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Bitcoin & Co. US-Börsenaufsicht verklagt ICO-Betreiber

Die Securities and Exchange Commission (SEC), hat am 11. Dezember gegen einen Betreiber eines Initial Coin Offering (ICO) Klage eingereicht. Sein Unternehmen soll Investoren betrogen und dabei 42 Millionen US-Dollar eingesammelt haben.

Phillip Horch
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Beitragsbild: Shutterstock

Bitcoin 2017: Goldgräberstimmung und ICO-Wahn

Als Bitcoin in seiner Boomphase Ende 2017 steckte, herrschte Goldgräberstimmung am Krypto-Markt. Initial Coin Offerings (ICOs) eröffneten die Möglichkeit, durch die Herausgabe neuer Token innerhalb kurzer Zeit viel Kapital einzusammeln. Hinter den Token steckte ein (meist aus der Luft gegriffener) Anwendungsfall, der das Projekt als Blockchain-Killer-App vermarkten sollte. Mit jedem Tag wurden neue unregulierte Token auf den Markt geworfen. Nicht wenige davon waren nur ein weiterer Betrug im Bitcoin-Ökosystem. Behörden und Regierungen kamen kaum hinterher, die Betreiber dingfest zu machen und Investoren zu schützen.

Shopin Token und ICO-Betrug

So mag es kaum überraschen, dass nach und nach neue Meldungen über Klageschriften und Verurteilungen ans Licht kommen, in denen ebensolche Betrugsfälle vor Gericht landen. So hat die Securities and Exchange Commission (SEC) am 11. Dezember eine Meldung über eine neue Klage veröffentlicht. Darin heißt es, dass sie den Betreiber von UnitedData anklagt, in einem betrügerischen ICO 42 Millionen US-Dollar eingesammelt zu haben.

Im Zeitraum von August 2017 bis April 2018 soll Eran Eyal ohne Wertpapierlizenz den Verkauf von Shopin Tokens betrieben haben. Während Bitcoin in seiner Boomphase steckte, versprach er, universelle Käuferprofile zu erstellen, über die sich Konsumentenprofile auf der Blockchain tracken lassen. Laut SEC habe es diese Plattform jedoch nie gegeben. Ferner habe der Betreiber Investoren falsche Tatsachen berichtet sowie nicht vorhandene Partnerschaften vorgetäuscht, um die Attraktivität seines Projektes zu erhöhen. Ferner soll er mindestens 500.000 US-Dollar für die „persönliche Verwendung […] wie Miete, Shopping, Entertainment und einen Dating Service“ ausgegeben haben.

Dazu SEC New York Vorsitzender Marc P. Berger:

Wie in der heutigen Klage behauptet, will die SEC Eyal und Shopin dafür verantwortlich machen, unschuldige Investoren mit falschen Behauptungen über Beziehungen und Verträge zu betrügen, die sie zur Unterstützung eines blockchainbasierten Universal-Shopper-Profils erworben hatten. Privatanleger, die eine Investition in ein digitales Vermögen in Betracht ziehen, das der Definition eines Wertpapiers entspricht, müssen die gleichen wahrheitsgemäßen Angaben erhalten wie bei jedem traditionellen Wertpapierangebot.

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