Japan, LINE: Japans beliebteste Chat-App integriert Kryptowährungen

Quelle: https://www.shutterstock.com/de/image-photo/chonburi-thailand-november-19-2017-apple-758313604?src=6cqg5LXccKf2SiU0UucrpQ-1-12

LINE: Japans beliebteste Chat-App integriert Kryptowährungen

Die kostenlose Chat-App LINE verzeichnet derzeit 168 Millionen Nutzer, die darüber regelmäßig kommunizieren. Wie die Japan Times berichtet hat, verhandelt die Betreibergesellschaft derzeit mit mehreren Unternehmen, um Kryptowährungen in den mobilen Bezahlservice LINE Pay zu integrieren. Nach der Bekanntgabe schossen die Aktien des Unternehmens in die Höhe.

Die Line Corp. betreibt in Japan die beliebteste Chat-Software auf tragbaren Geräten. Momentan sollen nach Insiderinformationen Verhandlungen mit mehreren namentlich nicht genannten Unternehmen laufen, um Kryptowährungen in den tragbaren Bezahldienst LINE Pay zu integrieren. Nicht nur die Popularität der App soll damit vergrößert werden. Auch sollen die Anwender dazu verleitet werden, immer wieder zu dieser App zurückzukehren. LINE Pay steht auch den deutschen Anwendern zur Verfügung, allerdings kann dort momentan nur mit einer der anerkannten Kreditkarten bezahlt werden. Die Bezahlplattform LINE Pay wurde im Jahr 2014 gegründet und arbeitet momentan mit 30 japanischen Banken zusammen. Damit bezahlen mehr als 30 Millionen Japaner. Der Wert wird aktuell auf 10,75 Milliarden US-Dollar geschätzt. Nach Informationen des Nachrichtendienstes Bloomberg sollen momentan auch Verhandlungen mit Vertretern der südkoreanischen Handelsplattform UPbit laufen. Offiziell wollte dazu aber niemand Stellung beziehen. Nach der Bekanntgabe dieses Gerüchts aus anonymen Kreisen schoss die Aktie kurzfristig um 10 % in die Höhe. Im Dezember letzten Jahres wurde behauptet, UPbit habe sogar das Handelsvolumen des Marktführers Bithump überholt. Bei UPbit werden aufgrund der Zusammenarbeit mit Bittrex mehr als 120 verschiedene Kryptowährungen gehandelt.

Die Geschäftsleitung von LINE hofft mit dem neuen Feature, einen Wettbewerbsvorteil gegenüber den sozialen Netzwerken Facebook und Snapchat zu erlangen, zumal Facebooks CEO Mark Zuckerberg kürzlich das Thema Kryptowährungen selbst ins Gespräch gebracht hat. Die Nutzer der App leben zumeist in Thailand, Taiwan und Japan. Sie verschicken am häufigsten süße oder ausdrucksstarke Sticker (Grafiken) im Hello-Kitty-Stil an ihre Kontakte und nutzen LINE zum Beispiel für Essensbestellungen, ihre Jobsuche oder das Anschauen von Video-Streams. Da dabei häufig kostenpflichtige Dienste in Anspruch genommen werden, erscheint die Integration von Kryptowährungen als neue Bezahloption logisch.

LINE bei Tests gut bewertet, fristet hierzulande ein Nischendasein

Die deutsche Presse lobt die Möglichkeit, dass man diese Chat-App nutzen kann, ohne der Software wie bei WhatsApp und anderen Wettbewerbern, obligatorisch den Zugriff auf das Telefonbuch des eigenen Smartphones gewähren zu müssen. Auch wird in Tests lobend hervorgehoben, dass im Geschäftsmodell der Line Corp. derzeit noch nicht die Sammlung und Analyse des Nutzungsverhaltens der Anwender vorgesehen ist. Dabei muss sich diese Software im Vergleich zur Konkurrenz nicht verstecken, wenn es darum geht, mit der App zu chatten oder zu telefonieren. Die kostenlose Software ist plattformübergreifend für Tablet-PCs und Smartphones mit Android, Windows Phone und BlackBerry als auch in der Desktop-Variante für Windows und Mac OS X verfügbar. Darüber hinaus gibt es die App auch als Erweiterung für den Browser Chrome. Einziger Nachteil ist die geringe Anzahl europäischer Nutzer. Für einen Chat oder Telefonat müssen natürlich beide Kommunikationspartner diese App installiert haben.

BTC-ECHO

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

Japan, LINE: Japans beliebteste Chat-App integriert Kryptowährungen
Bitcoin-Optionen: Bakkt legt vor, CME zieht nach
Bitcoin

Die Chigagoer Börse CME hatte noch vor Bakkt angekündigt, Optionen auf ihre Bitcoin-Derivate anbieten zu wollen. Mittlerweile wurde CME dabei von dem neuen Player überholt. Nun hat die CME einen konkreten Starttermin für ihr Derivat bekannt gegeben.

