Bitcoin, „Neue institutionelle Anlageklasse“: Bitcoin-Report von Morgan Stanley

„Neue institutionelle Anlageklasse“: Bitcoin-Report von Morgan Stanley

Ist Bitcoin nach zehn Jahren noch der alte? Die Analysten der Investmentfirma haben in einem Update zu ihrem Report „Bitcoin Decrypted! A Brief Teach-in and Implications“ den Primus der Kryptowährungen neu definiert.

Der Investmentgigant Morgan Stanley (MS) sieht Bitcoin in einem neuen Stadium. Er habe einen Wandel zur institutionellen Anlageklasse vollzogen. Das geht aus einem Bericht hervor, der auf den 31. Oktober datiert ist. Es handelt sich dabei um ein Update der von MS im Dezember 2017 erstellten Einführung „Bitcoin Decrypted! A Brief Teach-in and Implications“

Hauptthese: Bitcoin durchlebt „rapide Metamorphose“

Der Report zeichnet die verschiedenen Thesen nach, die den Blick des Unternehmens auf Bitcoin bislang bestimmten, und falls vorhanden, auch die jeweiligen Reaktionen des Krypto-Markts. Diese Evolution der Thesen vollzieht sich unter der Grundannahme einer „rapiden Metamorphose“ des Bitcoin.

Bislang haben Kryptowährungen verschiedene Phasen durchlebt, die sich hauptsächlich in der Art ihrer Verwendung unterscheiden. Diese Phasen können sich zudem überlappen.

BTC als anonymes, aber zuverlässiges Geld


Bitcoin, „Neue institutionelle Anlageklasse“: Bitcoin-Report von Morgan Stanley
[Anzeige]
Bitcoin, Ethereum, Ripple, IOTA und die bekanntesten Kryptowährungen auf Plus500 handeln. Warum Plus500? Kostenloses Demo-Konto; Mobile Trading-App; Einzahlungen per PayPal; große Auswahl an verschiedenen Finanzprodukten (Kryptowährungen, Aktien, Rohstoffe, ETFs, Devisen, Indizies).

Jetzt kostenloses Konto eröffnen

Zwischen 2008 und 2016 dominierte noch die Annahme, dass Bitcoin vollständige Anonymität gewährleisten könne. Erst danach verbreitete sich die Erkenntnis, dass ein unveränderliches und öffentlich einsehbares Transaktionsbuch dazu in grundsätzlichem Widerspruch steht.

Die Antwort des Krypto-Marktes folgte mit Privacy Coins wie Monero und Zcash.

Bitcoin als Goldersatz

Auch das Credo vom BTC als Gold-Alternative spiegelt eine noch immer weit verbreitete Betrachtung der Kryptowährung wider. Diese Verwendung als Wertaufbewahrungsmittel gewinne seit 2017 zunehmend an Bedeutung.

Bitcoin als alternatives Bezahlsystem

Hier steht es nach wie vor schlecht um Bitcoin. Von den 500 größten US-amerikanischen eCommerce-Anbietern akzeptieren ihn ganze vier.

Kryptowährungen als Fundraising-Alternative

Anders verhält es sich im Bereich der ICOs. Hier wurden 2018 11,01 Milliarden US-Dollar eingesammelt – 3,86 Milliarden mehr als 2017. Dabei flossen 2018 laut MS bereits 1,62 Milliarden US-Dollar in defekte Coins.

Bitcoin als institutionelle Investitionsklasse

Seit 2017 beobachtet Morgan Stanley ein wachsendes Interesse von institutionellen Großinvestoren. Schätzungen zufolge beträgt die Summe der Krypto-Assets, die gemanagt werden (AUM) 7,1 Milliarden US-Dollar –verglichen mit der Gesamtmarktkapitalisierung ist das nicht gerade viel. Dabei fallen jeweils 48 Prozent auf Hedgefonds und Wagniskapitalfirmen und drei Prozent auf außerbörsliches Eigenkapital.

Institutionelle: Interessiert, aber vorsichtig

Der Report nennt zudem eine Reihe von Beispielen, die das wachsende Interesse der institutionellen Seite belegen sollen. Die Liste wird von dem Investmentriesen Fidelity angeführt, der mit Plänen für einen Krypto-Trrading-Desk für Aufsehen gesorgt hat.

Auch das Fundraising der Krypto-Börse Coinbase findet sich in der Liste. Coinbase hat zuletzt 500 Millionen US-Dollar an Investitionen eingesammelt und schätzt sich selbst auf rund 8 Milliarden US-Dollar.

Zudem sei die Überprüfung des Marktplatzes der Gemini-Börse durch NASDAQ ein weiteres Indiz für zunehmende Verbindungen zwischen Krypto-Space und traditionellem Markt.

Offene Fragen

Aus Kundensicht gebe es laut dem Report bislang vor allem drei Haupthindernisse, die institutionelle Investoren vom Einstieg in den Krypto-Markt abschrecken:

  1. Die unklare Regulierungslage und das daraus resultierende Risiko für ihre Reputation schreckt nach wie vor viele Asset Manager ab.
  2. mangelnde Möglichkeiten zur Aufbewahrung der Kryptowährungen und der private Keys
  3. Ein Mangel an großen finanziellen Institutionen und Asset Managern, die aktuell in den Markt investiert sind – ein etwas zirkuläres Argument.

