Kleiman-Prozess: Wright verweigert Bitcoin-Zahlung

Polina Khubbeeva

von Polina Khubbeeva

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Polina Khubbeeva

Polina Khubbeeva studiert Politikwissenschaft am Otto-Suhr-Institut der FU Berlin. Im Studium setzt sie sich besonders intensiv mit dem Verhältnis von Macht und Raum auseinander, weshalb Kryptowährungen für sie besonders im Hinblick auf globale Machtverschiebungen spannend sind.

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Quelle: Shutterstock

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Im Prozess um den selbsternannten Bitcoin-Erfinder Craig Wright teilt der Verurteilte weiter aus. Nachdem Magistratsrichter Bruce Reinhardt Wright zu einer Abgabe von über 500.000 BTC verurteilte, ficht dessen Anwalt das Urteil an. Wright befindet sich in einem erbitterten Rechtsstreit mit den Erben seines ehemaligen Businesspartners Dave Kleiman. Sofern das Gericht dem Antrag stattgibt, hat Wrights Anwaltsteam bis zum 24. September Zeit, den Einspruch auszuarbeiten.

Der Gerichtsprozess zwischen Craig Wright und den Erben des verstorbenen Dave Kleiman geht in eine nächste Runde. Erst letzte Woche sah es so aus, als hätte sich „CSW“, der oft behauptet, der berühmte Satoshi Nakamoto zu sein, geschlagen geben müssen. Doch Wright und seine Anwälte lassen nicht locker und fordern vom Gericht eine Fristverlängerung für die Zahlung von über 500.000 Bitcoin.

Demnach reichte Wrights Anwalt Andres Rivero am 30. August ein Dokument beim Bezirksgericht des Southern District in Florida ein. In diesem fordert er für seinen Mandanten einen 14-tägigen Aufschub, um das erfolgte Urteil anzufechten.

Craig Wright vs. Dave Kleiman – ein schwieriger Prozess

Am 27. August entschied Richter Reinhardt, dass Wright über 500.000 BTC an die Familie von Kleiman zahlen muss. Das entspricht der Hälfte des „Tulip Trusts“, des Fonds, um welchen sich die Parteien streiten. Dieser beinhaltet mutmaßlich 1,1 Millionen BTC, was sage und schreibe 11 Milliarden US-Dollar entspricht.

Der Gerichtsprozess zwischen Wright und Kleimans Erben begann unterdessen bereits im Februar 2018. Die 1,1 Millionen BTC im Tulip Trust stammen aus einem Mining-Unternehmen, welches die beiden Krypto-Pioniere zusammen betrieben hatten. Kleiman verstarb 2013, ohne dass die Besitzverhältnisse geklärt wurden. Außerdem sind die Hintergründe des Vermögens unklar, weswegen sich die Arbeit des Gerichts kompliziert gestaltete.

Rivero begründet den erneuten Antrag derweil damit, dass Wright die Zuständigkeit von Richter Reinhardt nicht anerkennt. Für die Ausarbeitung einer vollständigen argumentativen Grundlage brauche das Anwaltsteam allerdings noch die 14-tägige Fristverlängerung. Nun haben Wright und seine Vertreter bis zum 24. September Zeit für ihren Einspruch. Als Anlass für die Verzögerung nehmen die Anwälte sogar drohende Hurrikans in Florida, die die Arbeit in den nächsten Wochen wahrscheinlich behindern werden.

Unterdessen bezweifeln Beobachter, dass die erneute Verzögerung mehr als eine verzweifelte Strategie Wrights zur Zeitgewinnung ist. Einer seiner Kontrahenten, Krypto-Podcaster Peter McCormack, wettet in einem Tweet sogar 10.000 US-Dollar darauf, dass Wright die Bitcoin nicht zahlen wird.


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