch rund 62.500 US-Dollar notiert. Stablecoins gelten als Brücke in den traditionellen Zahlungsverkehr. Tokenisierte Aktien und Wertpapiere könnten wiederum klassische Kapitalmärkte stärker mit Blockchain-Infrastruktur verbinden.
Hougan verweist darauf, dass sich inzwischen auch führende Vertreter aus Finanzwelt und Regulierung regelmäßig zu diesen Themen äußern, darunter SEC-Chef Paul Atkins, Goldman-Sachs-Chef David Solomon und BlackRock-Chef Larry Fink. Das verstärke bei Investoren den Eindruck, dass Stablecoins und Tokenisierung nicht mehr nur Krypto-Nischenthemen sind.
Neuer Impuls für den Krypto-Markt?
Für Hougan könnten neue Produkte und neue Anlegergruppen den nächsten Krypto-Zyklus prägen. Das Kapital institutioneller Investoren dürfte dabei nicht zwingend zuerst in Bitcoin fließen, sondern in Bereiche rund um Stablecoins, Tokenisierung und Blockchain-Infrastruktur.
In seinen Gesprächen wurden unter anderem Ethereum, Solana, Canton, Chainlink, Avalanche und Hyperliquid genannt. Auch Unternehmen wie Figure, Circle und Coinbase könnten profitieren. Für den Krypto-Markt wäre das ein wichtiger Stimmungswechsel: weg von der reinen Bitcoin-Erzählung, hin zu Anwendungen mit direktem Bezug zu Zahlungsverkehr und Kapitalmärkten.
CryptoQuant nannte währenddessen jüngst eine Kursmarke für den möglichen Boden bei Bitcoin.
