Malware-Alarm: Schadsoftware auf Monero-Website führt zu Coin-Verlust

David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 3 Minuten

David Scheider

Kryptowährungen sind Davids Leidenschaft. Deshalb studiert er jetzt Digital Currency an der Universität Nicosia – und schreibt nebenher für BTC-ECHO. Von Bitcoin hält David einiges, vom allgemeine Hype um die Blockchain-Technologie eher weniger.

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Quelle: Shutterstock

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Auf getmonero.com kursiert Schadsoftware. Nach Angaben des Monero Core Teams, ist die offizielle Monero (XMR) Wallet mit Malware belegt. Nutzer sollten kürzlich heruntergeladene Monero Wallets nicht arglos in Betrieb nehmen – es droht der Verlust von eingezahlten Coins.

Nach Inhalt eines Posts auf dem Monero-Reddit-Kanal laufen XMR-Nutzer Gefahr, sich beim Download der offiziellen Monero Wallet Schadsoftware einzufangen. Der Blog-Post, den das Monero Core Team am Dienstag, dem 19. November, veröffentlicht hatte, warnt vor kompromittierter Wallet Software. Demnach kann die Installation von Wallets für das Linux-Betriebssystem den Verlust aller darauf abgelegten Coins zur Folge haben.

Zum jetzigen Kenntnisstand sind allerdings lediglich Command Line Interface (CLI) Wallets, also solche, die Nutzer per Kommandobefehl steuern, betroffen.

Security Warning: CLI binaries available on getmonero.org may have been compromised at some point during the last 24h. from Monero

Auf Reddit hatte u/binaryFate darauf hingewiesen, dass der Hash der Binärdaten der fraglichen CLI Wallet nicht mit dem von Monero ausgewiesenen Hash übereinstimmt. Laut GitHub müsste der Hash für die 64-Bit Linux Wallet folgendermaßen lauten:

  • 5decc690a63aab004bae261630980e631b9d37a0271bbe0c5b477feffcd3f8c2

Stattdessen errechnet GitHub-Nutzer nikitasius folgenden Hash für besagte Wallet:

  • 7ab9afbc5f9a1df687558d570192fbfe9e085712657d2cfa5524f2c8caccca31

Nutzer sind angewiesen, die Binärdaten von kürzlich heruntergeladener Monero Software zu hashen und mit den offiziellen Hashs abzugleichen. Ergeben sich Widersprüche, handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um Schadsoftware. Dies bestätigte Scott Anecito, seines Zeichens Software-Entwickler und Experte für Cybersicherheit auf GitHub.

Ich kann bestätigen, dass die bösartige Binärdatei Coins stiehlt. Ungefähr 9 Stunden nachdem ich die Binärdatei ausgeführt hatte, leerte eine einzelne Transaktion die gesamte Wallet. Ich habe den Code gestern gegen 18 Uhr heruntergeladen,

heißt es vonseiten Anecitos.

Wie genau die kompromittierte Linux Software in den Downloadbereich auf der offiziellen Website kommt, ist gegenwärtig unklar.

Bei einem Hash handelt es sich um die Abbildung einer großen Datenmenge auf eine kleinere Zielmenge. Daten, die mit der gleichen Funktion gehasht werden, ergeben immer denselben Hash. Ändern sich jedoch die Eingabedaten minimal, so verändert sich die gehashte Zielmenge signifikant. Dadurch kann man feststellen, ob die Datenintegrität bewahrt worden ist.

Malware Mining: Die schwelende Gefahr

In Sachen Malware weist der Privacy Coin Monero mittlerweile eine unrühmliche Historie auf. Schließlich machen seit geraumer Zeit immer wieder Meldungen von sogenannten Malware Minern die Runde. Dabei handelt es sich um Schadsoftware, die infizierte Rechner dazu bringt, Rechenleistung für das Monero Mining aufzubringen.

Zu Bekanntheit brachte es etwa das Botnet Smominru. Dabei handelt es sich um ein Netzwerk aus Schadprogrammen, das bis zu 500.000 Rechner befallen haben soll. Nach Inhalt eines Berichts der IT-Sicherheitsfirma Carbon Black soll allein Smominru XMR im Gegenwert von etwa 3,3 Millionen US-Dollar gemint haben. BTC-ECHO berichtete.


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