Prognose von VanEck Bis 2030: “Wir glauben, dass Ethereum auf 22.000 US-Dollar steigt”

Bis zum Jahr 2030, schätzt Vermögensverwalter VanEck, könnte Ethereum auf 22.000 US-Dollar steigen. Was steckt hinter der gewagten Kursprognose?

Moritz Draht
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Beitragsbild: Picture Alliance

| Der Ethereum ETF wartet noch auf den endgültigen Startschuss für den Handel

Es klingt beinahe zu schön, um wahr zu sein: Bis zum Jahr 2030, so VanEck in einem neuen Bericht, könnte der Kurs von Ethereum auf 22.000 US-Dollar steigen – nüchtern betrachtet. Auf 154.000 US-Dollar, wenn alles perfekt verläuft. An verschiedenen Entwicklungen zeigt der Vermögensverwalter großes Wachstumspotenzial für die Blockchain auf: Web3-Nutzung, KI, Finanzen. Allen gemein ist: Ethereum gewinnt kontinuierlich an Bedeutung.

Und somit auch an Mittelzuflüssen. 66 Milliarden US-Dollar Cashflow, so schätzen die Autoren des Berichts, könnten bis 2030 “von Ethereum generiert werden und dem ETH-Token zufließen”. Das unter der Annahme, dass die Blockchain “wahrscheinlich den raschen Marktanteilszuwachs gegenüber den traditionellen Finanzmarktteilnehmern und in zunehmendem Maße auch gegenüber Big Tech fortsetzen” werde.

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Schleusen zum Billionenmarkt öffnen sich

Der Bericht geht insgesamt von einem zunehmenden Bedarf an Blockchain-Anwendungen aus. Beispielhaft dafür seien Branchen wie Finanzen, Social Networking, Infrastruktur und Künstliche Intelligenz. Basierend auf den jährlichen Umsätzen bewertet VanEck den gesamten adressierbaren Markt auf 15 Billionen US-Dollar.

Schon heute habe Ethereum einen höheren Umsatz und mehr Nutzer als viele große Web2-Brands. Vom Stellenwert vergleichbar mit “dem Apple App Store oder Google Play”, biete Ethereum laut VanEck jedoch “einzigartige Wertangebote, die außerhalb der Kryptowirtschaft nicht verfügbar sind”. Für Unternehmen gewinne die Blockchain daher zunehmend an Attraktivität. Auch wegen erheblicher Kosteneinsparungen.

Ethereum und seine Netzwerkeffekte

Die Plattform verfüge außerdem über ein reichhaltiges Ökosystem an Applikationen. Die Netzwerkeffekte übertreffen etwa die von Social-Networking-Plattformen um ein Vielfaches. Langfristig zahle sich das aus: “Verbraucher und App-Entwickler werden zu Ethereum migrieren, weil es billiger ist und mehr Wert bietet als die derzeitigen Standardlösungen”, so VanEck.

Auch in der KI-Entwicklung könne Ethereum eine wichtige Rolle spielen: Es gebe “gute Gründe für die Annahme, dass Blockchains wie Ethereum eine wichtige Back-End-Infrastruktur für Anwendungen der künstlichen Intelligenz werden”. Etwa zur “Verbreitung von KI-Agenten”, also autonomer Software-Programme, die über Ethereum als größte Smart-Contract-Plattform laufen könnten.

Das “stärkste Wertversprechen” bliebe jedoch der Finanzbereich. 71 Prozent der gesamten Einnahmen würden in der Branche generiert.

Steigende Nutzung, steigender Kurs

Die steigende Nachfrage nach Ethereum-Anwendungen könnte sich auf zweierlei Art positiv auf den Kurs auswirken. “Da ETH gekauft werden muss, um Ethereum nutzen zu können, profitieren alle ETH-Inhaber von den Nachfrage-getriebenen Währungszuflüssen”. Zusätzlich würden “80 Prozent dieser Einnahmen in ETH verwendet, um zirkulierende ETH zurückzukaufen und zu verbrennen”. Gemeint ist ein bei Ethereum eingebauter “Burning-Mechanismus“, der für eine stete Angebotsverknappung sorgen könnte.

Ein “digitales Einkaufszentrum”

Der Bericht malt eine rosige Zukunft. Ethereum sei ein “revolutionärer Vermögenswert”, “digitales Öl”, “programmierbares Geld”, “Renditetragende Ware” und “Internet-Reservewährung” in Einem. Unter der Voraussetzung, dass sich die Wertversprechen einlösen, die Tokenomics unter die Arme greifen, und Ethereum die in Rechnung gestellten 70 Prozent “Marktdurchdringung” schafft, könnte VanEcks Prognose von 22.000 US-Dollar bis 2030 aufgehen.

Muss sie aber nicht. Regulierung, Zinsentwicklung und eine nicht schlafende Konkurrenz sind nur einige der Punkte, die VanEck selbst als Hindernisse nennt.

Nicht zuletzt müssen die von der SEC formal bewilligten Ethereum Spot ETFs ohnehin erst einmal zum Handel zugelassen werden. Die Analyse baut wesentlich auf Zuflüsse institutioneller Investoren auf. Einer der Anträge stammt von VanEck. Zumindest da ist sich der Vermögensverwalter aber sicher: “Wir gehen davon aus, dass Spot-Ether-ETFs kurz vor der Zulassung zum Handel an US-Börsen stehen”.

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