Marktupdate Bitcoin-Verknappung: PayPal und Square kaufen neues BTC-Angebot leer
Moritz Draht

von Moritz Draht

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Bitcoin-Münze neben Smartphone mit PayPal-Logo

Quelle: Shutterstock

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Während der Bitcoin-Kurs allmählich zum Sprung auf 20.000 US-Dollar ansetzt, verknappen institutionelle Investoren weiterhin den BTC-Supply.

Mit einem Tagesplus von 1,7 Prozent steuert der Bitcoin-Kurs sachte in Richtung Allzeithoch. Gewinnmitnahmen haben die Krypto-Leitwährung im gestrigen Handelsverlauf zwar noch einmal unter die 18.000-US-Dollar-Marke gedrückt. Seither dreht die größte Kryptowährung aber wieder auf und hat in der Nacht auf Montag nur haarscharf die nächste Tausendermarke verfehlt.


Bitcoin-Kurs im Wochenchart

Zu Redaktionsschluss notiert der Bitcoin-Kurs bei 18.545 US-Dollar und verteidigt somit auf Wochensicht ein beachtliches Polster von 16 Prozent. Dass die Bitcoin Rallye auf dem Weg zum All Time High immer wieder ins Stocken gerät, ist angesichts der raschen Kurszuwächse nicht weiter verwunderlich. Schließlich sichern sich viele Anleger ihre Renditen und bringen die Bitcoin-Schäfchen ins Trockene. Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Dafür sorgen nicht zuletzt die großen Fische im Krypto-Teich.

PayPal und Square verknappen Bitcoin-Menge

Dass institutionelle Investoren in 2020 immer größere BTC-Marktanteile übernehmen, ist kein Geheimnis mehr. Auf dem BTC-Streifzug haben sich vor allem das Nasdaq-gelistete Softwareunternehmen Microstrategy mit einer Bitcoin-Reserve von über 425 Millionen US-Dollar und Vermögensverwalter Grayscale, dessen Bitcoin Trust auf über 500.000 Bitcoin und damit auf rund 2,7 bis 3,3 Prozent der Umlaufmenge angewuchert ist, als besonders umtriebig erwiesen.

Die Einkaufspolitik hat ohne Frage eine Trendwende eingeleitet und dem erlesenen Kreis institutioneller Investoren das „nischige“ Bitcoin-Ökosystem ein großes Stück weit geöffnet. Doch die Weichen für die globale Massenadaption haben die Zahlungsdienstleister PayPal und Square gestellt.

Mit Squares Ankündigung eines 50 Millionen US-Dollar schweren BTC-Investments Anfang Oktober hat sich der Bitcoin-Kurs nach Wochen der Konsolidierung in Bewegung gesetzt und beflügelt von PayPals verkündeter Bitcoin-Integration die monatelang umkämpfte Marke von 12.000 US-Dollar letztlich im Sturm erobert.


Wie Hedgefonds Panteracapital nun bekannt gab, sind Square und PayPal seither zu den größten Abnehmern neu geminter Bitcoin aufgestiegen. Auf Square entfallen demnach rund 40 Prozent des Angebots, PayPal hingegen hat innerhalb der ersten vier Wochen nach der Bitcoin-Einbindung bereits 70 Prozent des neuen BTC-Supply aufgekauft.

In Summe entfallen 110 Prozent der durch Miner neu hinzugeführten BTC-Umlaufmenge auf die beiden Zahlungsdienstleister. Oder mit anderen Worten: Square und PayPal verknappen das Angebot und treiben dadurch den Kurs in die Höhe.

Wenn andere, größere Finanzinstitute ihrem Beispiel folgen, wird die Angebotsknappheit noch unausgewogener werden. Die einzige Möglichkeit, Angebot und Nachfrage ins Gleichgewicht zu bringen, ist zu einem höheren Preis.

Pressemeldung Pantera Capital

Börsenreserven sinken, neue BTC-Adressen steigen

Die Angebotsverknappung bestätigt sich zudem im andauernden Trend fallender Bitcoin-Börsenreserven. Seit Februar dieses Jahres sinkt der von Exchanges gehaltene BTC-Supply kontinuierlich ist von ehemals 2,97 Millionen Coins um knapp 20 Prozent auf aktuell 2,37 Millionen geschmolzen.

Quelle Glassnode

Gleichzeitig verteilt sich der Supply auf immer mehr Adressen. Lag die Anzahl neuer BTC-Adressen zu Jahresbeginn noch bei ungefähr 270.000, hat sie vergangenen Mittwoch mit über 580.000 neu registrierten Adressen ein Jahreshoch erreicht. Auch mit gegenwärtig knapp 430.000 neuen Adressen schließt das Niveau an die Rekordhochs aus 2017/18 an. Neue Adressen definiert Glassnode als solche, die zum ersten Mal bei einer Bitcoin-Transaktion im Netzwerk auftauchen.

Quelle Glassnode

Sowohl institutionelle Investoren als auch Kleinanleger verknappen somit das BTC-Angebot sukzessive. Dabei erweisen sich insbesondere Square und PayPal zunehmend als Kurstreiber. Und das, obwohl die Bitcoin-Integration von Zahlungsgigant PayPal noch gar nicht für den europäischen Markt freigeschaltet ist. Wenn die App im nächsten Jahr auch für europäische Kunden mit Bitcoin verbunden wird, dürften die BTC-Ausgaben entsprechend steigen und als Folge der hohen Nachfrage, der Bitcoin-Kurs zu neuen Höhen aufschwingen.


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