500.000 statt zwei US-Dollar Gebühr Dieses Unternehmen steckt hinter der Rekord-Bitcoin-Transaktion

Bitcoin im Wert von 2.000 US-Dollar verschicken und dafür eine Gebühr von über 500.000 US-Dollar zahlen? Das ist seit letzter Woche neuer Rekord. Jetzt wurde der Wallet-Besitzer bekannt.

Tim Reindl
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Bitcoin

Beitragsbild: Shutterstock

| Bitcoin trumpft groß auf an der Wall Street

Am vergangenen Sonntag verzeichnete das Bitcoin-Netzwerk eine spektakuläre Transaktion. Ein Nutzer zahlte eine halbe Million US-Dollar Gebühr für einen Transfer von Bitcoin im Wert von 2.000 US-Dollar. Jetzt meldet sich das Unternehmen Paxos und gibt sich als Wallet-Inhaber zu erkennen. Paxos ist im Krypto-Sektor als Stablecoin-Emittent tätig und prägte unter anderen den BUSD von Binance. Jetzt debattiert die Kryptowelt über eine mögliche Rückerstattung.

Chronologie eines Patzers

Am 10. September schlugen Blockchain-Beobachter Alarm. Laut On-Chain-Daten zahlte ein Bitcoin-Nutzer fast 20 BTC an Transaktionsgebühren für die Übertragung von lediglich 0,074 BTC. Alles deutete auf eine Fehlfunktion hin. Die Verarbeitung der Transaktion von Paxos übernahm der Mining-Pool f2. Der Gründer, Chun Wang, gab dem Verursacher Anfang der Woche drei Tage Zeit, sich zu erkennen zu geben und sagte, dass dieser wahrscheinlich eine Rückerstattung erhält.

Am 13. September beanspruchte Paxos die Transaktion für sich. Der Vorfall ereignete sich “aufgrund eines Fehlers, der sich auf eine einzelne Übertragung auswirkte und inzwischen behoben wurde”, so das Unternehmen gegenüber Decrypt. Paxos wies damit die Spekulationen zurück, Paypal stecke hinter der Transaktion. Der falsche Verdacht beruhte auf On-Chain-Analysen des Blockchain-Forensikers Mononaut.

Entscheidung liegt bei den Minern

Miner können aus Kulanz Gebühren zurückzahlen, sind aber nicht dazu verpflichtet. Mit Chun Wang ist Paxos offensichtlich an einen schwierigen Verhandlungspartner geraten. Er schreibt am heutigen 14. September, er sei “genervt” und “bereue es, der Rückerstattung zugestimmt zu haben”. Jetzt lässt er Paxos zappeln, trägt die Verhandlungen in die Öffentlichkeit und lässt seine X-Follower abstimmen, was das beste wäre. Zurückzahlen, an die Miner verteilen, 50-50 aufteilen oder die knapp 20 BTC einfrieren?

Seinen Unmut macht Wang mitunter an einer Lappalie fest. Die Person, die die Rückzahlung beansprucht, benutze das falsche Zeitzonen-Kürzel: EST statt EDT/UTC. “Als das letzte Mal ein Zcash-Typ das tat, habe ich seine gesamte Firma blockiert”. Ob sich der Pool-Betreiber einen Spaß erlaubt, die Medienwirksamkeit nutzen will, oder es Ernst meint, ist unklar. Auch, ob die X-Abstimmung Einfluss auf seine Entscheidung nimmt. X-Nutzer können noch bis Mitternacht abstimmen.

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