Nach Hack: Neuseeländische Bitcoin-Börse Cryptopia wird liquidiert

Phillip Horch

von Phillip Horch

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Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

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Cryptopia, eine Bitcoin-Börse aus Neuseeland, stellt ihren Betrieb nun ein. Nachdem der Handelsplatz für Kryptowährungen nach einem Hack den Betrieb kurzzeitig wieder aufgenommen hatte, sieht sich das Unternehmen nun einer Liquidation gegenüber.

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Cryptopia war bereits im Januar einem Hack zum Opfer gefallen. Im Zuge des Angriffs verlor die Bitcoin-Börse aus Neuseeland zwischenzeitlich bis zu 23 Millionen US-Dollar an Nutzereinlagen. Kurzzeitig ging das Unternehmen dann auch wieder online, nur jedoch, um nun ihre Liquidierung zu verkünden. So heißt es auf der offiziellen Homepage des Unternehmens:

Trotz der Anstrengungen des Managements, Kosten zu reduzieren und das Unternehmen wieder zum Profit zu bringen, kam es zu der Entscheidung, dass die Ernennung von Liquidatoren im besten Interesse von Kunden, Mitarbeitern und Stakeholdern ist.

In diesem Zuge ernannten die ehemaligen Betreiber der Bitcoin-Börse David Ruscoe und Russell Moore von Grant Thornton Neuseeland zu den zuständigen Liquidatoren. Für (mindestens) diesen Zeitraum, so entnimmt man der Pressemitteilung weiter, ist der Handel mit Kryptowährungen auf Cryptopia gesperrt.

Im Hinblick auf die Umständlichkeit der Überprüfungen erwarte man einen längeren Zeitraum der Sperrung, Genaueres könne man noch nicht sagen:

Aufgrund der Komplexität, die hier waltet, erwarten wir, dass die Untersuchung eher Monate anstatt Wochen dauern wird.

Ferner arbeiten die Liquidatoren gemeinsam mit zuständigen Behörden sowie unabhängigen Experten, um den Fall bestmöglich abzuschließen. Im Zuge der Abwicklung wird Grant Thornton alle Kunden und am Unternehmen beteiligten Personen innerhalb der nächsten Tage kontaktieren.

Börsenhacks im Bitcoin-Ökosystem keine Seltenheit

Angriffe auf die Infrastruktur von Bitcoin-Handelsplätzen sind im Blockchain-Kosmos indes keine Seltenheit. So berichtete BTC-ECHO erst kürzlich darüber, dass es im Zuge einer Sicherheitslücke bei Binance zum Verlust von über 7.000 BTC kam. Die stattliche Summe von umgerechnet knapp 40 Millionen US-Dollar versprach die weltweit größte Börse jedoch, schnellstmöglich wieder zurückzuerstatten.

Am Sicherheitsversprechen der Blockchain-Technologie mag das nichts ändern; schließlich bleiben Kryptowährungen an sich sicher. Die Handelsplätze müssen demgegenüber jedoch sicherer werden. Oder dezentraler.

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