Der BTC-Kurs ähnelt laut Bericht stark dem Kursverlauf des NASDAQ im Jahr 2000. Letzter konnte sich zum Jahresende aus dem Bärenmarkt verabschieden. Die Frage sei nun, ob das Bitcoin auch gelingt.

BTC-ECHO

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

Bitcoin, „Neue institutionelle Anlageklasse“: Bitcoin-Report von Morgan Stanley
My Two Sats: Bitfinex implementiert Lightning – Was das für Bitcoin bedeutet
Bitcoin

Bitfinex-Kunden können ihre Trading-Konten ab sofort via Lightning mit BTC versorgen. Die Börse nimmt in Sachen Lightning-Adaption damit eine Vorreiterrolle ein. Was das für Bitcoin bedeutet.

Bitcoin, „Neue institutionelle Anlageklasse“: Bitcoin-Report von Morgan Stanley
Australische Drogenfahnder sichern Krypto-Assets in Millionenhöhe
Bitcoin

In einem Paket sichergestellte Drogen brachten australische Ermittler auf die Spur eines Rekordfundes. Wie es zur größten Beschlagnahmung von Krypto-Assets in der Geschichte des Landes kam.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

Bitcoin, „Neue institutionelle Anlageklasse“: Bitcoin-Report von Morgan Stanley
Bitcoin Mining als Lösung gegen Abfackeln von Erdgas?
Mining

Kritiker werfen Bitcoin oftmals vor, dass es durch das energieaufwändige Schürfen zur Umweltsünde wird. Ein neues US-amerikanisches Bitcoin-Mining-Projekt verspricht nun jedoch genau das Gegenteil. Denn Crusoe Energy Systems will nicht nur Emissionen reduzieren, sondern dadurch auch noch Profit erzeugen.

Bitcoin, „Neue institutionelle Anlageklasse“: Bitcoin-Report von Morgan Stanley
Be your own Analyst – Wie komme ich an gute Bitcoin-Daten?
Wissen

Daten, auch im Krypto-Bereich, erzählen Geschichten. Doch wie kann ein Bitcoin-Interessierter diese Geschichten aus den Daten herauslesen? Die ersten Schritte hierzu sollen im Artikel erläutert werden.

Bitcoin, „Neue institutionelle Anlageklasse“: Bitcoin-Report von Morgan Stanley
China: Test digitaler Staatswährung bis Jahresende
Regierungen

Das Wettrennen um die Einführung digitaler Staatswährungen geht in die nächste Runde. Kurz nachdem Frankreich den Test eines digitalen Euro angekündigt hatte, zieht China nun nach. In Shenzen und Suzhou sollen sieben Institute ausprobieren, wie und wofür eine digitale Staatswährung genutzt werden könnte.

Bitcoin, „Neue institutionelle Anlageklasse“: Bitcoin-Report von Morgan Stanley
Blockchain-Strategie der Bundesregierung – Nichts als „heiße Luft“?
Politik

Ab 2020 gelten in Deutschland neue Regeln für die Verwahrung von Krypto-Assets. Allerdings gibt es noch einige offene Fragen, vor allem hinsichtlich der Verwaltung digital verbriefter Wertpapiere in Form von Security Token. In einer Antwort auf eine schriftliche Anfrage des Parlamentariers Frank Schäffler schafft die Bundesregierung Klarheit – wenn auch nur bedingt.

Angesagt

Altcoin-Marktanalyse: Binance Coin gewinnt, Top 10 in bearishen Gefilden
Kursanalyse

Insgesamt ist das Bild bei den Altcoins diese Woche als überwiegend freundlich zu bewerten. Gerade einige Kryptowährungen aus der zweiten und dritten Reihe weisen teils ansehnliche Kursgewinne auf.

Proof of Stake soll Dash-Netzwerk Leben einhauchen
Altcoins

Dash hatte 2019 im Vergleich zu den Vorjahren mit einer schwachen Marktkapitalisierung zu kämpfen. Gründe dafür liegen laut Ryan Taylor in der Vergütungsstruktur des Netzwerks, das eine Verteilung der Blockrewards an Miner und Masternodes vorsieht. Daher hat der CEO nun eine Änderung des Konsensverfahrens in Erwägung gezogen. In Zukunft könnte statt eines Proof of Work ein Proof of Stake zum Einsatz kommen.

Ethereum: Istanbul nach Komplikationen live
Ethereum

Das Ethereum-Netzwerk hat die Hard Fork Istanbul erfolgreich abgeschlossen. Ein Großteil des Netzwerks hat auf die neue Blockchain umgesattelt – entgegen einiger Bedenken von Ethereum-Entwicklern. Der Ether-Kurs konnte von der Fork bislang jedoch nicht profitieren.

Meinungs-ECHO: Bitcoin-Kurs bei 250k – auch ohne Halving
Insights

Ein Schock für die DigiByte Community: Die Bitcoin-Börse Poloniex verbannt den Coin, nachdem der DigiByte-Gründer gegen Tron gestänkert hat. Der US-amerikanische Finanzminister Mnuchin ist Konzernwährungen wie Libra gegenüber prinzipiell offen – solange sie denn nach den Regeln tanzen. Unterdessen erklärt Tim Draper, dass sein Bullentum nicht auf Halvings basiert. Das Meinungs-ECHO.

Warte mal kurz ... !

Kennst du schon unseren Newsletter? Wir versorgen dich kostenlos mit den spannendsten News der Krypto- und Blockchainszene: