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EU-Studie zeigt Kryptowährungen sind so beliebt wie ETFs

Welche Rolle spielen Kryptowährungen im Investmentverhalten von EU-Bürgern? Ein Bericht der Europäischen Kommission liefert Einblicke.

Marlen Kremer
 |  Lesezeit: 4 Minuten
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Bitcoin-Münze vor EU-Flagge

Beitragsbild: Shutterstock

| Der Bitcoin-Kurs (BTC) kann sich auch am Tag der EZB-Leitzinsentscheidung nicht erholen.

Kryptowährungen sind schon lange kein Hobby einer kleinen Nische mehr. Sogar ganz im Gegenteil: Selbst der weltweit größte Vermögensverwalter, BlackRock, führte jüngst nicht nur den Krypto-Handel für seine institutionellen Kunden ein, sondern ging auch mit einem Bitcoin-Fonds an den Start.

Auch in der Europäischen Union beschäftigt man sich schon länger mit der Regulierung von Bitcoin und anderen Kryptowährungen. In einer Studie der Generaldirektion Finanzstabilität, Finanzdienstleistungen und Kapitalmarktunion der Europäischen Kommission analysiert das Exekutivorgan der EU den Entscheidungsprozess, den Privatanleger:innen durchlaufen, um ein Investment zu tätigen.

Dabei gewähren die Ergebnisse Einblicke in das Investitionsverhalten ausgewählter Mitgliedsstaaten. Dazu gehören die folgenden Länder: Deutschland, Frankreich, Italien, Finnland, Schweden, Spanien, Griechenland, Polen, Rumänien und die Niederlande.

Fast ein Viertel der Deutschen haben keine Ersparnisse

Ein Blick auf das generelle Investitions- uns Sparerverhalten der ausgewählten EU-Länder verrät: Schweden führt die Liste der Nationen, die bereits fleißig investiert, an (44 Prozent).

Obwohl Finnland den zweiten Platz der Investitionsaktivität einnimmt (39 Prozent), hat das skandinavische Land auch den größten Anteil an Personen, die keine Ersparnisse haben (30 Prozent).

Deutschland befindet sich laut Bericht im Mittelfeld: Knapp ein Drittel investiert bereits in Finanzprodukte (29 Prozent). Fast ein Viertel der Befragten in der Bundesrepublik besitzen jedoch keine Ersparnisse (23 Prozent). Der Anteil der Personen, die zwar Ersparnisse haben, aber nicht in Investments interessiert sind, ist genauso hoch.

Das Schlusslicht in puncto Investitionsaktivität bildet der Befragung zufolge Griechenland: Nur knapp ein Fünftel investiert bereits in Finanzprodukte. Fast ein Drittel habe derweil keine Ersparnisse aufgebaut.

Krypto-Assets und ETFs geben sich die Hand

Unter Personen, die mindestens ein Investmentprodukt besitzen, sind Investmentfonds demnach die beliebteste Art, Geld anzulegen. Knapp die Hälfte der Befragten (46 Prozent) geben an, ihr Geld auf diese Weise zu investieren.

Auf dem zweiten Platz liegen börsennotierte Aktien (38 Prozent), gefolgt von der Lebensversicherung auf Platz Nummer drei (30 Prozent). 27 Prozent investieren ihr Geld, um später im Ruhestand gut versorgt zu sein.

Der Studie zufolge teilen sich Krypto-Assets und ETFs den Platz im Ranking (16 Prozent). Damit sind Bitcoin und Co. und börsennotierte Indexfonds (ETFs) unter den ausgewählten EU-Staaten gleich beliebt.

Deutschland als Aktiennation

Wenn man sich die bevorzugte Art des Investments auf Länderebene anschaut, sind teilweise erhebliche Unterschiede festzustellen.

Finnland (75 Prozent), Spanien (66 Prozent), die Niederlande (51 Prozent), Italien (48 Prozent), Rumänien (41 Prozent) und Polen (39 Prozent) setzen hauptsächlich auf Investmentfonds.

Deutschland (43 Prozent) und Schweden (54 Prozent) investieren bevorzugt in börsengehandelte Aktien.

Griechenland präferiert Rentenprodukte (34 Prozent), während drei Viertel der Befragten aus Frankreich (74 Prozent) Geld in eine Lebensversicherung stecken.

Krypto-Assets schaffen es in keinem der betrachteten Mitgliedsstaaten auf den ersten Platz. In einigen Ländern machen Bitcoin und Co. jedoch einen vernünftigen Investmentanteil aus.

So investiert laut Studie fast ein Drittel der Anleger aus Griechenland in Kryptowährungen (31 Prozent). Anleger:innen aus Rumänien stecken sogar ganze 37 Prozent der Privatanleger in Krypto-Assets.

"In beiden Fällen handelt es sich um Länder mit einem eher geringen Anteil an Anlegern, in denen aber die Anleger, die über Finanzprodukte besitzen, eher ein gemischtes Portfolio ohne einen vorherrschenden Produkttyp haben", heißt es dazu im Bericht.

Eine:r von fünf Privatanleger:innen aus den Niederlanden (21 Prozent) investieren demnach in Bitcoin und Co. In Spanien fast genauso viel: 17 Prozent.

Im Rahmen der Studie wurden insgesamt 11.497 Personen der ausgewählten zehn EU-Mitgliedsstaaten befragt.

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