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Digitalisierung im Rohstoffhandel: Intelligente Blockchain-Plattform für mehr Effizienz

Das schwedische Unternehmen Chinsay hat erstmals einen Rohstoffhandel voll digitalisiert abgewickelt. Die Unternehmen Rio Tinto und Cargill nutzten dafür erfolgreich Chinsays Intelligent Contract Platform (ICP). Die Plattform mit OpenContract-API ermöglicht es. verschiedene Systeme zu integrieren, wie zum Beispiel Blockchain-Anwendungen.

Brigitte Bernhardt
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Im sich stark wandelnden und vom Wettbewerb geprägten Rohstoffmarkt spielt die Digitalisierung eine zunehmend wichtige Rolle. Um profitabel zu bleiben, loten immer mehr Unternehmen die Möglichkeiten aus, die Robotics, Künstliche Intelligenz oder etwa die Blockchain- bzw. Distributed-Technologie (DLT) bieten.

Nun gab Chinsay, Anbieter von Digitalisierungslösungen für den Rohstoff- und Frachthandel, den Abschluss des ersten vollständig digitalisierten Eisenerzhandels bekannt. Partner sind danach der britisch-australische Bergbaukonzern Rio Tinto und das amerikanische Unternehmen Cargill. Die Handelspartner nutzten ICP als gemeinsame Plattform. Auf diese Weise ließ sich der Zeitaufwand für die Abwicklung drastisch reduzieren, wie aus der Pressemeldung von Chinsay vom 17. Juni hervorgeht.

Das Potenzial der Digitalisierung

Geschäftsführer Colin Hayward spricht gar von einem „technologischen Meilenstein für die Branche“. Der Prozess für das Erstellen, Ausgeben und Genehmigen der Warenkontrakte habe nicht mehr Tage, sondern weniger als zwei Stunden gedauert.

Lee Kirk, Managing Director für das Metallgeschäft von Cargill, zum erfolgreichen Testlauf:

Die Intelligent Contract Platform ist ein großartiges Tool, das der gesamten Eisenindustrie zugute kommen kann. Dies ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie wir technologische Fortschritte nutzen können, um von höherer Geschwindigkeit, Transparenz und Effizienz zu profitieren […].

Mit der Intelligent Contract Platform (ICP) können Unternehmen frühzeitig im Geschäftslebenszyklus Pre-Trade-Prozesse digitalisieren und einen vereinbarten Vertragsdatensatz erstellen. Dieser lässt sich auch in andere Betriebssysteme und Prozesse integrieren. Damit kann das Vertragsmanagement für alle Handelspartner vereinfacht und beschleunigt werden. Außerdem werden die Lieferketten transparenter und rückverfolgbar.

Blockchain in der Praxis

ICP kann ferner für verschiedene Branchen konfiguriert werden, beispielsweise für Eisenerz, Stahl, Aluminium, OTC-Verträge und Frachtgeschäfte. Auf ICP basierende Apps nutzen indes die Open-Contract-API von Chinsay, um externe Systeme in ihren Vertragsdatensatz zu integrieren. Dies ermöglicht unter anderem das Erstellen elektronischer Handelsdokumente sowie die Blockchain-Integration.

Im internationalen Frachtgeschäft gab es bereits ähnlich erfolgreiche Pilotprojekte. So verschickte etwa eine asiatische Reederei 28 Tonnen Mandarinen in Rekordzeit von Singapur nach China mithilfe der Blockchain-Plattform von IBM.

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