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G7-Finanzgipfel  G7 will Kryptowährungen regulieren

Bei einer Videokonferenz der bedeutendsten Industrienationen der westlichen Welt wurde neben Maßnahmen zur Erholung der Weltwirtschaft infolge der Corona-Pandemie auch über die Notwendigkeit von Regulierungen gegenüber digitaler Währungen debattiert.

Daniel Hoppmann
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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G7 Schriftzug vor den Flaggen der sieben größten Industrienationen (Grafik)

Beitragsbild: Shutterstock

Neben Covid-19 beschäftigte die Finanzminister der G7 beim jüngsten digitalen Treffen vor allem eine Frage: Wie soll man mit Kryptowährungen umgehen? Wie aus einer Mitteilung des US-Finanzministeriums hervorgeht, gebe es „große Zustimmung“ innerhalb der Gruppe, was Regulierungen von Kryptowährungen anbetrifft. Man wolle der sich entwickelnden Krypto-Landschaft Regularien vorgeben, um die Verwendung für „bösartige Zwecke und illegale Aktivitäten“ zu verhindern. 

Olaf Scholz über Diem: „Wolf im Schafspelz“

Finanzminister Olaf Scholz (SPD) zeigt sich vom Rebranding des Facebook-Coins unbeeindruckt. Am Rande des G7-Treffens bezeichnete er das Krypto-Projekt des US-Konzerns als einen „Wolf im Schafspelz“. Laut des SPD-Kanzlerkandidaten behebe eine Umbenennung der Währung nicht dessen fundamentale Probleme. Er wirft der Diem-Organisation und dem dahinter stehenden Konsortium um Facebook vor, nicht entschieden genug die regulatorischen Risiken angegangen zu sein. Die deutsche Regierung werde einen Markteintritt nicht akzeptieren, solange diese Defizite nicht behoben seien. 

Scholz verstärkt damit seine Bedenken, die in ähnlicher Form schon im Oktober von den G7  geäußert wurden. Dabei fürchten die Vertreter der mächtigsten Industrienationen des Westens vor allem ein Szenario, in dem die Facebook-Währung aufgrund ihrer enormen Nutzerzahlen (1,8 Milliarden im 3. Quartal 2020) den etablierten Fiat-Währungen Konkurrenz machen könnte. Man müsse alles mögliche Unternehmen, um sicherzustellen, dass das Geldmonopol in der Hand der Staaten verbleibe, so der Finanzminister.

USA greift in den Krypto-Markt ein

Eine dieser Unternehmungen konnte man Anfang Oktober beim G7-Mitglied USA beobachten. Dort erhob die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) in Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Justizministerium Anklage gegen die Kryptobörse BitMEX. Der damalige CEO Arthur Hayes wird, zusammen mit anderen Mitbegründer beschuldigt, eine nicht registrierte Handelsplattform zu betreiben. Dabei wirft die CFTC auch eine Missachtung der Anti-Geldwäsche-Gesetze (AML) sowie der Know-Your-Customer-Regeln (KYC) BitMEX vor. Ein Mitglied der Führungsetage sitzt bereits in U-Haft. Die anderen drei Angeklagten, einschließlich Arthur Hayes, halten sich aktuell außerhalb der USA auf.

Auch wenn der Prozess aktuell noch im Gang ist, hat 100x, die Holding hinter BitMEX, reagiert und mit Alexander Höptner die Position des CEO neu besetzt. Der frühere Vorstandsvorsitzende der Börse Stuttgart gilt als Brückenbauer zwischen dem traditionellem Börsenparkett und dem Krypto-Space. Mit der Neubesetzung erhofft sich die Krypto-Plattform unter anderem, verloren gegangenes Vertrauen der Anleger wiederzugewinnen. 

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