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Globales Grundeinkommen Bitcoin gegen Iris-Scan: Bloomberg lüftet Schleier um Worldcoin

Worldcoin will allen Menschen ein (fast) bedingungsloses Grundeinkommen ermöglichen. Einzige Voraussetzung: Ein Scan der eigenen Iris.

Christopher Klee
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Iris mit Bitcoin-Pupille

Beitragsbild: Shutterstock

Ein basketballgroßer Iris-Scanner soll ein globales, bedingungsloses Grundeinkommen ermöglichen. Das ist nicht der Klappentext eines Sci-Fi-Groschenhefts, sondern die Vision von Worldcoin, dem neuen Projekt von Sam Altman. Altman ist CEO des KI-Unternehmens OpenAI und war überdies in der Vergangenheit Präsident von Y Combinator, einem Brutkasten für Krypto-Start-ups im Silicon Valley. Dort dürfte er auch die Kontakte zu den Unternehmen geknüpft haben, die Worldcoin mit bislang 25 Millionen USD unterstützt haben. Das und mehr hat das US-Nachrichtenportal Bloomberg herausgefunden, was Sam Altman schließlich dazu bewegte, gegenüber Bloomberg aus dem Worldcoin-Nähkästchen zu plaudern.

Ich habe mich sehr für Dinge wie das universelle Grundeinkommen interessiert und dafür, was mit der globalen Vermögensumverteilung passieren wird und wie wir das besser machen können. Gibt es einen Weg, wie wir Technologie nutzen können, um das in globalem Maßstab zu tun?

Die Idee, das Ganze mithilfe einer Kryptowährung zu bewerkstelligen, sei ihm Ende 2019 gekommen. Allerdings betont der Worldcoin-Co-Founder, dass er an dem Projekt vor allem durch seine Startfinanzierung beteiligt sei. Das operative Geschäft obliegt indes Alexander Blania, der sich ebenfalls ein Stelldichein bei Bloomberg gegeben hat.

Iris-Scans für die Umverteilung

Jede Iris ist einzigartig. Daher eignet sie sich als biometrisches Unterscheidungsmerkmal, auf dessen Basis sich auch digitale Ausweise erstellen ließen. Worldcoin schwebt eine Art globale Identifikationsnummer vor, die für jeden Menschen einzigartig ist. Die Iris-Scans sollen mithilfe eines tragbaren und kugelförmigen Geräts erfolgen. Auf diese Weise soll die Grundlage für ein globales Grundeinkommen geschaffen werden. Vor allem jene ohne Bankzugang – in manchen Regionen mehr Regel denn Ausnahme – sollen von Worldcoin profitieren können.

Das Projekt steckt freilich noch in den Kinderschuhen. Wie Bloomberg schreibt, seien 20 Einheiten eines Prototyps für den Iris-Scanner bereits im Umlauf – “rund um die Welt”, heißt es. Freiwillige können ihre Iris scannen lassen und erhalten dafür eine Krypto-Belohnung. Der Worldcoin selbst ist jedoch noch nicht einsatzbereit. Das Projekt entlohne die Freiwilligen daher aktuell noch vornehmlich in Bitcoin.

Vitamin B könnte Worldcoin interessant machen

Das gelinde gesagt ambitionierte Projekt hätte bestens in die Ära des ICO Booms von Ende 2017 gepasst. Auch hier versprachen Projekte mit hanebüchenen das Blaue vom Himmel – häufig, ohne überhaupt die Absicht zu haben, zu liefern. Was Worldcoin jedoch von den ICO-Leichen unterscheidet, sind seine Investoren. Dazu sollen unter anderem Größen wie Coinbase und der Investment-Gigant Andreessen Horowitz gehören. Letzterer hat erst vor Kurzem seinen bislang größten Krypto-Fonds aufgelegt. Die Investoren haben sich noch nicht zu ihrem Worldcoin-Engagement geäußert. Auch zu dem Projekt selbst gibt es kaum Informationen. Sollte sich das bislang bekannte bestätigen, dann bietet Worldcoins Use Case in der Tat den Stoff für einen Sci-Fi-Roman. Fragt sich nur, ob darin dann eine Utopie oder eine Dystopie behandelt würde.

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