Marktupdate Bitcoin-Kurs rutscht unter 38.000 USD, 51-Prozent-Angriff auf BSV
Christopher Klee

von Christopher Klee

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Bitcoin ringt um 38.000 USD – und künftig womöglich mit Ether um den Thron als Krypto-Wertspeicher Nummer 1. Das hält zumindest Pantera CEO Dan Morehead für realisitisch. Unterdessen erlitt BSV eine massive 51-Prozent-Attacke. Das Marktupdate.

Dem Bitcoin-Kurs blieb im August noch keine grüne Tageskerze vergönnt. Den 3. August beendete BTC bei 38.177 USD, 2,5 Prozent unter dem Schlusskurs des Vortags. Am heutigen 4. August haben die Bären vorerst weiter das Ruder in der Hand. Zu Redaktionsschluss kämpft Bitcoin bei 37.830 USD weiterhin mit der 38.000 USD-Marke. Damit hat sich BTC weiter von dem Support bei 38.513 USD, den BTC-ECHO Analyst Stefan Lübeck in der vergangenen Bitcoin-Analyse konstatiert hat, entfernt.


BTC/USD auf Bitstamp (Tages-Chart). Quelle: TradingView

Die Gesamtmarkt-Kapitalisierung bleibt mit 1,6 Billionen USD zu Redaktionsschluss unverändert. Innerhalb der Top-100 verzeichnen Perpetual Protocol (PERP), Terra (LUNA) und Quant Network (QNT) mit 19, 15 und 10 Prozent die kräftigsten Tageszuwächse. Wer mehr über QNT erfahren möchte, dem sei der aktuelle Kryptokompass von BTC-ECHO ans Herz gelegt.

Pantera-Chef sieht Bitcoin bei 700.000 USD – und outperformt von ETH?

Trotz des mageren August-Auftakts kann Bitcoin im 30-Tage-Vergleich immerhin ein Plus von knapp acht Prozent verzeichnen. Doch wenn es nach dem Chef des Krypto-Investmentunternehmens Pantera Capital geht, dann befinden wir uns nach wie vor erst am Sockel der Fahnenstange. Am Montag gab sich Dan Morehead ein Stelldichein bei Reuters Global Markets Forum.

Morehead geht davon aus, dass Bitcoin das Jahr 2021 zwischen 80.000 und 90.000 US-Dollar beenden und innerhalb eines Jahres auf über 120.000 US-Dollar steigen wird. Eine zunehmende Akzeptanz durch die breite Masse könnte den Wert in den nächsten zehn Jahren auf 700.000 Dollar ansteigen lassen,

heißt es in einem Artikel der Nachrichtenagentur Reuters zu Mooreheads Auftritt. Dort gab sich der Pantera CEO gewohnt bullish, ohne dabei jedoch den Bitcoin-Maximalisten zu markieren. Vielmehr präsentierte er einen Bull Case für die Smart-Contract-Plattform Ethereum und deren Coin, Ether (ETH). Laut Morehead zeichnet sich ein Trend ab, nach dem ETH künftig immer stärker als Wertspeicher Verwendung finden werde – ein Use Case, in dem Bitcoin im Krypto-Space bislang unangefochten ist (Stichwort: Digitales Gold).

Das morgige Ethereum-Upgrade London sieht der Pantera CEO als Katalysator für diese Entwicklung. Mit London erhält Ethereum unter anderem ein neues Gebühren-Modell, das die Transaktionskosten berechenbarer machen soll. So soll es künftig eine dynamische Basisgebühr geben, deren Höhe sich nach der Block-Auslastung richtet. Diese Base Fee kommt nicht etwa den ETH-Minern zugute, sondern wird vernichtet. Dadurch erhält der ungedeckelte Ethereum Supply ein deflationäres Element, das Ethers Wertspeicher-Tauglichkeit verbessern könnte.

Sie werden sehen, dass die Menschen, die ihr Vermögen aufbewahren wollen, dies verstärkt in (Ether) als nur in Bitcoin tun werde,

zitiert Reuters den Pantera CEO.


51-Prozent-Angriff auf BSV

Während für BTC und ETH der Langzeitausblick bullish bleibt, sieht es für Bitcoin Satoshi Vision (BSV) derzeit zappenduster aus. Das Netzwerk erlitt am Abend des 3. August einen 51-Prozent-Angriff. Das heißt, ein Angreifer hatte kurzzeitig mehr als die Hälfte der BSV-Hash-Rate an sich gerissen. Dadurch gelang es ihm, 14 Blöcke der BSV-Blockchain umzuschreiben.

Der Blockchain-Analyse-Anbieter CoinMetrics gehörte zu den ersten, die den Angriff publik machten. Demnach entstanden im Zuge der 51-Prozent-Attacke zwei Forks von der BSV Blockchain, was offenbar auch unter den Minern Verwirrung stiftete.

BSV ist einer massiven 51-Prozent-Attacke ausgesetzt.

Nach einem versuchten Angriff gestern wurde heute um 11:46 Uhr eine beachtliche Hashing-Power entfesselt und die Angreifer sind erfolgreich.

Mehr als ein Dutzend Blöcke werden reorganisiert & bis zu drei Versionen der Chain werden gleichzeitig von Pools gemint.

Lucas Nuzzi von Coinmetrics via Twitter

Auch bei Blockchain-Explorern gibt es aktuell noch vereinzelte Synchronisierungs-Probleme. Laut der Website Coin.Dance wurde beispielsweise seit fünf Stunden kein BSV-Block mehr “geschürft”.

Der BSV-Verband Bitcoin Association hat mittlerweile an die BSV-Miner appelliert, nicht mehr für die attackierte Blockchain zu minen.

Als Reaktion auf den laufenden Reorganisationsangriff auf das #BSV-Netzwerk empfiehlt die Bitcoin Association den Betreibern von Netzwerkknoten, die betrügerische Chain als ungültig zu markieren. Dies wird euren Node sofort zu der Chain zurückbringen, die von ehrlichen Minern unterstützt wird und die Chain des Angreifers aussperren.

Bitcoin Association via Twitter

Der Kurs von Bitcoin Satoshi Vision hat die Schreckensmeldung bislang vergleichsweise gut weggesteckt. Mit einem 24-Stunden-Minus von 4,2 Prozent hält sich der Abverkauf zu Redaktionsschluss noch in Grenzen.



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