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Burn Ether, burnErstmals seit “London” mehr Ethereum verbrannt als produziert

Zum ersten Mal wurden an einem Tag mehr Ether verbrannt, als Miner produziert haben. Der Deflationseffekt könnte zur Wertentwicklung von Ethereum beitragen.

Moritz Draht
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Streichhölzer brennen

Quelle: Shutterstock

Einen Monat nach “London” entfaltet die Hard Fork allmählich ihre Wirkung. Am vergangenen Freitag kippte die Inflationsrate von Ethereum das erste Mal ins Negative. Oder anders: An dem Tag wurden mehr Ether verbrannt, als neue Coins in Form von Block Rewards hinzukamen. Dieses Ungleichgewicht verknappt die nachrückende Angebotsmenge und könnte sich insofern als wesentlicher Kurskatalysator in den kommenden Monaten erweisen – eine hohe Nachfrage vorausgesetzt.

London stellt Ethereum-Versorgung auf den Kopf

Am 5. August hat die Hard Fork London Hand am Gebührenmechanismus bei Ethereum angelegt. Das mit dem Upgrade implementierte EIP-1559 hat eine Basisgebühr für Ether-Transaktionen eingeführt, die sich anhand der Blockauslastung berechnet. Ist das Netzwerk stark ausgelastet, steigen die Gas Fees. Gleiches gilt in umgekehrte Richtung, bei geringer Auslastung verringern sich die Kosten. Gleichzeitig wurde auch die maximale Blockauslastung auf 25 Millionen Gas-Einheiten verdoppelt. Das soll gewährleisten, dass sich die Gebühren auch zu Stoßzeiten auf einem erschwinglichen Niveau einpendeln.

Ganz entscheidend ist jedoch, dass die Gebühren nicht wie zuvor an Miner überwiesen, sondern seit der Hard Fork verbrannt werden. Dadurch verlangsamt sich der Ether-Zufluss: Die Inflationsrate flacht ab. Steigt nun die Blockauslastung wegen eines erhöhten Transaktionsaufkommens an, fallen auch insgesamt mehr Basisgebühren dem Verbrennungsmechanismus zum Opfer, die die hinzukommende Vergütung der Miner von aktuell 2 Ether pro Block schon mal übersteigen kann.

NFT-Hype als Verbrennungsmotor

Dieser Deflationseffekt ist erstmals vergangenen Freitag eingetreten. Laut Etherscan sind allein an dem Tag 13.838 Ether verbrannt worden. Demgegenüber ist der Supply um 13.505 ETH gewachsen – Ein Minus von 303 ETH. Von den verbrannten Ether gingen rund 2.000 ETH allein auf das Konto von der NFT-Handelsplattform OpenSea, die nach wie vor der größte Gas-Fee-Verbraucher im Ethereum-Netzwerk ist.

Dieses Phänomen könnte in Zukunft noch häufiger auftreten, wenn sich der Hype am NFT- und DeFi-Markt hält und für eine weiterhin hohe Netzwerkauslastung sorgt. Für die Kursentwicklung dürfte dies positive Effekte nach sich ziehen. Die Drosselung der Umlaufmenge treibt den Ether-Kurs unweigerlich in die Höhe. Zusätzlich sorgen das Staking und die Einbindung in DeFi-Anwendungen für eine zunehmende Verknappung der Angebotsmenge. So ist der Ether-Kurs bereits seit der Hard Fork am 5. August um 46 Prozent gestiegen. Zu Redaktionsschluss notiert die zweitgrößte Kryptowährung bei 3.912 US-Dollar. Im gleichen Zeitraum hat der Verbrennungsmechanismus 214.000 ETH aus dem Supply entfernt.

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