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Teil 1Der Krypto-Jahresrückblick 2021: Memecoins und Ripple

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und wir blicken zurück. Teil 1: Wie die Gamestop-Bewegung ins Krypto-Versum schwappte und Ripple gegen die SEC kämpfte.

Phillip Horch
 |  Lesezeit: 3 Minuten
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dogecoin münze krypto jahresrückblick

Quelle: Shutterstock

Can’t stop, won’t stop, Gamestop: Vom Aktien-Hype in den Krypto-Space

Während sich der Bitcoin-Kurs zu Jahresbeginn zu neuen Höhen aufmachte, braute sich anderswo ein (An)Sturm zusammen, der die Investmentwelt ein kleines bisschen ins Wanken bringen sollte. Die Rede ist von dem Reddit-Forum /r/wallstreetbets und seinen selbsternannten Investmentaffen (Apes), die sich nichts Geringeres zur Aufgabe gemacht hatten, als die Wallstreet zu Fall zu bringen. Oder zumindest ein bisschen zu erschüttern – und sich dabei die Taschen zu füllen.

Durch konzertiertes Aufkaufen der GME-Aktien trieben sie den Kurs dermaßen in die Höhe, dass sie bei Hedgefonds Leerverkäufe triggerten. Im Anschluss kam es dann zu einem Short Squeeze, der in letzter Konsequenz dazu führte, dass Melvin Capital, einer der Hedgefonds, der gegen die Gamestop-Aktie gewettet hatte, pleite ging. Innerhalb eines Jahres war der GME-Kurs durch diese Aktion von knapp 3 US-Dollar auf 428,85 am 28.01.2021 gestiegen. Eine Steigerung von über 15.000 Prozent.

Much wow: Memecoins wie der Doge-Coin erlebten im Jahr 2021 eine überhitzte Rallye.

Die David-gegen-Goliath-Mentalität fand auch im Krypto-Space Anklang. So bildete sich die Anleger:innen-Community /r/satoshistreetbets heraus, die sich dem Kryptomarkt widmete. Der Hype um Memecoins startete im Nachklang der Gamestop-Aktionen richtig durch. So erlebte nicht nur der Dogecoin eine imposante Rallye, sondern ermunterte auch den Krypto-Space dazu, neue Memecoin-Projekte aus der Blockchain zu heben. So kam Mitte des Jahres allen voran der Shiba-Inu-Coin zu größerer Aufmerksamkeit.

Doch ob nun Shiba Inu, Doge oder einer der zahlreichen anderen Memecoins: Letztlich sind sie alle rein spekulativ und schaden dem Image des Krypto-Spaces. BTC-ECHO-Redakteur David Scheider erklärt im Podcast, warum das so ist. Einfach mal reinhören.

Die unendliche Geschichte: Ripple gegen die SEC

Es war ein hartes Jahr für Ripple. Denn die US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) hatte Ende 2020 einen Rechtsstreit entfacht, der sich durch das gesamte Jahr 2021 ziehen sollte. Die Börsenaufsicht unterstellte dem Fintech-Unternehmen den Handel mit nicht-registrierten Wertpapieren. Die beunruhigende Aussicht auf Strafzahlungen in Höhe von 1,3 Milliarden US-Dollar schickten den XRP-Kurs im Zuge dessen auf eine gehörige Talfahrt. Auch anderweitig zog die Klage Konsequenzen mit sich. Etwa, indem Binance den XRP-Handel kurzerhand einstellte. Spätestens, nachdem der Vermögensverwalter Grayscale den XRP-Fonds ebenso eingestellt hatte, war klar: Das wird ein schwieriges Jahr für das kalifornische Fintech.

Ripple wollte sich jedoch nicht so schnell die Butter vom Brot nehmen lassen. Vielmehr ging das Unternehmen im März in die Offensive. In einem Brief an die US-Bundesrichterin hieß es, dass Ripple das Vorgehen der Börsenaufsicht für eine “regulatorische Übergriffigkeit” halten würde. Die SEC schmetterte das Aufbegehren Ripples kurzerhand ab.

Ende November holte Ripple erneut aus, dieses Mal jedoch deutlich gemäßigter. In einem Dokument zu einer möglichen Regulierung heißt es wohlwollend:

Die US-Finanzmärkte gelten als erstklassig. Das ist zum Teil auf den bestehenden Regulierungsrahmen zurückzuführen, unter dem sie arbeiten. Wir glauben, dass dieser Rahmen, wenn es gelingt, ihn an einige der einzigartigen Eigenschaften von Kryptowährungen anzupassen, die Klarheit schaffen kann, die Innovatoren suchen. Und Verbraucher erhalten den Marktschutz, den sie verdienen.

In diesem Sinne forderte Ripple eine Förderung von “Innovations-Sandboxen”, um die Entwicklungen im Krypto-Bereich nicht unnötig auszubremsen. Eine endgültige Entscheidung steht derzeit noch aus.

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