Nach Börsenhacks: Gatecoin insolvent, CoinBene gibt nicht auf

Polina Khubbeeva

von Polina Khubbeeva

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Polina Khubbeeva

Polina Khubbeeva studiert Politikwissenschaft am Otto-Suhr-Institut der FU Berlin. Im Studium setzt sie sich besonders intensiv mit dem Verhältnis von Macht und Raum auseinander, weshalb Kryptowährungen für sie besonders im Hinblick auf globale Machtverschiebungen spannend sind.

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Berichte über zwei Probleme bei zwei größeren Börsen sorgen für Unruhe in der Krypto-Community. Gatecoin befindet sich in der Liquidation, CoinBene muss mit einem mutmaßlichen Verlust von mindestens 105 Millionen US-Dollar infolge eines Hacks fertig werden. Wie geht es für die strauchelnde Krypto-Börse weitergeht, ist unklar.

Die aus Hongkong stammende Krypto-Börse Gatecoin leitet ihre Auflösung ein. Dies geht aus einem Dokument mit dem Briefkopf einer Anwaltskanzlei vom 28. März hervor, welches der Branchen-Website The Block zugespielt wurde. Borrelli Walsh ist spezialisiert auf Insolvenzen und erhielt vom obersten Gericht in Hongkong die Administration der Insolvenz von Gatecoin übertragen.

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Gatecoin war im Mai 2016 Opfer eines Hacks. Dieser umfasste 185.000 ETH und 250 BTC, die nach aktuellem Kurs folglich etwa 26 Millionen US-Dollar wert waren.

CoinBene-Schaden: Über 100 Millionen US-Dollar

Erste Meldungen über einen CoinBene-Hack machten bereits am 26. März die Runde. CoinBene ist eine der größten Krypto-Börsen online. Sie ermöglicht demnach auf ihrer Plattform den Handel mit verschiedenen Kryptowährungen, unter anderem Bitcoin, Bitcoin Cash und Monero. Die Plattform soll über 780 Millionen US-Dollar an täglichem Handelsvolumen vorweisen. Der aktuelle Hack brachte der Plattform laut Schätzungen von Experten Verluste von mindestens 105 Millionen US-Dollar ein.

CoinBene dementiert

CoinBene widerspricht den Hacking-Mutmaßungen vehement. Krypto-Händler fürchten das Schlimmste und vermuten, dass CoinBene einen schweren Verlust vertuschen will.

Die Börse behauptet auf Twitter allerdings, die Unregelmäßigkeiten bei den Uploads wären durch ein Wallet-Upgrade entstanden. Dies hätte man als Reaktion auf die Diebstähle bei anderen Börsen programmiert, um die Sicherheit der Assets zu gewährleisten. Die Börse garantiert indes eine vollständige Rückerstattung gemeldeter Verluste.

Am 28. März bekräftigte CoinBene in einem Blogpost diese Version und bittet um Verständnis und Geduld, sollte es aufgrund des Updates zu Unannehmlichkeiten bei der Nutzung kommen.

Unterdessen ermittelt die Analyse-Seite Elementus, dass eine große Menge Ethereum CoinBene verließ. Elementus-CEO Max Galka bezweifelt auf Twitter, dass es bei diesen Transaktionen mit rechten Dingen zuging.

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