Meinungswechsel beim IWF: Lagarde äußert sich positiv gegenüber Krypto

Chiara Bachmann

von Chiara Bachmann

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Chiara Bachmann

Chiara Bachmann studiert im Master Wirtschaft & Recht mit Schwerpunkt Finance an der Hochschule Aschaffenburg. Sie interessiert sich nicht nur für Anwendungen in der Finanzbranche, sondern auch für den gesellschaftlichen Wandel, den die Blockchain mit sich bringen kann. Es ist ihr eine besondere Herzensangelegenheit auch Frauen für die Thematik zu begeistern.

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Vor nicht allzu langer Zeit hat sich die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF) Christine Lagarde nicht besonders positiv über Kryptowährungen geäußert. In ihrem Blogpost erläuterte sie die „dunkle Seite“ von Kryptowährungen und bezeichnete diese als Vehikel für Geldwäsche und Terrorfinanzierung.

In ihrem neusten Beitrag beleuchtet sie allerdings die Vorteile von Kryptowährungen sowie der Blockchain und stellt diese in ein positives Licht.

Die Blockchain kann mehr als Geldwäsche und Terrorfinanzierung


Durch die Dotcom Blase haben einige Unternehmen fusioniert, die nachhaltig unser Leben verändert haben. In Lagardes Augen kann das nun auch für Blockchain-Technologien gelten, die sich langfristig durchsetzen.

Die IWF-Chefin hat sich außerdem mit einigen Vorteilen und Usecases befasst: Kryptowährungen und die Blockchain ermöglichen schnelle, effizientere und günstige Transaktionen, auch in das Ausland. Solange private Kryptowährungen noch riskant und instabil sind, kann es nach Lagarde eine Nachfrage an digitalem Geld, welches durch die Zentralbank ausgegeben wird, geben. Der IWF wird das im kommenden Stabilitätsreport näher erläutern.

Darüber hinaus nannte sie die sichere Aufbewahrung von Informationen und Aufzeichnung, die vor allem auch in der Medizinbranche wichtig ist. Mit Hilfe der Blockchain können außerdem Eigentümerrechte von Menschen in Entwicklungsländern gesichert werden. Das würde zum einen das Vertrauen in den Markt steigern und Investments fördern.

Die Dezentralisierung kann zu einer besseren Diversifikation des Finanzsektors führen. Und damit zu einem Finanzsystem, welches effizienter und potentiell robuster gegenüber Bedrohungen ist.

„Es gibt die Hoffnung, dass dezentralisierte Applikationen, beflügelt durch Krypto-Assets, zu einer Diversifizierung in der Finanzwelt führen können. Eine bessere Balance zwischen Zentralisierung und Dezentralisierung kann zu einem effizienteren und robusteren Finanzsystem führen.“

Regulierung laut der IWF-Chefin trotzdem ein Muss

Bevor Krypto-Assets allerdings das Finanzverhalten nachhaltig verändern können, müssen diese das Vertrauen und die Unterstützung der Konsumenten und Behörden gewinnen.

Auch wenn Frau Lagarde in der Vergangenheit nicht die besten Worte für Kryptotechnologien übrig hatte, ist ihre Anerkennung ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. An ihrer Meinung werden sich einige Menschen orientieren und der Kryptowelt eine Chance geben. Damit ist sie nach Shiller schon die zweite Kritikerin, der in dieser Woche ein Licht aufgeht.

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