Cardano-Upgrade  Was sich mit der Hard Fork “Chang” ändert

Cardano bereitet sich auf das wichtigste Upgrade in diesem Jahr vor: “Chang”. Die Hard Fork soll die letzte Phase des Projekts einleiten.

Moritz Draht
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Beitragsbild: Shutterstock

| Cardano greift nach der Voltaire-Ära

Von einem “Game Changer” ist die Rede, dem Beginn einer neuen Entwicklungsstufe. Das für das zweite Quartal geplante Upgrade “Chang” läutet Cardanos finale Phase “Voltaire” ein. An dessen Ende soll das Netzwerk breitflächig dezentralisiert, Abstimmungen, Entscheidungen und damit letztlich die Entwicklung des Ökosystems auf die Nutzer übertragen werden. Mit der kommenden Hard Fork ebnet sich dahin der Weg – was auch das zuletzt angekratzte Image von Cardano wieder aufpolieren könnte.

Cardano auf den Zielmetern

Allmählich fügen sich die letzten Bauteile in der Road Map von Cardano zusammen. Ein großes Etappenziel wird mit Chang abgehakt. Das in zwei Schritten durchgeführte Upgrade schaltet wesentliche Governance-Funktionen frei und lässt so Nutzer immer mehr an der Mitgestaltung des Netzwerks teilhaben.

Konkret geht es um die Umsetzung des “Cardano Improvement Proposals (CIP) 1694” – in Anlehnung an das Geburtsjahr Voltaires, der als Namensgeber der letzten Entwicklungsphase dient. Dabei werden Abstimmungsverfahren für Token-Inhaber eingeführt. Nutzer bekommen dadurch die Möglichkeit, Vorschläge etwa zu Projektentwicklungen einzubringen und über diese abzustimmen.

Vorschläge durchlaufen dann ein mehrstufiges System aus Token-Inhabern, Stake-Pool-Betreibern und delegierten Vertretern. Zur Finanzierung von Projekten werden ADA-Reserven geschaffen. Die genauen Abläufe werden derzeit im Testnet “SanchoNet” simuliert.

Hoskinson weist Kritik zurück

Wann das Upgrade genau durchgeführt wird, wurde noch nicht bekannt gegeben. “Gemessen an den Fortschritten bei SanchoNet bald”, meint Cardano-Gründer Charles Hoskinson.

Chang ist Teil größerer Umbaumaßnahmen, die derzeit stattfinden. Darunter die Einführung eines weiterentwickelten Konsensverfahrens namens Ouroboros Leios. Von dem erwartet man einen Skalierungssprung: Mehr Transaktionen, schnellere Bearbeitungen.

Und damit vielleicht auch: mehr mediale Aufmerksamkeit. Im Wettbewerb um neue Nutzer hat Solana in den letzten Monaten ordentlich Druck gemacht. Immer wieder wird Cardano zudem ein mangelndes Ökosystem vorgeworfen. Zuletzt setzte Forbes das Projekt auf die Liste der 20 “Good-for-nothing Blockchains“: Projekte, die in der Bedeutungslosigkeit gestrandet sind.

Hoskinson nahm es augenscheinlich gelassen: “Wenn ich sehe, wie sich alle auf Cardano stürzen, muss ich ein bisschen lächeln”, kommentierte er auf Twitter-Nachfolger X. Man habe “alle Trümpfe in der Hand, den besten Weg für Skalierbarkeit, Governance und Innovation” sowie: “die beste Community”. Wie sehr die an der aktiven Mitgestaltung des Netzwerks aber interessiert ist, wird sich erst nach dem Upgrade zeigen müssen.

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