Schlechte News für DeFi? Bitcoin-Kurs fällt, US-Justizministerium erhebt Anklage gegen BitMEX

Leon Waidmann

von Leon Waidmann

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Leon Waidmann

Leon Waidmann studiert Politik- und Verwaltungswissenschaften an der Universität Konstanz. Seit 2016 ist Leon begeistert von Kryptowährungen sowie der Blockchain-Technologie und befasst sich vor allem mit den politischen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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Die bekannte Krypto-Derivatebörse BitMEX, wurde vom US-Justizministerium sowie der Commodity Futures Trading-Commision (CFTC) angeklagt. CEO Arthur Hayes, wird zusammen mit den Mitbegründern beschuldigt, eine nicht registrierte Handelsplattform zu betreiben.

Bitcoin fällt und BitMEX, eine der größten Derivate-Börsen des Krypto-Markt ist angeklagt. BitMEX soll die Anti-Geldwäsche-Gesetze (AML) und Know-Your-Customer-Regeln (KYC) der US-Behörde CFTC missachtet haben.

Statement der Commodity-Future-Trading-Comission


Im Wortlaut der Pressemitteilung, die CFTC am 1. Oktober veröffentlicht hat, heißt es:

BitMEX ist für das Betreiben eines Handelsplatzes für Terminkontrakte ohne die Genehmigung der CFTC angeklagt. BitMEX hat außerdem gegen die Regeln der CFTC verstoßen, indem es versäumt hat, Know-Your-Customer-Verfahren, ein Kundeninformationsprogramm und Anti-Geldwäsche-Verfahren zu implementieren.

In einer separaten Klage erhebt das Justizministerium Strafanzeige gegen CEO Arthur Hayes und weitere Mitglieder der Führungsetage von BitMEX. Einer der Börsen-Betreiber wurde am Donnerstagmorgen in Massachusetts verhaftet und wird dort vor ein Bundesgericht gestellt.

Schlechte Nachrichten für DeFi?

Vielen Investoren fragen sich nun, was der BitMEX-Fall für den restlichen Krypto-Markt bedeutet. Dezentrale Bitcoin-Börsen (DEX), die keine Anti-Geldwäsche-Vorschriften und Know-Your-Customer-Verfahren verwenden sind dabei im Fokus. DeFi-Projekte wie Uniswap oder Kybernetwork versuchen die Governance-Systeme ihrer Netzwerke zu dezentralisieren.

Die nächsten Schritte der Regulierungsbehörden sind unklar. Viele DeFi-Protokolle glauben, dass sie sich Regulierungsbehörden durch die vollständige Dezentralisierung entziehen können.

DeFi zu zentralisiert

Dennoch gibt es zunehmende Zweifel daran, ob dies möglich ist. Eine Vielzahl von DeFi-Protokollen ist zuletzt unter Druck geraten, weil sie zu zentralisiert sein sollen. In vielen Top-DeFi-Projekten besitzen die Gründer Administrationsrechte zur vollständigen Kontrolle der Projekte. Um eine nachhaltige Entwicklung der dezentralen Finanz Infrastruktur zu ermöglichen müssen sich diese Projekte stärker dezentralisieren.

DeFi-Projekte müssen sich weiterhin auf den Aufbau einer unaufhaltsamen finanziellen Infrastruktur durch freien und offenen Code konzentrieren,

meint etwa Henrik Andersson, Chief Investment Officer beim Vermögensverwalter Apollo Capital.

In einem Twitter-Thread untersucht Angel-Investor und Blockchain-Berater Adam Cochran indessen die potentiellen Auswirkungen des BitMEX-Falls für die DeFi-Protokolle.

Große Teile von Krypto-Twitter verstehen nicht, warum die heutigen Nachrichten nicht nur schlecht für CeFi, sondern auch für DeFi sind. […]

Cochran argumentiert, dass Regulierungsbehörden eine DEX zwar nicht direkt abschalten können; Regulatoren könnten aber gezielt Entwickler oder die Besitzer der Web-Domain in die Mangel nehmen.

Auch Cochran sieht bei vielen DeFi-Projekte ein großes Problem hinsichtlich der Zentralisierung von Macht.

Das Entscheidende ist, dass ein Protokoll nicht außerhalb der Reichweite der Regierung liegt, es gibt immer Angriffspunkte, die angewandt werden können.

Insgesamt sollte es jedoch noch einige Zeit in Anspruch nehmen, bevor DeFi-Projekte vor Gericht landen.

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