Teilnahme am Innovationswettbewerb „Schaufenster Sichere Digitale Identitäten“
Schaufenster, Teilnahme am Innovationswettbewerb „Schaufenster Sichere Digitale Identitäten“

Quelle: Shutterstock

Letzte Chance Teilnahme am Innovationswettbewerb „Schaufenster Sichere Digitale Identitäten“

Das Bundeswirtschaftsministerium sucht Lösungen für die technische Realisierung digitaler Identitäten. Dafür wurde ein Innovationswettbewerb ins Leben gerufen, der Projekte zur Umsetzung bestimmter Identifikationsanwendungen finanziell fördert.

Die eindeutige Identifikation einer Person ist eine Grundvoraussetzung für alle Verwaltungsprozesse. Das gilt insbesondere in einer digital vernetzten Umwelt, in der sich die Nutzer permanent authentifizieren müssen. Trotz eIDAS-Verordnung sind aktuelle Lösungen zur digitalen Identifizierung von Personen jedoch meistens nicht interoperabel. Daher hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie den Wettbewerb „Schaufenster Sichere Digitale Identitäten“ ausgerufen, der Lösungen zur Umsetzung von digitalen Identitäten fördert.

Mangelnde Interoperabilität digitaler Identifizierung

Mit einem amtlich beglaubigten Dokument, beispielsweise dem Personalausweis, kann jede Person ihre Identität nachweisen. Das ist im Alltag unabdingbar. Wer ein Konto eröffnen, eine Grenzkontrolle passieren oder ein Auto mieten möchte, muss die eigene Identität per Ausweis bestätigen. Verschiedene Sicherheitstechniken schützen die Dokumente vor Fälschung. Was jedoch in der analogen Welt bewährt funktioniert, steht in der digitalen Welt noch auf wackligen Beinen.

Auch in der digitalen Welt setzen viele Anwendungen eine Identifikation voraus. Bei Überweisungen, Online-Käufen oder dem Einloggen in E-Mail-Accounts müssen sich Nutzer in unterschiedlichen Verfahren authentifizieren. Auch diese Verfahren nutzen bestimmte Mechanismen, analog zum Personalausweis, die einer einzigen Person individuelle Attribute zuordnen. Die Verbindung von Benutzername und Passwort ist ein solches Verfahren, bei dem der Benutzername eine Person beschreibt, die sich mit dem Passwort eindeutig authentifiziert. Das System ordnet das korrekte Passwort der Person zu und authentifiziert sie dadurch. Solche digitalen Verfahren zum Nachweis der eigenen Identität heißen auch digitale Identitäten.

Diese sind grundsätzlich praktikabel, wenn keine groben Sicherheitsmängel vorliegen. Das Problem: Je mehr Anwendungen im Internet genutzt werden, desto größer der digitale Fingerabdruck. Das belegen Zahlen des Project Syndicate einer Non-Profit-Nachrichtenplattform. Jede E-Mail-Adresse ist demnach durchschnittlich mit 90 Online-Konten verknüpft, wobei sich dieser Wert alle fünf Jahre verdoppelt. Bei einer solchen Menge kann man schon mal den Überblick verlieren. Folglich betrifft ein Drittel aller Anrufe bei Banken verlorene oder vergessene Kennwörter. Indem sich jeder Person eine digitale Identität zuordnen lässt, die einheitlichen Standards unterliegt, ließe sich dieses Problem lösen.

Schaufenster Sichere Digitale Identitäten

Mit dem „Schaufenster Sichere Digitale Identitäten“ sollen deutsche eIDAS-Lösungen entwickelt und erprobt werden, die zugleich nutzerfreundlich, sicher und für wirtschaftliche Anwendungen geeignet sind. Die eIDAS-Verordnung enthält zwar bereits verbindliche, europaweit geltende Regelungen in den Bereichen „Elektronische Identifizierung“ und „Elektronische Vertrauensdienste“ und soll einheitliche Rahmenbedingungen für die grenzüberschreitende Nutzung elektronischer Identifikationen schaffen. Trotzdem hat sich keine der bislang existierenden ID-Lösungen für eine breite Anwendung angeboten.

Dies soll der Innovationswettbewerb „Schaufenster Sichere Digitale Identitäten“ erreichen. Bei dem Wettbewerb können Kommunen mit Tech-Unternehmen ihre Projektskizzen gemeinsam entwickeln und bis zum 10. Januar 2020 einreichen. Die Umsetzungen sollen in alltäglichen Anwendungsfällen geprüft werden. Der Wettbewerb läuft bereits seit dem 18. Oktober und lockt mit einem profitablen Gewinn: Den drei vielversprechendsten Projekten winkt ein Fördergeld von je 15 Millionen Euro.

Mehr zum Thema:

Teilnahme am Innovationswettbewerb „Schaufenster Sichere Digitale Identitäten“

Bereit für den nächsten Karrieresprung?

