Japan verlangt von Bitcoin-Börsen die Stärkung der internen Aufsicht

Patrick Pehl

von Patrick Pehl

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Patrick Pehl

Patrick Pehl arbeitet als freier Journalist in Berlin. Dort macht er auch Podcasts und erdenkt in kreativen Prozessen für verschiedene Kunden originelle PR Konzepte. Allerdings ärgert sich sich noch heute die ersten Bitcoins für einen mittelmäßigen Burger ausgegeben zu haben.

Quelle: Shutterstock

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Japans Finanzaufsicht will die Verwaltung von Cold Wallets bei Bitcoin-Börsen regulieren. Die mit dem Netz verbundenen Hot Wallets sind bereits unter Aufsicht der japanischen Finanzaufseher. Dies scheint eine Folge aus den Raubzügen und der Probleme in den vergangenen Monaten zu sein.

Japans Finanzaufsichtsbehörde (FSA) will Marktplätze, die mit Bitcoin & Co. handeln, vorschreiben, eine strengere interne Überwachung ihrer Cold Wallets zu betreiben. Das will die Nachrichtenagentur Reuters aus einer Quelle im direkten Umfeld der FSA erfahren haben. Eine Cold Wallet ist nicht mit dem Internet verbunden und somit vor elektronischen Angriffen besser geschützt.

Japan braucht mehr Bitcoin-Börsen


Die japanische Wirtschaft stottert, darum ist es erklärtes Ziel der japanischen Regierung, FinTech-Unternehmen anzusiedeln. Jedoch trägt die Finanzaufsicht dem hohen Risiko eines unregulierten Marktes jetzt anscheinend Rechnung, um die Sicherheit der Einlagen zu schützen.

Im vergangenen Jahr kamen einige Sicherheitslücken bei Bitcoin-Börsen zum Vorschein. Nun hat die FSA die Plattformen aufgefordert, die Verwendung von weniger sicheren Hot Wallets, also mit dem Internet verbundenen Bitcoin-Portemonnaies, einzuschränken.

Allerdings hat die FSA bemerkt, dass es auch interne Risiken gibt. Beispielsweise fiel im März die Krypto-Börse Bithumb einem Innentäter zum Opfer, der es auf die Cold Wallets abgesehen hatte. „Einige Börsen haben keinerlei Regeln, nach denen das für die Lagerung zuständige Personal in regelmäßigen Abständen ausgetauscht wird”, wird die Quelle zitiert.

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Mehr als ein Dutzend registrierte Krypto-Börsen in Japan

In dem Inselstaat im Pazifik gibt es mehr als ein Dutzend registrierter Handelsplätze für Kryptowährungen. Einige davon haben den Betrieb jedoch noch nicht aufgenommen.

Laut Reuters werden die teilweise unsicheren Bitcoin-Börsen eine Anordnung der japanischen Finanzaufsicht erhalten, ihre Sicherheitsmaßnahmen zu erhöhen.

Die FSA wird die Börsen, die sie für unsicher hält, anordnen, um ihre Sicherheit zu verbessern. Auf telefonische Anfrage von BTC-ECHO konnte keine Stellungnahme eingeholt werden. Die FSA wollte sich zu diesem Zeitpunkt nicht äußern.

Im vergangenen Jahr wurden von der Tokioter Krypto-Börse CoinCheck Coins NEM-Token im damaligen Wert von rund 530 Millionen US-Dollar, also rund 430 Millionen Euro, gestohlen. Bereits im Jahr 2017 hatte der Staat im Pazifik den Austausch von Kryptowährungen reguliert. Damit war es weltweit das erste Land, das begann, den Bitcoin-Handel zu regulieren.

Der Schritt erscheint sinnvoll, auch in Hinblick auf klassische Banken, die eine Vielzahl von Regularien umzusetzen haben. Auch eine Bank muss ihre Bargeldbestände besonders sichern sowie einen Teil bei der jeweiligen Nationalbank hinterlegen.


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