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Cross Chain Atomic Swap zwischen Bitcoin und Litecoin

Bitcoin revolutioniert die Finanzwelt, Lightning den Zahlungsverkehr und Atomic Swaps den vertrauenslosen Transfer zwischen Blockchains. Was kann man sich unter einem Atomic Swap vorstellen? Und wie weit ist die Technologie schon entwickelt?

Alex Roos
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Nach der Aktivierung des SegWit-Updates, das die Transaction Malleability reparierte, konnte endlich das Lightning Network (kurz: LN) implementiert werden. Mit dem Lightning Network können Transaktionen auch außerhalb der Blockchain passieren. Auf der einen Seite erhöht dies massiv die Skalierung der jeweiligen Blockchain, auf der anderen Seite ermöglichen diese sogenannten Off-Chain-Transaktionen noch mehr Funktionen.

Was ist ein Atomic Swap?

Atomic Swaps sind ein Beispiel für diese zusätzlichen Funktionen, die das Lightning Network ermöglicht. Einfach gesprochen ist ein Atomic Swap der direkte Austausch von Kryptowährungen auf zwei unterschiedlichen Blockchains. Mit cleverer Kryptographie lässt sich dieser Austausch direkt durchführen, ohne dass man einen Mittler braucht, der die Bestände der beiden Parteien hält oder dafür sorgt, dass alles mit rechten Dingen zugeht.

Kryptographisch basieren die Atomic Swaps auf den sogenannten Hash Time Lock Contracts (HTLC). Mithilfe von Kryptographie lässt sich ein Sicherheitsnetz konstruieren, in dem beide Parteien, die im Tausch involviert sind, sicher sein können, dass kein Betrug stattfinden kann. Kurz: Das Protokoll selbst übernimmt die Funktion der Treuhand. Das Protokoll lässt sich nicht bestechen. Genau wie bei Bitcoin sind vor dem Protokoll alle gleich.

Der Stand von Atomic Swaps

Der erste Atomic Swap auf dem Lighting Network zwischen zwei Blockchains wurde im November 2017 durchgeführt, nämlich zwischen Bitcoin und Litecoin. Die Aktivierung SegWits fand ebenfalls im Jahr 2017 statt – zuerst für Litecoin, dann später auch für Bitcoin. Der erste Tausch war aufwendig, denn man musste sowohl eine Full Node für Bitcoin als auch für Litecoin auf seinem Rechner betreiben. Außerdem gibt es keine grafische Benutzeroberfläche. Alle Befehle müssen über ein Command Line Interface (kurz: CLI) ausgeführt werden. Generell sind Atomic Swaps gerade eher ein Proof of Concept als eine Implementierung für die Masse.

Kilian Rausch führte nun den zweiten Atomic Swap zwischen Litecoin und Bitcoin auf dem LN aus und beschrieb seine Erfahrung in einem Medium-Beitrag. Die wiederholte Durchführung eines Atomic Swaps deutet an, dass die Nutzung des LN nach und nach auch bei Entwicklern Anwendung findet. Auf dem LN können viele neue und revolutionäre Konzepte entwickelt werden, die ähnlich wie Bitcoin selbst unsere Paradigmen ändern. Am 23. Juni findet ein Hackathon rund um LN in Berlin statt.

Kurz gesagt: Die Atomic Swaps sind noch in Arbeit und nicht für die Massenadaption gedacht. Allerdings lässt das Konzept auf viel hoffen und kann, sobald es ausreift, die momentane Landschaft von zentralisierten Exchanges auf den Kopf stellen.

Update vom 13.06.2018: Kilian schrieb mich freundlicherweise an und wies mich darauf hin, dass es sich nicht nur um einen Atomic Swap handelt, sondern ein Atomic Swap auf dem Lighting Network. Der große Unterschied ist also, dass die Transaktion off-chain passiert. Zum einen ist sie dadurch viel günstiger, zum anderen geht der Tausch ohne Verzögerung von statten. Der Artikel wurde entsprechend aktualisiert.

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