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Carrefour: Blockchain-Huhn schlägt anonymes Geflügel im Verkauf

Der Einzel- und Großhandelsriese Carrefour hat bislang gute Erfahrungen mit der Blockchain-Technologie gemacht. In einer Pressemitteilung zieht der französische Großkonzern eine positive Bilanz und verkündet, die Blockchain in Zukunft noch stärker zu nutzen.

Christopher Klee
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Beitragsbild: Shutterstock

Das französische Einzel- und Großhandelsunternehmen Carrefour SA verkündet erste Erfolge beim Einsatz der Blockchain-Technologie. Der Handelsriese überwacht bereits seit Längerem die Produktion und Lieferwege von ausgewählten Produkten via Blockchain. Kunden können die Informationen im Supermarkt abrufen. Das Pilotprojekt hat einer Pressemitteilung des Unternehmens zufolge bereits erste Früchte getragen.

Positive Zwischenbilanz zum Blockchain-Pilotprojekt

Danach umfasst das Sortiment der blockchainregistrierten Lebensmittel mittlerweile 20 Produkte. Den Anfang machte Carrefour seinerzeit mit Bio-Geflügelfleisch. Dessen Werdegang von der Aufzucht bis zum Kühlregal können Carrefour-Kunden seit vergangenem Jahr nachvollziehen. Hinter der Wahl des leicht verderblichen Fleischs als Pionier-Use-Case steckt dabei folgendes Kalkül:

Man erschafft einen Halo-Effekt – Wenn ich Carrefour mit diesem Huhn vertrauen kann, kann ich auch Carrefour bei ihren Äpfeln oder ihrem Käse vertrauen,

sagt Emmanuel Delerm, zuständig für Blockchain-Projekte bei Carrefour gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

Das Unternehmen möchte noch im laufenden Jahr die Palette der transparenten Produkte auf 100 erweitern. Das Lebensmittel-Tracking hat sich positiv auf die Verkaufszahlen ausgewirkt.

Der Pomelo verkaufte sich aufgrund der Blockchain schneller als im Vorjahr [und] wir hatten einen positiven Einfluss auf das Huhn im Vergleich zum Nicht-Blockchain-Huhn,

so Delerm weiter.

Die Initiative habe demnach besonders in China, Italien und Frankreich Erfolge verbuchen können.

Die Konkurenz schläft nicht

Carrefour steht mit seinen Blockchain-Ambitionen in der Branche keineswegs alleine da. So hat etwa der Megakonzern Walmart – noch immer das umsatzstärkste Unternehmen der Welt – bereits vor Carrefour Lebensmittel auf die Blockchain gebracht. Auch Nestlé ist an blockchainbasierten Verbesserungen der Lebensmittelsicherheit interessiert.

Was die Pläne dieser Konzerne indes vereint, ist, dass sie auf den IT-Giganten IBM als Technologie-Partner setzten. Konkret nutzen die Projekte dafür die Software-as-a-Service-Lösung IBM Food Trust.

Damit möchten die Konzerne dem wachsenden Interesse ihrer Kunden an der Herkunft von Lebensmitteln Rechnung tragen. Besonders die Generation der Millennials lege hierauf großen Wert, meint Delerm:

Millennials kaufen weniger, aber bessere Produkte für ihre Gesundheit, für den Planeten.

Mittelfristig möchte Carrefour auch nicht verzehrbare beziehungsweise schwer verdauliche Produkte wie Kleidung in die Blockchain-Lösung integrieren. Auch sollen noch mehr Informationen, etwa über die Gewinnmarge für den Produzenten für die Kunden abrufbar gemacht werden.

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