Mehr Sicherheit für institutionelle Investoren: Münchener Rück versichert Krypto-Vermögen in Millionenhöhe

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Mehr Sicherheit für institutionelle Investoren: Münchener Rück versichert Krypto-Vermögen in Millionenhöhe

Der Versicherungsriese Münchener Rück hat dem FinTech-Unternehmen Curv eine Police ausgestellt, nach der Investitionen in Kryptowährungen vor Diebstahl gesichert werden. Institutionen und Organisationen dürfen sich dadurch über die Sicherung ihrer Einlagen in Höhe von 50 Millionen US-Dollar freuen.

Viele Menschen wagen sich wegen der Schreckensnachrichten im Krypto-Space nicht an Bitcoin & Co. heran. Sie lesen von einem Hack, dem Verlust von Krypto-Coins und dem drohenden Verbot von Bitcoin. Oft reicht ein kleiner Schubser aus, um das mühsam aufgebaute Vertrauen umzukippen. Besonders wenn es um Geld geht, will man sich in Sicherheit wissen. An dieser Front hat das FinTech-Unternehmen Curv nun einen Meilenstein erreicht und eine Partnerschaft mit dem Versicherungsgiganten Münchener Rück bekannt gegeben.

Die Allianz aus Curv und Münchener Rück

Blockchain und Kryptowährungen stehen bei Versicherungen schon länger auf der Agenda. So berichteten wir bereits Anfang 2017 von der Blockchain Insurance Industry Initiative, zu der auch die Münchener Rück gehört. Curv ist ein US-amerikanisches Unternehmen mit Sitz in New York und einer Forschungsabteilung in Tel Aviv.

„[Wir] werden künftig in der Lage sein, Verluste aus Krypto-Investments zu begleichen“, hieß es in einer Pressemitteilung vom vergangenen Freitag, dem 10. Mai.

Das Unternehmen wendet sich in erster Linie an Organisationen und Institutionen, also genau an diejenigen Investoren, die für flächendeckendes Vertrauen in Bitcoin & Co. sorgen könnten. „Ihr Ansatz erlaubt es uns, eine Police auszugeben, die die von Kunden kontrollierten Wallets im Internetbereich abdeckt“, gab Ali Kumcu, Chef der Abteilung für Cyberinnovation und Cyberdienste der Münchener Rück, zu Papier. So sind nun institutionelle Investitionen in Höhe von 50 Millionen US-Dollar durch die Münchener Rück versichert. Auch wenn „digitale Vermögenswerte weder durch einzelne Cyberattacken noch durch Insiderabsprachen von Curvs Wallet Service geklaut werden können“, wird mit dieser Police eine zusätzliche Sicherheit eingebaut, erklärt Itay Malinger, CEO bei Curv. Damit sind die Investitionen selbst vor Curv und dessen Mitarbeitern sicher. Unser „Produkt nutzt Multi-Party-Computation [MPC] für das Handling der Private Keys, wodurch die Private Keys selbst nicht zum Einsatz kommen“, so Malinger.

Multi-Party-Computation (MPC)


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Bei einer MPC (zu Deutsch etwa: Mehr-Parteien-Berechnung) wird der Private Key gewissermaßen in zwei oder mehrere Teile zerrissen. Dadurch hat keiner der Beteiligten die vollständige Kontrolle über den Private Key. Über ein Protokoll erfolgt dann ein Austausch der verschiedenen Parteien, die zusammen den entsprechenden Output berechnen. Dies funktioniert, ohne dass die Parteien propagieren müssen, wie ihr jeweiliger Teil des Private Key aussieht. Durch diese Multi-Party-Computations „wird dem Signaturmechanismus ein dezentralisiertes Sicherheitskonzept beigefügt“, erklärt Malinger weiter.

„Diese einmalige Lösung des Risikotransfers stellt einen Meilenstein in der Regelung der Versicherung von digitalen Vermögensklassen dar […]. Durch Curvs Institutionellen Wallet Service müssen sich deren Kunden nicht länger um ihre Anlagen sorgen. Der versicherte Service vereint kryptographische Sicherheit, Nutzerfreundlichkeit und Flexibilität einer Cloud.“

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