Seit Freitag steht Bitcoin wieder über der psychologisch wichtigen Marke von 80.000 US-Dollar und konnte seine Gewinne über das Wochenende verteidigen. Damit liegt die größte Kryptowährung der Welt inzwischen fast sieben Prozent über dem Kurs von vor einer Woche und eine stärkere Gegenbewegung auf die Erholung vom Freitag bleibt vorerst aus. Für einen weiteren Anstieg fehlt es derzeit jedoch an Schwung.
Aktienmärkte und Öl bieten Stabilität
Unterstützung kommt zum Wochenstart allerdings von den sich ebenfalls stabil zeigenden Aktienmärkten. Dort legt der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans leicht um 0,3 Prozent zu und der südkoreanische Kospi steigt um etwa 1,1 Prozent. Zudem zeichnet sich bei den US-Märkten ein freundlicher Handelsstart ab. Die US-Futures auf den S&P 500 sowie den Nasdaq 100 stehen mit 0,3 beziehungsweise 0,4 Prozent aktuell leicht im Plus.
Außerdem lässt der Druck vom Ölmarkt am frühen Morgen weiter nach. Die britische Nordseesorte Brent notiert mit einem Kurs von 102 US-Dollar je Barrel immer noch mehr als 40 Prozent über den Preisen aus Juni diesen Jahres, konnte von seinem lokalen Hoch von vor zwei Wochen inzwischen aber wieder gut sieben Prozent abgeben.
Schwacher Yen: Greift Japan jetzt ein?
Neue Aufmerksamkeit richtet sich unterdessen nach Japan. Obwohl die Bank of Japan ihren Leitzins erst am Freitag auf 1,25 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit 31 Jahren angehoben hatte, wertete der Yen anschließend weiter ab. Zum Wochenstart kostet ein US-Dollar rund 157 Yen. Die ungewöhnliche Reaktion hat inzwischen Spekulationen über einen Eingriff der japanischen Behörden am Devisenmarkt ausgelöst. Um eine weitere starke Abwertung zu verhindern, könnte Japan US-Dollar verkaufen und im Gegenzug Yen kaufen, was zu einer Steigerung der Nachfrage nach der eigenen Währung führen würde.
Bereits am Freitag soll die Bank of Japan sogenannte Rate Checks bei Marktteilnehmern durchgeführt und sich nach aktuellen Wechselkursen erkundigt haben. Dieses Vorgehen ging in der Vergangenheit teilweise einer direkten Intervention der Behörden voraus.
