Mining-Pool BitClub Network soll 722 Millionen US-Dollar ergaunert haben

Anton Livshits

von Anton Livshits

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Anton Livshits

Anton Livshits absolviert ein Masterstudium der Kulturwissenschaften an der Universität Leipzig. Seine Beschäftigung mit Krypto-Themen ist das Resultat eines grundlegenden Interesses am Wechselspiel von technischer Innovation und gesellschaftlichem Wandel.

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Das weite Feld der Krypto-Investments ist nicht frei von schwarzen Schafen. Den jüngsten Beleg hierfür liefert ein Fall aus den USA. Die Betreiber des BitClub Network gaben an, mit ihrer Plattform Investitionen für Bitcoin Mining Pools zu sammeln. Die US-Staatsanwaltschaft beurteilt das Geschäftsmodell indessen ein wenig anders. Sie erhob Anklage wegen Betrugs.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 13. Dezember 2019 05:12 Uhr von Mark Preuss

Die US-Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen die Betreiber des BitClub Network erhoben. Denn die fünf Männern sollen mit ihrer Plattform Gelder unterschlagen haben. Laut Anklageschrift erbeuteten die mutmaßlichen Krypto-Scammer derart 722 Millionen US-Dollar aus den Taschen von unwissenden Investoren.

Nach Angaben der zuständigen Staatsanwaltschaft war das BitClub Network von April 2014 bis November 2019 in Betrieb. Auf der Website konnten Kunden Anteile an Bitcoin Mining Pools erwerben. Nicht alle dieser Pools waren allem Anschein nach existent, stattdessen sollen die mutmaßlichen Betrüger die Investoren mit falschen Angaben zur Rendite angelockt haben. Die Gruppe registrierte die verkauften Anteile zudem nicht bei der US-Börsenaufsicht SEC. Investoren erhielten schließlich auch Belohnungen für das Anwerben weiterer Kunden.

Pyramidensystem erbaut „auf dem Rücken von Idioten“


Für das soeben umrissene „Geschäftsmodell“ fand der zuständige Staatsanwalt Craig Carpenito deutliche Worte:

Was sie angeblich getan haben, entspricht kaum mehr als einem modernen, hochtechnologischen Pyramidensystem, das die Opfer um Hunderte Millionen von US-Dollar betrogen hat.

Wie stark betrogen wurde und wie viel echte Mining-Dienstleistung des Bitclub Mining Pools erbracht wurde, die in  ist derweil unklar. In einer internen E-Mail, die der Staatsanwaltschaft vorliegt, gab einer der Männer an, dass sie das Geschäftsmodell „auf dem Rücken von Idioten“ erbaut haben. Sollten sich diese Vorwürfe bewahrheiten, drohen den Angeklagten bis zu 20 Jahre Haft sowie eine Geldstrafe von bis zu 250.000 US-Dollar. Vier der fünf Männer sind bereits in Polizeigewahrsam, der Arrest des letzten steht momentan noch aus.

BitClub in „bester“ Gesellschaft

Dass die Krypto-Welt auch Betrüger anlockt, ist unterdessen nichts Neues. Dieses Jahr sorgte vor allem die Affäre um die vermeintliche Kryptowährung OneCoin für Schlagzeilen. In diesem Fall wäre OneCoin der größte Krypto-Scam aller Zeiten, schließlich nahmen die Betreiber damit astronomische vier Milliarden US-Dollar ein.

In den USA liefen indessen schon die ersten Prozesse gegen die Drahtzieher. Während einige von ihnen bereits zu Haftstrafen verurteilt wurden, befindet sich die als „Cryptoqueen“ bekannte OneCoin-Gründerin Ruja Ignatova weiterhin auf freiem Fuß. Ihr momentaner Aufenthaltsort ist unbekannt.


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