Mixer, Bitcoin Mixer: Nur 11 Prozent der Coins für illegale Aktivitäten genutzt

Quelle: Shutterstock

Bitcoin Mixer: Nur 11 Prozent der Coins für illegale Aktivitäten genutzt

Nach Inhalt eines Webinars, das die Blockchain-Analysefirma Chainalysis gehalten hat, missbrauchen Nutzer Bitcoin Mixer nur in seltenen Fällen, um illegale Geschäfte zu kaschieren. Nur durchschnittlich elf Prozent des Mixing-Bestands stamme demnach aus illegalen Aktivitäten wie dem Darknet-Handel.

Bitcoin Mixer stellen die Behörden vor Schwierigkeiten. Einerseits sollte der Ruf nach Privatsphäre in liberalen Demokratien bei Entscheidungsträgern nicht auf taube Ohren stoßen. Andererseits machen Bitcoin Mixer wie Bestmixer das Aufklären von Straftaten wie dem illegalen Darknet-Handel schwierig bis unmöglich.

Denn ohne das Mischen von Coins durch Dienste wie Wasabi oder Samurai ist Bitcoin nicht anonym, sondern pseudonym. Ermittler können alle Zahlungsvorgänge auf der Blockchain transparent einsehen. Sobald eine Verbindung zu Klarnamen in der analogen Welt besteht, wird aus Segen Fluch und alle Zahlungen – ob legaler oder illegaler Art – liegen offen.

Aus diesem Grund werden Mixer immer beliebter – zum Bedauern der Behörden. Schließlich erlauben sie bei korrekter Handhabe, anonym BTC auszugeben und zu speichern. Um der angeblich überbordenden illegalen Nutzung von BTC Herr zu werden, geraten Bitcoin Mixer daher seit geraumer Zeit immer öfter ins Fadenkreuz der Ermittlungsbehörden. So haben niederländische Behörden Bestmixer bereits am 24. Mai dieses Jahres abgeschaltet, wir berichteten.

Nur 2,7 Prozent stammen aus dem Darknet

Doch der Anteil der gemischten Coins ist nach Angaben der Blockchain-Analysefirma Chainalysis relativ gering. „Viele Menschen nutzen Mixer lediglich für persönliche Privatheit“, erklärt Hannah Curtis, Managerin bei Chainalysis. „Wir wissen aber, dass immer noch eine große Menge an illegalen Geldern auf Mixern landen“, heißt es weiter.


Mixer, Bitcoin Mixer: Nur 11 Prozent der Coins für illegale Aktivitäten genutzt
[Anzeige]
Bitcoin, Ethereum, Ripple, IOTA und die bekanntesten Kryptowährungen auf Plus500 handeln. Warum Plus500? Kostenloses Demo-Konto; Mobile Trading-App; Einzahlungen per PayPal; große Auswahl an verschiedenen Finanzprodukten (Kryptowährungen, Aktien, Rohstoffe, ETFs, Devisen, Indizies).

Jetzt kostenloses Konto eröffnen

Um genau zu sein zeigen die Daten von Chainalysis, dass lediglich 8,1 Prozent der gemixten Satoshis aus Diebstählen stammen. Weitere 2,7 Prozent entstammten Darknet-Transfers. Zusammengefasst kommt man so auf lediglich knapp 11 Prozent gemixter Coins, die auf illegale Geschäftspraktiken zurückgehen. In diesem Lichte wirkt auch das Verbot von Bestmixer unverhältnismäßig.

Der überwiegende Teil stamme schlicht von Exchanges. Die Motive, BTC privat zu verwenden, können vielfältig sein. Solange Nutzer mit den Bitcoin jedoch keine illegalen Praktiken finanzieren, erscheint die Nutzung von Mixern und Tumblern legitim.

Bevor die niederländische FIOD Bestmixer.io abgeschaltet hat, mischte der Dienst über 27.000 Coins.

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

Mixer, Bitcoin Mixer: Nur 11 Prozent der Coins für illegale Aktivitäten genutzt
GateHub kämpft mit gewaltigem Datenleck – 1,4 Millionen Accounts offengelegt
Sicherheit

Der Wallet-Betreiber GateHub muss mit einem gewaltigem Datenleck kämpfen. Im Zuge eines Hacks gelangten zuletzt die Kontoinformationen von insgesamt 1,4 Millionen Nutzern an die Öffentlichkeit. Ein Sicherheitsexperte will nun die Echtheit der Daten überprüft haben.

