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Mashinsky Update Celsius: Datenkrake bestätigt Verdacht

Der ehemalige CEO von Celsius hat sich vor der Pleite noch Geld überweisen lassen – und er war nicht der Einzige. Das bestätigen neue Dokumente.

Phillip Horch
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Celisus Network Datenkrake

Beitragsbild: Shutterstock

| Vor der Celsius-Pleite sind Millionen in die Taschen der Führungsriege des Lending-Dienstes geflossen.

14.532 Seiten voller Kundendaten, die Einblicke in das Geschäft des insolventen Lending-Dienstes Celsius bieten. Dabei werden vor allem (ehemalige) Kunden entblößt.

Das Gerichtsdokument enthält nicht nur die Namen, sondern auch Details über die jeweiligen Transaktionen der Celsius-Kunden. Darunter befinden sich auch prominente Unternehmen wie Deloitte, Github oder Reddit.

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Celsius-Führungsstab hat sich offenbar Gelder gesichert

Das Brisante an der Sache: Das Dokument bestätigt, dass sich der ehemalige CEO Alex Mashinsky noch schnell 10 Millionen US-Dollar hat auszahlen lassen, bevor die Insolvenz öffentlich wurde.

Auch sein ranghoher Stab ging offenbar nicht leer aus. So haben sich CSO Daniel Leon 7 Millionen US-Dollar und CTO Nuke Goldstein 550.000 US-Dollar auszahlen lassen, bevor Celsius in die Pleite schlitterte.

Im Nachgang der Ereignisse hatte Mashinsky seinen Posten niedergelegt. Der Rücktritt hatte indessen kaum für Verwunderung gesorgt. So war er bereits von ehemaligen Kunden der Börse gefördert worden.

Wie kürzlich bekannt geworden ist, folgte auch Daniel Leon dem Beispiel des ehemaligen CEOs und nahm seinen Hut.

Lending-Plattform hat Kundengelder verloren

Im August war bekannt geworden, dass das Unternehmen 1,2 Milliarden US-Dollar verloren hatte. Das Geschäftsmodell basierte dabei auf Krypto-Lending. Kunden konnten ihre Kryptowährungen verleihen beziehungsweise im Protokoll hinterlegen. Dafür hatte das Celsius Network ihnen hohe Renditen von bis zu 20 Prozent versprochen. CEO Alex Mashinski hatte dabei stets betont, dass das Risiko gering sei und Kunden darauf zählen könnten, dass sie ihr Geld inklusive großzügiger Zinsen zurückbekommen würden. Das ging offenbar so weit, dass er in den wöchentlich stattfindenden Fragerunden (Ask me Anything, AMA) behauptete, dass das Netzwerk sicherer als traditionelle Banken sei.

Zuletzt war Ende September bekannt geworden, dass es für das insolvente Unternehmen Übernahmepläne vonseiten der Börse FTX geben soll. Über eine konkrete Summe zu den Übernahmeplänen wurde bisher jedoch noch nichts bekannt.

Ehemalige und verprellte Kunden organisieren sich indessen über den Telegram-Messenger und über Reddit.

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