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Wegen Stromverbrauch EZB-Report hält Bitcoin-Mining-Verbot für “wahrscheinlich”

Ein Bericht der EZB hält ein Verbot von Bitcoin Mining für “wahrscheinlich”. Darin vergleichen die Autoren PoW mit Verbrennermotoren.

Daniel Hoppmann
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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EZB-Gebäude in Frankfurt

Beitragsbild: Shutterstock

| Staaten sollen Proof-of-Work verbieten oder einschränken, um die Energiewende einzuhalten, empfiehlt die EZB.

Die EZB hält ein Mining-Verbot für Proof-of-Work-basierte (PoW) Kryptowährungen für “wahrscheinlich”. Das geht aus einem neuen Bericht der Zentralbank hervor. Darin widmen sich die Autoren primär dem Stromverbrauch von Bitcoin. Dieser liege derzeit zwischen dem jährlichen Verbrauch Spaniens und der Niederlande, so der Report.

Aufgrund steigender Energiepreise infolge des Kriegs zwischen Russland und der Ukraine sollten Gesetzgeber “einen genaueren Blick” auf die produktive Nutzung ihrer Stromquellen werfen, schreibt die EZB. Ferner müssten wegen der angestrebten Klimaneutralität Entscheidungen getroffen werden, um zu verhindern, dass die Verwendung erneuerbarer Energieträger nicht durch Krypto-Mining beeinträchtigt werde.

Um gegen den “signifikanten CO₂-Fußabdruck” von PoW-basierten Kryptowährungen vorzugehen, hält die Zentralbank eine Reihe politischer Maßnahmen seitens der Regierungen für “wahrscheinlich”. Konkret bringt die EZB eine CO₂-Steuer auf das Halten oder Transferieren von Bitcoin ins Spiel.

Zudem sei auch ein völliges Verbot für Mining vorstellbar. Die Autoren verweisen hier auf China, wo das Schürfen von Kryptowährungen seit über einem Jahr verboten ist. Damit könne man die Adoption von PoW-basierten Kryptowährungen verlangsamen und zeitgleich umweltfreundlichere Alternativen wie Proof-of-Stake (PoS) fördern.

Dabei gebe es in der EU respektive des Euro-Raums “keine nennenswerte Mining-Industrie”, meint Philipp Sandner, Professor an der Frankfurt School of Finance & Management, gegenüber BTC-ECHO. Für den Wirtschaftswissenschaftler seien Einsparungen in anderen Bereichen zielführender.

Der allgemeine Strommix in Deutschland ist darüber hinaus nicht besser und nicht schlechter als der Bitcoin-Strommix. Jede einzelne Kilowattstunde, die wir in Deutschland verbrauchen – Fernsehen, Computerspiele, Beleuchtung – ist grob zu 50 Prozent grün und zu 50 Prozent fossil. Müsste man nicht dort viel stärker ansetzen?

Dr. Philipp Sandner gegenüber BTC-ECHO

EZB vergleicht Bitcoin mit Verbrennermotoren

Um ihre Argumentation zu untermauern, nimmt die EZB Bezug auf das jüngste Verbot der EU für Verbrennerfahrzeuge ab 2035. Bitcoin und andere PoW-basierte Kryptowährungen seien mit diesen gleichzusetzen, während PoS in der Analogie Elektroautos entspreche.

Staatliche Behörden haben die Wahl, die Krypto-Version des Elektrofahrzeugs zu fördern oder die Krypto-Version des mit fossilen Brennstoffen betriebenen Autos einzuschränken oder zu verbieten.

Dabei sind die Überlegungen, PoW-basierte Kryptowährungen zu verbieten, nicht neu. Im Zuge der MiCA-Regulierung stand ein Verbot von Bitcoin in der EU im Raum. In die finale Gesetzgebung schaffte es der Bann aber nicht.

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