Im vergangenen US-Wahlkampf zählte Joe Rogan noch zu den größten Unterstützern Donald Trumps, nun übt er in seinem Podcast harsche Kritik und regt sich dabei explizit über die Krypto-Deals des Präsidenten auf.
“Absolut schäbig”, so beschreibt Joe Rogan die Krypto-Geschäfte Donald Trumps in der aktuellen Folge seines Podcasts Joe Rogan Experience. Darin lässt der 59-jährige ehemalige Comedian und UFC-Kommentator kein gutes Haar am US-Präsidenten aus.
Die Geschäfte seien “verrückt”, überraschten Rogan aber offenbar nicht. “Diese Regierung hat Dinge getan, wie noch keine vor ihr. Und eins davon ist dieses Krypto-Zeug”, sagte er. Kryptowährungen selbst hält der Podcaster mit Millionenpublikum übrigens für “ziemlich zwielichtig”.
Joe Rogan “Verhaftet ein paar Leute”
Unter Donald Trump fährt das Weiße Haus eine industriefreundliche Politik, lockert Vorschriften und bringt neue Gesetze auf den Weg. Dass der Präsident “Milliarden mit Krypto gemacht” habe und zeitgleich seine Söhne in Krypto-Unternehmen involviert seien, erfordere für Rogan, dass man genauer hinsehe. “Fangt an zu graben und verhaftet ein paar Leute”, so seine Forderung.
Vor kurzem hatte der Präsident seine Krypto-Verdienste offengelegt. Rund 1,4 Milliarden US-Dollar flossen aus seinen Beteiligungen an World Liberty Financial und dem Memecoin $TRUMP. Andere Schätzungen gehen von einem weit höheren Profit aus.
Trumps Krypto-Geschäfte stehen aber nicht nur aufgrund der erzielten Gewinne in der Kritik. In der Vergangenheit kamen immer wieder Vorwürfe auf, der Präsident lasse sich beeinflussen, so etwa im Fall Justin Sun oder Changpeng Zhao. Das Weiße Haus wies Interessenkonflikte des Präsidenten stets zurück.
Die Demokraten fordern auch deshalb verpflichtende Ethik-Klauseln für staatliche Repräsentanten im Clarity Act. Beim Krypto-Gesetz kam es in den vergangenen Monaten immer wieder zu Verzögerungen, weil keine parteiübergreifende Mehrheit zustande kam. Der nächste Abstimmungstermin soll nun im Dezember stattfinden.
