Verbot von Privacy Coins? Litecoin startet MimbleWimble Testnet – Privacy bald auch in Bitcoin?

Leon Waidmann

von Leon Waidmann

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Leon Waidmann

Leon Waidmann studiert Politik- und Verwaltungswissenschaften an der Universität Konstanz. Seit 2016 ist Leon begeistert von Kryptowährungen sowie der Blockchain-Technologie und befasst sich vor allem mit den politischen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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Litecoin (LTC) plant den Release des MimbleWimble-Mainnet für das Jahr 2021. Chef Entwickler des MimbleWimble Protokolls David Burkett, startete das Testnet am 1. Oktober. Dennoch will er die vollständige Freigabe von MimbleWimble den Minern und Node-Betreibern des Litecoin-Netzwerkes überlasen.

MimbleWimble ist eine modifizierte Implementation des Proof-Of-Work-Algorithmus, der Bitcoin (BTC) zugrunde liegt. Einfach gesagt, erscheinen bei diesem Algorithmus Blöcke als eine einzige große Transaktion. Die Ein- und Ausgänge, die mit den Transaktionen zusammenhängen, sind dadurch nicht identifizierbar und somit anonym.

Privacy-Features auch bald für Bitcoin?


Aufgrund der Ähnlichkeit, des Litecoin– und Bitcoin-Netzwerkes sehen viele Litecoin als Testnet für zukünftige Bitcoin-Funktionen. Die Krypto-Community fragt sich desshalb, ob auch bald mit Privacy-Funktionen auf der Bictoin-Blockchain zurechnen ist.

Ein Update des Chef Entwicklers David Burkett, lässt vermuten, dass allein die Implementation auf dem Litecoin-Netzwerk noch einige Monate ins Anspruch nehmen wird.

Im Moment gibt es noch eine Reihe von Problemen in unserem Code sowie bei der Konsensfindung. Sobald ich sicher bin, dass alles wie geplant funktioniert und es keine Sicherheitsschwächen gibt, werde ich das Mainnet starten.

Aus diesem Grund scheint eine MimbleWimble Einführung auf der Bitcoin-Blockchain in der nächsten Zeit äußerst unwahrscheinlich. Für die Zukunft, kann ein erfolgreicher Start von MimbleWimble, aber durchaus positiv für die zukünftige Entwicklungen des Bitcoin-Netzwerk sein.

Europol Gutachten: Corona-Pandemie fördert Innovation in der Cyberkriminalität

In einem aktuellen Bericht zur Bewertung der Bedrohungslage im Bereich der organisierten Kriminalität im Internet (IOCTA), stellt Europol fest, dass sich die Cyberkriminalität erheblich durch die Corona-Pandemie verändert. Insbesondere Coin-Mixer wie das Wasabi-Wallet und Samurai-Wallet werden erwähnt und als Risiko eingestuft.

Diese Wallets mischen Coins mehrer Benutzer, die getrennte Transaktionen durchführen, so dass ein dezentralisierter Coin-Mixer entsteht, der den Ursprung der Transaktionen verschleiert. Europol erklärt, dass die Betreiber von Darknet-Marktplätzen zunehmend dazu übergehen, Coin Mixer in ihre Plattformen zu integrieren.

Darüber hinaus, stellt Europol fest das Bitcoin immer noch die dominierende Währung im Darknet ist. Jedoch gab Europol bekannt, das Kryptowährungen mit Privacy Fokus wie Monero (XMR), Zcash (ZEC) und Dash (DASH) immer beliebter werden.

Es hat eine Zunahme der Verwendung von Kryptowährungen mit verstärkten Privacy-Funktionen gegeben. Monero ist der etabliertest Privacy Coin im Darknet geworden, gefolgt von Zcash und Dash. All diese Privacy Coins stellen große Regulatorische Hindernisse dar.

Europol stuft die missbräuchliche Verwendung von Privacy Coins, Privacy Wallets und Coin Mixer als eine der größten Bedrohungen ein, die vom organisierten Verbrechen im Internet ausgehen.

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