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Meinungs-ECHO “Es gibt nicht genug Bitcoin, um die Nachfrage zu befriedigen”

Bitcoin hilft gegen Inflationsbeschwerden, steht Konsens-technisch auf sicheren Beinen, wird aber langsam knapp. Das Meinungs-ECHO.

Phillip Horch
 |  Lesezeit: 3 Minuten
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eine bitcoin münze, die vor zwei weckern (schwarz und rot) steht auf gelbem hintergrund

Quelle: Shutterstock

Bitcoin to the Rescue: Inflationsschutz-Asset No. 1

Bitcoin gilt in der Krypto-Szene als erste Anlaufstelle, wenn es darum geht, sich vor steigender Inflation zu schützen. Und einen guten Inflationsschutz zu haben, scheint heute wichtiger denn je. So sprang die Inflationsrate erst am 30. März auf 7,3 Prozent. Folgt man den Theorien des US-Unternehmers Ray Dalio, wie er sie in “Principles for Dealing with the Changigng World Order” ausführt, sind Assets wie Bitcoin bestens dafür geeignet, die bisweilen willkürlich gedruckten US-Dollar und Euro-Scheine aufzusaugen.

Denn Bitcoin stellt als dezentrales Geldsystem einen Gegenentwurf zu Fiat-Währungen dar. Der maximale Vorrat ist auf 21 Millionen Einheiten begrenzt, die nach und nach auf den Markt geworfen werden. Mit der Zeit wird der Nachschub immer knapper und jede:r kann zu jedem Zeitpunkt überprüfen, wie viele Bitcoins im Umlauf sind und wie viel Nachschub es noch gibt.

Michael Saylor, seines Zeichens Krypto-Fan ersten Grades, MicroStrategy CEO und regelmäßiger Gast im Meinungs-ECHO veranlasst diese Eigenschaften zu folgender Aussage:

Wenn du das Gefühl hast, dass die Inflation dich ausraubt, wird dir Bitcoin dein Geld zurückgeben.

Michael Saylor

Hoffen wir, dass er recht behält.

“Proof of Work … funktioniert. Wir müssen es nicht verändern”

Seit Satoshis ihren Weg in die öffentliche Aufmerksamkeit ist das Thema ein Dauerbrenner: Der Energieverbrauch und der damit zusammenhängende Einfluss auf die Umwelt. Das führte dazu, dass Greenpeace in der vergangenen Woche die Umstellung von Bitcoin auf Proof of Stake (PoS) forderte. Unterstützung gab es für diese Idee von Chris Larsen, dem Mitgründer und Vorsitzenden von Ripple.

In der Bitcoin-Community stoßen solche Vorschläge freilich auf Gegenwind. Denn Proof of Stake unterscheidet sich fundamental von Proof of Work, PoS gibt großen Stake-Holdern weitaus mehr Macht im Netzwerk, was zu einem der Kritikpunkte zählt.

Dan Held fasst diese Argumentationslinie wie folgt zusammen:

Proof of Work… funktioniert. Wir müssen es nicht verändern.

Dan Held

“Es gibt nicht genügend Bitcoin, um die Nachfrage zu befriedigen”

Das Krypto-Projekt Terra rund um den Luna-Token hat in der vergangenen Woche damit begonnen, die eigenen Bitcoin-Reserven massiv aufzustocken. Dadurch ist das Projekt zum drittgrößten Hodler nach Tesla und MicroStrategy aufgestiegen. Das Ziel des CEOs Do Kwon: 10 Milliarden US-Dollar in BTC zu investieren, um damit das Netzwerk abzusichern.

Anthony Pompliano sieht hier einen Konflikt mit dem BTC-Vorrat. Dieser könnte nicht ausreichen für die hohe Nachfrage durch Terra.

Terra kauft schätzungsweise 300 Prozent des täglich hinzukommenden Vorrat von Bitcoin. Es gibt einfach nicht genügend vorrätige Bitcoin, um diese Nachfrage zu befriedigen.

Anthony Pompliano

Es könnten also bullishe Zeiten anstehen.

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