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Ende der Nullzinspolitik EZB hebt Leitzins an – Was das für Krypto bedeutet

Die Leitzinsanhebung der EZB markiert das Ende der Nullzinspolitik. Wie sich die geldpolitische Maßnahme auf Bitcoin und Euro auswirkt.

Daniel Hoppmann
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EZB-Chefin Christine Lagarde.

Beitragsbild: picture alliance / EPA | STEPHANIE LECOCQ

| Die Inflationsbekämpfung wird zur Mammutaufgabe für die EZB-Chefin.

Der heutige 21. Juli markiert eine Kehrtwende in der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank. Erstmals seit elf Jahren hebt die EZB die Leitzinsen auf 0,5 Prozent an und reagiert damit auf die ausufernde Inflation in der EU. Den Schritt hatte der Währungshüter bereits im Juni angekündigt. Damals stand eine Erhöhung von 25 Basispunkten im Raum.

Mit der Anhebung zieht die EZB nun mit anderen Zentralbanken gleich. Die US-Notenbank hatte bereits frühzeitig Leitzinserhöhungen angekündigt. Der europäische Währungshüter wartete lange – zu lange für den Geschmack einiger Wirtschaftsexperten. Das Zögern der EZB ist mitunter auch ein Grund für das historische Tief des Euros gegenüber dem US-Dollar. Die Zentralbank steht also mächtig unter Druck.

Die Erhöhung von nun 0,5 Prozent wertet BTC-ECHO Marktexperte Stefan Lübeck als “Tropfen auf den heißen Stein”. Der grassierenden Rekordinflation im Euro-Raum von aktuell 8,6 Prozent könnten die Gegenmaßnahmen der EZB nur wenig entgegensetzen.

Dennoch dürfte sich die Entscheidung in einer Erstreaktion positiv auf die Stärke des Euros auswirken. Die Tendenz könnte auch den Bitcoin-Kurs weiter stabilisieren.

BTC-ECHO Marktexperte Stefan Lübeck

Sollte die EZB gar weitere Anhebungen beschließen, könnte sich dieser Effekt nochmals verstärken, so Lübeck.

In einer aktuellen Mitteilung geht die Commerzbank derweil von einer schrittweisen Erhöhung des Einlagezinssatzes bis Mai 2023 von 1,5 Prozent aus.

Möglichkeiten der EZB begrenzt

Dabei ist der Handlungsspielraum des europäischen Währungshüters gering. Die EZB steckt in der Zwickmühle. Einerseits steht das Ziel der Inflationsbekämpfung, andererseits möchte man mit der Anpassung der Zinsen nicht in eine Rezession steuern. Ferner droht durch die Beendigung des Anleihenkaufprogramms eine neue Schuldenkrise in der EU.

Dennoch hat das lange Zögern das Vertrauen in die EZB erschüttert. Zu lange hatte die Zentralbank die Inflationsgefahr kleingeredet und als temporäres Phänomen abgetan. Nun zumindest ein erster Schritt. Ob dieser reichen wird, darf bezweifelt werden. Klar ist aber auch: Die Inflationsbekämpfung ist ein Tanz auf der geldpolitischen Rasierklinge.

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