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Großzügige Abfindung Coinbase verliert fünf Prozent seiner Mitarbeiter

Der CEO von Coinbase, Brian Armstrong, verbietet seinen Mitarbeitern die Teilnahme an jeglichen politischen Diskussionen. Auf Social-Media-Plattformen sorgt das für Empörung. Rund 60 Mitarbeiter nahmen das Ausstiegspaket in Anspruch, das Coinbase nach der kontroversen Veröffentlichung seiner Unternehmensmission anbot.

Robin Wolf
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Beitragsbild: Shutterstock

Brian Armstrong, der Chef der Krypto-Börse Coinbase, veröffentlichte am 8. Oktober einen weiteren Blog Post bezüglich der „Mission“ des Unternehmens. In diesem führt er aus, dass Mitarbeiter, die mit der Unternehmensmission nicht übereinstimmen, das Unternehmen mit einer großzügigen Abfindung verlassen dürfen.

Der am Donnerstag veröffentlichte Beitrag folgte seinem kontroversen ersten Blog Post. Darin stellte einige Verhaltensregeln für seine Mitarbeiter auf. Mit dem Verbot jeglicher politischer Diskussionen bei Coinbase sorgte er für Aufruhr auf allen Social-Media-Plattformen. Große Persönlichkeiten wie Jack Dorsey, der CEO von Twitter, kritisierten ihn stark für diese Einstellung.

Armstrong verdeutlichte die Mission von Coinbase, ein offenes globales Finanzsystem zu schaffen. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen Mitarbeiter sich aus jeglichen politischen Diskussionen heraushalten. Man wolle einen unabdingbaren Fokus auf die Mission des Unternehmens erzielen. Alle Ablenkungen von diesem Ziel seien unerwünscht.

Den größten Einfluss könne ein Unternehmen erzielen, das profitorientiert agiert, so Armstrong. Er führte weiter aus, dass Profit nicht das einzige Ziel des Unternehmens sei. Wachsende Einnahmen und Gewinne seien in dieser Hinsicht nur Mittel zum Zweck. Coinbase benötige ein Arbeitsumfeld, was jeden willkommen heißt. Anders sei es nicht möglich, Teammitglieder anzuziehen und in der Firma zu halten.

Wird Coinbase aus der Krise wachsen?

Alle Mitarbeiter, die mit dieser Entscheidung nicht übereinstimmen, seien dazu eingeladen, Coinbase mit einer generösen Abfindung zu verlassen. Gemäß seines zweiten Blog Post sind das bisher 60 Mitarbeiter – rund fünf Prozent des gesamten Unternehmens. Es seien allerdings noch nicht alle Verhandlungen abgeschlossen. Man erwarte, dass die finale Quote etwas höher ausfällt.

Es war beruhigend zu sehen, dass Menschen aus unterrepräsentierten Gruppen bei Coinbase das Ausstiegspaket nicht in einer Zahl in Anspruch genommen haben, die unproportional zur Gesamtbevölkerung steht.

Brian Armstrong

Inwiefern Coinbase die Krise bewältigen kann, wird die Zukunft zeigen. In den letzten Monaten haben der Hype um DeFi dem Unternehmen einiges an Aufmerksamkeit gestohlen. Hier überholte die dezentralisierte Börse Uniswap Coinbase sogar an Handelsvolumen. Armstrong bleibt jedoch optimistisch:

Obwohl es nie einfach ist, wenn Teammitglieder ein Unternehmen verlassen, denke ich, dass wir daraus als ein stärker ausgerichtetes Unternehmen hervorgehen werden. Von Zeit zu Zeit müssen wir unsere kulturellen Normen neu kommunizieren und neu definieren, während wir weiter skalieren.

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