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Staatssekretär Schnorr über Blockchain und Mobilität Wie digital ist Deutschland, Herr Schnorr?

Stefan Schnorr, Staatssekretär im Digital- und VerkehrsministeriumIm sprach mit
mit BTC-ECHO über Blockchain, Digitalisierung und Mobilität.

Daniel Hoppmann
 |  Lesezeit: 3 Minuten
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Staatssekretär Stefan Schnorr

Beitragsbild: BTC-ECHO | Daniel Hoppmann

| Als Staatssekretär bekleidet Stefan Schnorr das höchste statusrechtliche Amt, das ein Beamter innerhalb eines Ministeriums ereichen kann.

SPD, Grüne und FDP haben den Themen Digitalisierung und Mobilitätswende in ihrem Koalitionsvertrag viel Platz eingeräumt. Das Verkehrs- und Digitalministerium (BMDV) soll diese Pläne umsetzen. In beiden Bereichen könnte die Blockchain-Technologie Antworten auf bisher ungelöste Fragen liefern, meint Stefan Schnorr.

Wie digital und innovativ ist Deutschland?

Schnorr: Ich glaube, Deutschland ist digitaler und auch deutlich innovativer, als wir denken – nicht nur im Digitalsektor, sondern in vielen anderen Bereichen auch. Wir haben bei der Digitalisierung aber auch Nachholbedarf, das ist überhaupt gar keine Frage. Das Entscheidende, glaube ich, ist, dass wir keine digitale Verwaltung haben. E-Government ist bei uns weitgehend noch ein Fremdwort.

Das merken Sie etwa, wenn Sie sich an- oder ummelden wollen. Sie müssen tagelang darauf hoffen, dass Sie online einen freien Termin finden, das kann ich aus eigener Erfahrung berichten. Vollständig digital geht das zurzeit noch nicht. Wir haben noch keine elektronische Identität, mit der wir uns – so wie mit unserem analogen Personalausweis – ausweisen könnten, um digitale Verwaltungsdienstleistungen in Anspruch zu nehmen. Wir haben uns vorgenommen, das zu ändern.

Welchen Stellenwert nimmt die Blockchain bei der Bewältigung der Aufgabe ein?

Schnorr: Wir sollten als Regierung nicht vorschreiben, mit welcher Technologie man ein Problem löst. Allerdings sehen wir natürlich auch, welche Chancen mit den digitalen Zukunftstechnologien wie Blockchain und künstliche Intelligenz einhergehen. Nehmen wir beispielsweise Interview noch mal den digitalen Identitätsnachweis – gerade was das Thema Fälschungssicherheit betrifft, eröffnet uns die Blockchain-Technologie hier künftig echte Mehrwerte.

Am Ende müssen wir sehen: Wo sind die besten Ergebnisse? Wo ist der geringste Aufwand, einschließlich – und das müssen wir immer mitdenken – der geringste Energieverbrauch? Wir können nicht über Technologien – und das gilt gerade bei Blockchain – einen massiven Energieverbrauch erzeugen und das Thema Nachhaltigkeit ignorieren.

Vor drei Jahren endete ein Projekt, das mittels Blockchain eine Mobilitätsplattform für Bürger schaffen sollte. Wie ist der aktuelle Stand?

Schnorr: Sie sprechen auf die Machbarkeitsstudie “OMOS” an. Darin nannte ein Großteil der interviewten Expertinnen und Experten die Blockchain bzw. die Digital-Ledger-Technologie als potenzielle Lösung für eine Vielzahl von Herausforderungen einer offenen Mobilitätsplattform. So zum Beispiel beim Identitätsmanagement oder bei der Bezahlabwicklung. Diese Erkenntnisse wurden auch bereits in mehreren Projekten aufgegriffen, u. a. im Vorhaben “OMEI” zur Optimierung der Elektroladeinfrastruktur.

Grundsätzlich ist unser Ansatz, diverse Verkehrsträger zusammenzufassen und vernetzt zu denken. Das ist auch das, was unser Minister von Anfang an gesagt hat, als er hier ins Haus gekommen ist. Bislang wurde aber weniger die Perspektive der Bürgerin und des Bürgers berücksichtigt.

Sie haben mich gefragt, wie ich zur Arbeit komme. Zuerst schaue ich natürlich, wie komme ich am schnellsten von zu Hause in die Invalidenstraße ins Ministerium. Da gibt es Google Maps. Aber wir haben eigentlich noch nicht diese sogenannte eierlegende Wollmilchsau der Mobilität.

Das komplette Interview findet ihr in der aktuellen Augustausgabe des BTC-ECHO Magazins. Neben der Blockchain-Expertise von Digitalminister Volker Wissing (FDP) geht es dabei auch um den Tankrabatt sowie eine mögliche Verlängerung des 9-Euro-Tickets.

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