Mixer, Bitcoin Mixer: Nur 11 Prozent der Coins für illegale Aktivitäten genutzt
Bearishes Signal? Bitcoin Miner kapitulieren
Bitcoin

Das Bitcoin Hash Ribbon hat sich gedreht. Dies deutet auf die Kapitulation einer Vielzahl von Minern hin. Doch wie berechtigt ist die Angst vor einem Abrutschen des Kurses?

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

Mixer, Bitcoin Mixer: Nur 11 Prozent der Coins für illegale Aktivitäten genutzt
GateHub kämpft mit gewaltigem Datenleck – 1,4 Millionen Accounts offengelegt
Sicherheit

Der Wallet-Betreiber GateHub muss mit einem gewaltigem Datenleck kämpfen. Im Zuge eines Hacks gelangten zuletzt die Kontoinformationen von insgesamt 1,4 Millionen Nutzern an die Öffentlichkeit. Ein Sicherheitsexperte will nun die Echtheit der Daten überprüft haben.

Mixer, Bitcoin Mixer: Nur 11 Prozent der Coins für illegale Aktivitäten genutzt
Bitcoin ETF: SEC gibt Bitwise-Antrag zweite Chance
Invest

Der Bitwise Bitcoin ETF erhält eine zweite Chance, von der US-amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde SEC durchgewunken zu werden. Was die Behörde zu dem Sinneswandel bewegt hat, ist bislang noch unklar. Die Behörde sammelt nun bis zum 18. Dezember weitere Meinungen zur Causa Bitwise Bitcoin ETF. Mit einer endgültigen Entscheidung ist wohl erst 2020 zu rechnen.

Mixer, Bitcoin Mixer: Nur 11 Prozent der Coins für illegale Aktivitäten genutzt
Bearishes Signal? Bitcoin Miner kapitulieren
Bitcoin

Das Bitcoin Hash Ribbon hat sich gedreht. Dies deutet auf die Kapitulation einer Vielzahl von Minern hin. Doch wie berechtigt ist die Angst vor einem Abrutschen des Kurses?

Mixer, Bitcoin Mixer: Nur 11 Prozent der Coins für illegale Aktivitäten genutzt
China: Huawei entwickelt Regierungsblockchain
Blockchain

Der chinesische Technologie-Konzern Huawei entwickelt eine Blockchain für die chinesische Regierung, um den Datenaustausch zwischen politischen Institutionen und öffentlichen Behörden zu optimieren. Statt vieler zentraler Datensilos soll mit der Blockchain ein dezentrales Register eingesetzt werden. Huawei schafft somit eine Infrastruktur, die den politischen Interessen der Parteiführung in die Karten spielt.

Angesagt

„Brücke des Vertrauens“: VeChain und Partner lancieren Blockchain-Plattform
Blockchain

Blockchainbasierte Plattformen für das Tracking von Produkten schießen jüngst wie Pilze aus dem Boden. Das aktuelle Beispiel: Foodgates. Die Lebensmittelplattform operiert auf der öffentlichen Blockchain von VeChain, zudem möchte sie eine interkontinentale „Brücke des Vertrauens“ zwischen Frankreich und China schlagen.

Malware-Alarm: Schadsoftware auf Monero-Website führt zu Coin-Verlust
Altcoins

Auf getmonero.com kursiert Schadsoftware. Nach Angaben des Monero Core Teams, ist die offizielle Monero (XMR) Wallet mit Malware belegt. Nutzer sollten kürzlich heruntergeladene Monero Wallets nicht arglos in Betrieb nehmen – es droht der Verlust von eingezahlten Coins.

Deutsche Börse und Swisscom tokenisieren Wertpapiere
Blockchain

Deutsche Börse und Swisscom haben gemeinsam mit der Falcon Private Bank, Vontobel und der Zürcher Kantonalbank Wertpapiergeschäfte mit tokenisierten Aktien auf Blockchain-Basis abgewickelt. Durch diesen Proof of Concept zeigen die Partnerbanken auf, wie eine Wertpapierabwicklung von Aktien kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) mittels DLT künftig aussehen könnte.

Über den Wolken: Hahn Air verkündet Blockchain-Jungfernflug
Blockchain

Der deutschen Charter Airline Hahn Air ist nach eigenen Angaben eine Weltpremiere geglückt. In einem Testlauf gelang der Fluggesellschaft die erste mithilfe von Blockchain-Technologie verwaltete Flugreise. Dabei wurden Angebot, Reservierung und Bezahlung der Tickets vollständig mithilfe der Open-Source-Plattform des Schweizer Blockchain-Start-ups Winding Tree abgewickelt.

Warte mal kurz ... !

Kennst du schon unseren Newsletter? Wir versorgen dich kostenlos mit den spannendsten News der Krypto- und Blockchainszene: