Krypto- und traditionelle Märkte KW49 – Bitcoin: Korrelation zum DAX steigt

Dr. Philipp Giese

von Dr. Philipp Giese

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Dr. Philipp Giese

Dr. Philipp Giese arbeitet als Chief Analyst für BTC-ECHO und ist auf die Bereiche Chartanalyse und Technologie spezialisiert. Der promovierte Physiker kann dabei auf jahrelange Berufserfahrung als technologischer Berater zurückgreifen. Zudem ist er zentraler Ansprechpartner im Discord-Channel von BTC-ECHO und pflegt als Speaker und Interviewer den Austausch mit Startups, Entwicklern und Visionären.

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Während die Korrelationen zum S&P 500 und zum Dow Jones wieder fielen, steigt aktuell die zum DAX an. Ebenso stieg die Volatilität, könnte aber um die 0,05 ein konstantes Level finden. 

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Mark Preuss

Was taugen Bitcoin und der stark korrelierte Krypto-Markt als unkorreliertes Asset? Sind die klassischen Märkte weiterhin vom Krypto-Markt entkoppelt? Und wie stark ist die Volatilität Bitcoins?

Die Größen-Korrelation und Volatilität sind gerade für institutionelle Investoren von Bedeutung: Eine niedrige Korrelation mit traditionellen Märkten wie dem S&P500, dem DAX oder dem Dow Jones würde bestätigen, dass der Krypto-Markt für institutionelle Investoren interessant sein könnte. Er würde für eine größere Diversifizierung des Portfolios hilfreich sein. Ein anderer Monitor ist die Volatilität: Eine hohe Volatilität und das damit verbundene Risiko schreckt institutionelle Investoren ab.


Seit Anfang November verfolgen wir, wie sich Bitcoin im Vergleich zu traditionellen Märkten schlägt. Wir schauen deshalb auf die Korrelation im letzten Monat, auf eine gleitende Korrelation und eine gleitende Volatilität. Die beiden letzten Werte werden für jeden Tag auf der Basis der letzten 30 Tage ausgerechnet. Da sich die Korrelationen innerhalb des Krypto-Markts sehr ähnlich verhalten und BTC für institutionelle Investoren aktuell am interessantesten ist, fokussieren wir uns größtenteils auf den Bitcoin-Kurs.

Der am 14. November begonnene Abverkauf am Krypto-Markt geht weiter. Die Volatilität ist damit auch wieder da. Die Entkopplung der Kurse von Bitcoin, XRP und Ethereum, die wir in der vorletzten Woche ansprachen, ist inzwischen wieder einer hohen Korrelation gewichen:

Weiterhin kann man also den Blick auf Bitcoin beschränken, qualitativ sind die Ergebnisse zweifellos übertragbar

Korrelation: Kryptowährungen vs. traditioneller Markt

Die Korrelation zum Dow Jones und zum S&P500 sind etwas zurück gegangen, haben aber Platz für eine größere Korrelation mit dem DAX gemacht. Bitcoin ist damit ähnlich unkorreliert zu den Indizes S&P 500, Dow Jones und DAX wie Öl, während Gold immer noch das entkoppelste Asset bleibt:

Dieses Bild bestätigt sich beim Blick auf die laufenden Korrelationen. Fast alle Assets weisen bezüglich Bitcoin eine Korrelation von ungefähr 0,2 auf. Gold selbst entwickelt sich weiterhin nahezu unabhängig von Bitcoin:

Bitcoins Volatilität: Und sie steigt weiter!

Der Trend der letzten Woche hält an. Bitcoin und in geringerem Maße Öl weisen eine steigende Volatilität auf, die aktuell in eine Sättigung zu laufen scheint. Die übrigen betrachteten Assets verhalten sich immer noch stabil:

Weiterhin lädt der Kryptomarkt noch wenig zu einem Investment ein. Die steigende Volatilität hängt mit der nach wie vor fallenden Rendite zusammen. Aktuell ist die über 30 Tage gemittelte tägliche Rendite auf -2 Prozent gefallen. Damit liegt sie deutlich unter der von Gold, den Indizes SP500, Dow Jones und Dax sowie vom Öl. Selbst das vergleichsweise schlechte Asset Öl weist eine Rendite auf, die mit -0,5 Prozent besser als die von Bitcoin ist.

 

Diese fallende Rendite ist aktuell eher für Trader, die Short Positions nutzen, interessant, als für längerfristige Anleger. Dennoch ist es positiv, dass die Kopplung zwischen Bitcoin und den amerikanischen Märkten wieder nachließ.


BTC-ECHO

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