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Finanzielle InklusionFinanzielle Inklusion von Kleinbauern: Heifer International wird Teil von Libra

Die Libra Association begrüßt mit Heifer International sein 23stes Mitglied. Die Wohltätigkeitsorganisation hat sich dem Kampf gegen Armut und Hunger verschrieben.

David Scheider
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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schmutzige hände halten frisch geerntete rote kleine tomaten in der hand

Quelle: Shutterstock

Die Non-Profit-Organisation Heifer International wird Teil der Libra Association. Damit wächst die Zahl der Mitglieder auf 23 an. Für Heifer als gemeinnützige Organisation steht allen voran die Förderung von Kleinbauern in Entwicklungsländern auf der Agenda.

Wie die Organisation in einer Pressemitteilung vom 20. April dieses Jahres schreibt, stellt die finanzielle Inklusion für Bauern in Entwicklungsländern eine große Hürde dar. Demnach haben weniger als zehn Prozent der 2,5 Milliarden Kleinbauern Zugang zu Krediten. Diese seien jedoch notwenig, um Investitionen zu tätigen, die die Produktionsbedingungen verbesserten. Wer kann, schickt daher Familienmitglieder ins Ausland. Da hört der Wahnsinn aber noch nicht auf: Schecks müssten ohne Zugang zu einem Bankkonto via Zahlungsdiensten wie Western Union in die Heimat zurückgeschickt werden – zu horrenden Gebühren.

Hier sieht Heifer großes Potenzial für Libra. Als Kryptowährung konzipiert, könnten Kleinbauern zukünftig unabhängig von Finanzinstituten agieren und Geld fast zum Nulltarif um die Welt schicken. In dem Blogeintrag heißt es:

Die Libra Association ist eine unabhängige Organisation, die ein blockchainbasiertes Zahlungssystem entwickelt, das die finanzielle Inklusion unterstützen soll […]. Wir glauben, dass Libra das Potenzial hat, ein kostengünstigeres, leichter zugängliches und besser vernetztes globales Finanzsystem zu schaffen.

Libra: Plötzlich wieder da

Nachdem es um Facebooks Krypto-Projekt Libra wieder etwas ruhiger geworden war, zeigen sich jüngst immer mehr Lebenszeichen. So legte die Organisation der Schweizer Finanzaufsicht FINMA ein neues White Paper vor. Wie wir bereits berichtet hatten, nimmt Libra darin von der Idee eines von verschiedenen Assets gedeckten Coins Abstand. Stattdessen will man nun verschiedene Fiat-gedeckte Stable Coins wie etwa LibraUSD, LibraEUR oder LibraGDP auf den Markt werfen.

Ob Zuckerberg und Konsorten mit diesem Winkelzug Erfolg haben werden, steht allerdings in den Sternen. Denn die Reifeprüfung vor den USBehörden steht Libra noch bevor. US-Abgeordnete Sylvia Garcia verlautbarte etwa, dass sie die Kryptowährung nach wie vor für eine Security („Wertpapier“ nach Us-Recht) halte. Damit falle die Beurteilung in den Zuständigkeitsbereich der SEC.

Derweil rekrutiert die Libra Association munter Mitglieder. Neben Heifer begrüßte die Organisation mit Sitz in der Schweiz im Februar dieses Jahres e-Commerce-Riese Shopify sowie Krypto-Broker Tagomi.

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