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Proof of Stake Altcoins So viel Strom verbrauchen Ethereum 2.0 und Co.

Mit der weltweit steigenden Akzeptanz von Kryptowährungen steht immer häufiger die Energiedebatte im Raum. Bitcoins Proof-of-Work-Konsensmechanismus verbraucht bekanntlich viel Strom. Doch wie viel Energie benötigen Ethereum 2.0 und andere Altcoins?

Dominic Döllel
 |  Lesezeit: 3 Minuten
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Ethereum 2.0 Baum Konzept

Beitragsbild: Shutterstock

| Der durchschnittliche jährliche Stromverbrauch eines US-Haushalts im Jahr 2020 beträgt etwa 10.715 KWh.

Der Stromverbrauch von Krypto-Netzwerken ist nicht nur unter der Community, sondern auch auf politischer Ebene ein heiß diskutiertes Thema. Während ein Teil der Szene den Konsensmechanismus Proof of Work (PoW) verantwortlich für den hohen Strombedarf und als veraltete Technologie sieht, beharren Befürworter starr auf seinen Grundeigenschaften. Gleiches gilt für die verbreitete Alternative Proof of Stake (PoS). Verfechter berufen sich auf den niedrigen Stromverbrauch und die hohe Skalierbarkeit, während Kritiker den Verlust von Dezentralität und Sicherheit verurteilen. Mehr dazu hier.

Zum Energieverbrauch von Bitcoin gibt es derweil zahlreiche Studien. Der Mittelwert aus diesen pendelt sich bei etwa 100 Terawattstunden pro Jahr ein. Ethereum stellt mit dem Merge aktuell von Proof of Work auf Proof of Stake um und möchte so den Stromverbrauch drastisch senken. Doch wie viel Strom verbrauchen solche Proof of Stake Altcoins eigentlich?

Ethereum 2.0: Fast 100 Prozent umweltfreundlicher

Bei Proof of Work wird das Netzwerk rechnerisch abgesichert. Miner validieren bisher die Transaktionen im Ethereum-Netzwerk. Anschließend verbinden sie die Transaktionen zu Blöcken und fügen diese der Ethereum-Blockchain hinzu. Die unterschiedlichen Miner stehen dabei im dauerhaften Wettstreit und investieren häufig in neue Hardware oder bessere Mining Chips.

Proof-of-Stake-Kryptowährungen verlassen sich auf Validatoren anstelle von Minern.

Sie erfüllen die gleiche Funktion wie Miner, außer dass sie, anstatt ihr Vermögen im Voraus als Energieverbrauch auszugeben, die ETH als Sicherheit gegen unehrliches Verhalten einsetzen. Da fast die gesamte Energie, die für die Sicherung des Proof-of-Work-Netzwerks aufgewendet wird, vom Mining-Algorithmus stammt, reduziert der Wechsel zum Proof-of-Stake den Energieaufwand drastisch.

Ethereum Foundation

Da sich bei PoS aus leistungsfähigerer Hardware kein Vorteil verspricht, gibt es keinen Grund für technologisches Wettrüsten. Durch die Umstellung reduziert sich der Energieverbrauch von Ethereum, rein theoretisch, um 99,95 Prozent. Damit läge der ETH-Foundation zufolge der “Gesamtenergieaufwand für die Sicherung von Ethereum bei 0,01 TWh/Jahr.”

So viel Strom verbrauchen diese 5 Altcoins

Solona: Einst gepriesen, mittlerweile scharf in der Kritik. Die Kryptowährung hat mit nur 3.400 Validatoren vergleichsweise eher wenige. Bei Ethereum 2.0 gibt es bereits jetzt 417.000. Zwar kann das Netzwerk dadurch höher skalieren, respektive mehr Transaktionen pro Sekunde zulassen, ist demnach aber auch anfälliger für Attacken und Netzwerkausfälle. Eines ist jedoch gewiss: Mit einem jährlichen Stromverbrauch von 1,9 Gigawattstunden ist das Netzwerk äußerst Umwelt-effizient.

Zwischenzeitlich entwickelt sich Polkadot (DOT) allmählich zur "grünsten" Layer-1-Blockchain, wie Daten von Messari verdeutlichen. Auch Tezos (XTZ) fährt ähnlich umweltfreundlich. Der U.S. Energy Information Administration zufolge betrug der durchschnittliche jährliche Stromverbrauch eines US-Haushalts im Jahr 2020 10.715 kWh. Damit würden DOT und XTZ etwa so viel wie 10 US-Haushalte im Jahr verbrauchen.

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