Meinungs-ECHO „Dieb oder Betrüger“ – Mark Karpeles rechnet mit Craig Wright ab
David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Bitcoin (Symbolbild)

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Das Stock-to-Flow-Modell sei „nicht falsifizierbar“ und tauge daher nicht, so Vitalik Buterin. Wieso Podcaster Preston Pysh anderer Meinung ist und was es wieder neues von Craig Wright gibt.

Buterin mit konservativen Bitcoin-Kursaussichten

Wenn es nach Ethereum-Schöpfer Vitalik Buterin geht, dürfte es mit dem „Mond“ so schnell nichts werden. Zwar können Bitcoin Halvings durchaus einen Effekt auf den Kurs haben. Das letzte Mal hat es allerdings knapp zwei Jahre gedauert, bis die Halbierung des Block Subsidy zu einem vorläufigen Peak geführt hatte. Sollte sich dieses Muster wiederholen, könne man erst 2022 mit der Spitze des nächsten Bull Runs rechnen. Vom Stock-to-Flow-Modell hält Buterin indes nicht sehr viel.


Mark Karpeles ätzt gegen Craig Wright

Einmal Mäuschen im Kopf des selbsternannten Bitcoin-Gründers Craig Wright spielen. Als sei der Rechtsstreit mit den Erben seines ehemaligen Geschäftspartners Dave Kleinman nicht genug, meldet Dr. Wright nun auch Ansprüche an gestohlenen Mt.Gox-Bitcoin an.

Nach Angaben von Mt.Gox Ex-CEO Mark Karpeles handele es sich bei den BTC, die auf einer 1Feex-Adresse liegen, um Coins, die im Zuge des Mt.Gox-Hacks entwendet wurden. Aktuell liegen etwa 80.000 BTC auf dieser Adresse: 1FeexV6bAHb8ybZjqQMjJrcCrHGW9sb6uF. Karpeles zufolge lässt dies nur zwei Schlüsse zu. Entweder sei Wright tatsächlich in den Börsen-Hack involviert gewesen, was ihn zu einem Dieb mache, oder er sei ein Betrüger der mit falschen Behauptungen, der eine langjährige Bitcoin-Zugehörigkeit suggerieren will.


Um ganz ehrlich zu sein, ich glaube, Wright versucht nur, diese Adresse als Beweis zu benutzen, dass er ein früher Bitcoin-Benutzer mit einer Menge von BTC ist. Er manövriert sich damit in eine schwierige Situation. Denn entweder ist er ein Dieb (wenn er seine Behauptungen aufrecht erhält) oder ein Betrüger (wenn er zugibt, dass er falsch liegt).

Mark Karpeles

In anderen Worten: Wright manövriere sich mit immer abenteuerlichen Behauptungen unweigerlich ins Abseits.

Preston Pysh: Marketing-Genius Nakamoto

100.000 US-Dollar, 200.000 Us-Dollar – alles kein Problem, wenn es nach Permabulle Preston Pysh geht. Der Makro-Investor hat sich ursprünglich einen Namen als Co-Host des Investoren-Podcast „We study Billionaires“ gemacht. Mittlerweile gilt Pysh aber auch in Bitcoin-Kreisen als anerkannter Experte. In der neuesten Ausgabe des „What Bitcoin Did Podcasts“ von Peter McCormack erklärt Pysh, wieso er Nakamoto für ein Marketing-Genie hält.

Vom Standpunkt des Marketings aus betrachtet, könnte man die Tatsache, dass Satoshi nur 21 Millionen Coins herstellte, die sich aber bis zur achten Stelle nach dem Komma teilen lassen, als Geniestreich bezeichnen. Man könnte argumentieren, dass es sich um eine 1-Billion-US-Dollar-Marketingstrategie handelt. Die Begeisterung wir nicht mehr aufzuhalten sein, wenn BTC über 100.000 US-Dollar steigt,

so Preston Pysh.


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