Sichere dir deinen Vorsprung durch Wissen und werde zum Blockchain & Krypto Experten

z.B. "Blockchain Basics Kurs"

Inklusive personalisiertes Teilnahmezertifikat
Zum Online Kurs

Ähnliche Artikel

Schaufenster, Teilnahme am Innovationswettbewerb „Schaufenster Sichere Digitale Identitäten“
Bitcoin-Börse Upbit nimmt Ethereum-Handel wieder auf
Sicherheit

The Show must go on: Nach einem verheerenden Hackerangriff im November 2019 hat die südkoreanische Bitcoin-Börse Upbit wieder Ein- und Auszahlung in der Kryptowährung Ether freigeschaltet. Die 342.000 ETH, die dem November-Hack zum Opfer fielen, werden vollständig ersetzt.

Schaufenster, Teilnahme am Innovationswettbewerb „Schaufenster Sichere Digitale Identitäten“
Coinbase will Cryptsy-Opfer entschädigen
Sicherheit

Im Fall des Cryptsy-Raubes gab es nach fast drei Jahren eine Einigung. Die Krypto-Börse Coinbase entschädigt die Opfer des Krypto-Betrugs mit fast einer Million US-Dollar. Offenbar fürchtet der Krypto-Gigant einen Jury-Prozess. Es ist nicht der erste Versuch des Unternehmens gewesen, eine außergerichtliche Einigung zu erzielen.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

Schaufenster, Teilnahme am Innovationswettbewerb „Schaufenster Sichere Digitale Identitäten“
Kanada gibt neue Krypto-Richtlinien heraus
Regulierung

Die kanadische Wertpapieraufsicht hat neue Richtlinien für die Regulierung von Bitcoin und anderen Kryptowährungen herausgegeben. Sie soll den Umgang mit digitalen Assets in rechtlich gesicherte Sphären bringen.

Schaufenster, Teilnahme am Innovationswettbewerb „Schaufenster Sichere Digitale Identitäten“
US-Börsenaufsicht warnt vor IEOs
Regulierung

Die US-amerikanische Securities and Exchange Commission (SEC) warnt US-amerikanische Investoren bei Inital Exchange Offerings (IEO) zur Vorsicht.

Schaufenster, Teilnahme am Innovationswettbewerb „Schaufenster Sichere Digitale Identitäten“
Bitcoin im Schatten der Altcoin-Rallye
Kursanalyse

Die jüngste Altcoin-Rallye führte zu einem Sinken der Bitcoin-Dominanz. Dennoch gibt es auch über Bitcoin Positives zu sagen, ist doch ein seit Sommer 2019 verfolgter Abwärtskanal durchbrochen worden. Schließlich kann auch der Ether-Kurs endlich wieder positive Entwicklungen vorweisen.

Schaufenster, Teilnahme am Innovationswettbewerb „Schaufenster Sichere Digitale Identitäten“
In diesem Tweet sind 2 Bitcoin versteckt
Szene

Phemex, eine Bitcoin-Trading-Plattform von ehemaligen Morgan-Stanley-Mitarbeitern verschenkt zwei Bitcoin-Einheiten, eingebettet in einen Tweet.

Angesagt

Ripple, Ethereum und Iota – Altcoins im Bullenmodus
Kursanalyse

Auch in der dritten Januarwoche können die drei Altcoins Ethereum (ETH), Ripple (XRP) und Iota (MIOTA) weiter überzeugen. Die angesprochene Entlastungsrallye setzt sich fort und könnte sich bei weiter anziehenden Kursen in den kommenden Wochen in eine Altcoin-Rallye verwandeln.

SIX Swiss Exchange sieht große Zukunft für Krypto-Assets
Unternehmen

Die größte Schweizer Börse sieht für das Trading mit Krypto-Assets eine große Zukunft bevorstehen. Das geht aus einer aktuellen Umfrage der SIX Swiss Exchange hervor.

10 Wege, wie sich Banken der Blockchain-Technologie nähern können
Kommentar

Dass die Blockchain-Technologie und mit ihr die Token-Ökonomie den Finanzsektor verändern werden, ist beschlossene Sache. Angesichts dieser Erkenntnis ist die Zurückhaltung vieler Banken besorgniserregend. Welche Maßnahmen Banken treffen können, um nicht den Anschluss zu verlieren.

Weltwirtschaftsforum erkennt Chancen der Blockchain-Technologie
Blockchain

Das Weltwirtschaftsforum hat ein White Paper veröffentlicht, indem es die Chancen durch eine Verwendung der Blockchain in den Arabischen Emiraten unter die Lupe nimmt. Demnach könnte das Land im Mittleren Osten drei Milliarden US-Dollar einsparen.

Teilnahme am Innovationswettbewerb „Schaufenster Sichere Digitale Identitäten“