Japan, LINE: Japans beliebteste Chat-App integriert Kryptowährungen
Bitcoin-Kurs im Spannungsfeld – Die Lage am Mittwoch
Bitcoin

Der Blick auf den Bitcoin-Kurs und das Blockchain-Ökosystem eröffnet ein Spannungsfeld zwischen langfristiger Innovation und kurzfristiger Spekulation. Wie sind die Aussichten auf lange Sicht?

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

Japan, LINE: Japans beliebteste Chat-App integriert Kryptowährungen
OneConnect will an die Wall Street – und kehrt Hongkong den Rücken  
Invest

Das chinesische Fintech OneConnect plant den Börsengang in den USA. Einen entsprechenden Listungsantrag hat das Unternehmen bei der US-Wertpapierbehörde Securities and Exchange Commission (SEC) eingereicht. Ursprünglich sollten die Anteile des AI- und Blockchain-Dienstleisters in Hongkong gehandelt werden.

Japan, LINE: Japans beliebteste Chat-App integriert Kryptowährungen
Offene Wallet für offenes Web: Brave 1.0 soll das Internet retten
Altcoins

Brave bringt eine neue Browser-Version heraus. Mit Brave 1.0 können zukünftig auch Nutzer von iPhone und iPad auf den Browser zugreifen, der Datenschutz und Privatsphäre verspricht. Der Ansatz von Brave könnte das Internet grundlegend verändern: Mit einem eigenen Token (BAT) können Benutzer über die Plattform Brave Rewards für Inhalte spenden – und im Gegenzug BAT für angezeigte Werbeinhalte erhalten.

Japan, LINE: Japans beliebteste Chat-App integriert Kryptowährungen
xx Coin: David Chaum kündigt Coin für quantensicheres Netzwerk an
Sicherheit

Der Kryptographie-Pionier David Chaum hat den XX Coin angekündigt. Dieser soll auf dem xx-Netzwerk laufen, das unter anderem eine quantensichere Sicherheits- und Privatsphäre-Umgebung bietet.

Japan, LINE: Japans beliebteste Chat-App integriert Kryptowährungen
SAP und EY unterstützen Ethereum-basierte Weinplattform
Blockchain

Track ALL the things! Getreu diesem Motto startete ein Unternehmen aus Singapur jüngst einen blockchainbasierten Marktplatz für Wein. Eine derartige Plattform ist heutzutage bei weitem kein Einzelfall mehr. Ob Trinken oder Essen, ob mit oder ohne Alkohol, immer mehr Unternehmen beginnen, die inhärenten Vorteile der Blockchain-Technologie zu nutzen.

Angesagt

CashOnLedger im Interview: „Wir haben den Euro auf die Blockchain gebracht“
Blockchain

Oftmals fehlt es noch an Schnittstellen, um die traditionelle Bankenwelt mit der Krypto-Ökonomie zu verbinden. Genau dies möchten die Gründer von CashOnLedger ändern und haben eine Art Tokenisierungsschnittstelle zwischen Bankkonto und Wallet entwickelt. Wie der Euro auf der Blockchain funktioniert und welche Hürden noch genommen werden müssen, haben uns Serkan Katilmis und Maximilian Forster von CashOnLedger im Interview verraten.

Telegram schießt zurück: SEC betreibe „Ad-hoc“-Justiz
Altcoins

Im Rechtsstreit zwischen dem Messaging-Anbieter Telegram und der US-amerikanischen Securities and Exchange Commission (SEC) hat Telegram nun seinerseits Vorwürfe gegen die SEC erhoben. Telegram unterstellt der SEC unter anderem, es versäumt zu haben, hinreichende Klarheit darüber zu schaffen, wie digitale Assets wie Kryptowährungen zu klassifizieren sind. Dabei führt Telegram auch Aussagen an, die von KommissarInnen der SEC selbst stammen.

Ripple: Thailand und Laos proben Sofortüberweisungen mit ILP
Blockchain

Die thailändische Bankeinheit der japanischen MUFG Bankengruppe startet grenzüberschreitende Blockchain-Zahlungen.

McDonalds, Nestlé und Co. testen Blockchain für Werbung
Blockchain

Die Blockchain Technologie hat schon in vielen Lebensbereichen für mehr Transparenz und Effizienz gesorgt. Kein Wunder also, dass die Technologie auch im Sektor der digitalen Werbung mit Mehrwert Verwendung findet. Die in Großbritannien ansässige, branchenübergreifende Organisation JICWEBS hat nun neue Teilnehmer an ihrem Blockchain-Pilotprojekt für digitale Werbung bekannt gegeben. Zu den großen Teilnehmern gehören beispielsweise Nestlé, O2 und McDonalds.