Digitales Zentralbankgeld Mastercard gibt Banken bei der CBDC-Entwicklung Starthilfe

Alexander Leyde

von Alexander Leyde

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Alexander Leyde

Alexander absolvierte seinen Bachelor in Geschichte, Politik und Soziologie in Würzburg, bevor er in Heidelberg mit dem Geschichts-Masterstudium beginnen wird. Bei BTC-ECHO möchte er sich mit den gesellschaftlichen Implikationen der Blockchain-Technologie auseinandersetzen.

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Mastercard-Gebäude
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Mastercard will Zentralbanken bei der Entwicklung und technischen Umsetzung von CBDCs unter die Arme greifen.

Der Kreditkartenanbieter Mastercard bietet Zentralbanken eine Kooperation im Bereich von Digitalen Zentralbankwährungen (CBDC) an, um diese zu testen. Mit ihrem Werkzeug möchte das Unternehmen es den Banken erleichtern, in dem auf Blockchain basierenden Bereich Fuß zu fassen.

In der Erklärung zitierte das Unternehmen eine Ende des Jahres 2019 durchgeführte Studie der Bank für Internationalen Finanzausgleich: Die Internationale Organisation mit Sitz in Basel erklärte, dass sich 80 Prozent der untersuchten Zentralbanken mit CBDC auseinandersetzen. 40 Prozent seien bereits von der theoretischen Erforschung zu praktischen Tests übergegangen. Auf die Fragen der Bank reagierten Zentralbanken auf allen Kontinenten, nur aus Afrika und Osteuropa kamen auffällig wenig Reaktionen.

Grund genug also, dass sich Mastercard nun selbst an die Notenbanken wendet. Neben diesen möchte der Zahlungsdienstleister auch mit Geschäftsbanken, Tech- und Beraterfirmen zusammenarbeiten. BitPay und Wirex sind nur zwei der Blockchain-Konzerne, die bereits mit von der Partie sind.

Mastercard: Programm soll auf die Zukunft vorbereiten

Das von Mastercard angebotene Programm soll sehr umfassend sein. Dieses wird zuerst die Ausgabe, Verteilung und den Austausch von CBDC imitieren. Die Infrastruktur von Banken über Unternehmen bis zu den Verbrauchern liegt dabei im Interesse der Studien. Der Anwendungsbereich im Konsumentenbereich der digitalen Währungen bildet den zweiten Schwerpunkt, also das Bezahlen von Gütern und Leistungen.

Daneben ziehen auch das Design der Technologie und ihrer Anwendungen zusammen mit der Interoperabilität mit bereits bestehenden Programmen das Interesse auf sich. Die letzte Stufe der Tests bildet die Evaluation der Arbeit der Zentralbanken. Zusätzlich zu technischem Aufbau und Sicherheit soll hier die Erprobung des Designs und der Operationen den Fokus bilden. Mastercard will dabei immer individuell auf die speziellen regionalen Anforderungen der einzelnen Banken eingehen.

Innovation „Digitale Zentralbankwährung“

Digitales Zentralbankgeld soll Fiatwährungen wie Euro (EUR) und US-Dollar (USD) unterstützen. Nach der Implementierung können beispielsweise Mittelsmänner wie Geschäftsbanken übersprungen werden; ein Konzept, welches die Chinesische und die Brasilianische Zentralbank schon im Jahr 2022 verwirklicht haben wollen. Zentralbanken wollen so außerdem die Geschwindigkeit von Transaktionen erhöhen und die Überweisungskosten senken.

Für das amerikanische Unternehmen ist das kein unbekanntes Terrain. Mastercard hat bereits 116 Patente im Blockchain-Bereich angemeldet, so etwa erst im August ein System für die Abrechnung von Mikrozahlungen. Die geplanten Kooperationen sind für Mastercard außerdem ein Weg, um in der Zukunft seine Relevanz als Zahlungsdienstleister zu behalten.

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