Julian Hosp meldet sich zu Wort: Update zum Rücktritt vom TenX Präsidenten

Quelle: Julian Hosp

Julian Hosp meldet sich zu Wort: Update zum Rücktritt vom TenX Präsidenten

Der Rücktritt von Julian Hosp als Präsident von TenX ist am 09.01 eingeschlagen wie eine Bombe. Nachdem Hosp in Form einer Video-Botschaft seinen Rücktritt von TenX verkündet hat, spekulierte man im Netz wild über Motive und den Verkauf von 2,2 Millionen Pay Token. Um Klarheit in der Angelegenheit zu bekommen, sprach BTC-ECHO mit Julian Hosp.

Im Hauptfokus der Diskussion stehen zwei Ethereum-Adressen mit insgesamt 2,2 Millionen Pay Token. Diese Token, so die Spekulation, sollen zu einem besonders günstigen Zeitpunkt abgestoßen worden sein. So sollen im Zeitraum vom 26. – 31. Dezember die Token via Bittrex verkauft worden sein, genau in der Zeit, in der auch das Handelsvolumen vom Pay Token besonders hoch ausfiel. Schließlich erhöhte sich das PAY-Handelsvolumen vor dem 30. Dezember 2018 signifikant, da an diesem Tag der relevante Snapshot für die Ausschüttung der neuen TenX-Token stattfinden sollte.

Wie in unserem Artikel gestern formuliert, gehen mit dieser Aktion zweierlei Fragen einher, die zum Nachteil von Julian Hosp ausgelegt werden können (hier nachzulesen).

Julian Hosp äußert sich

Gegenüber BTC-ECHO äußerte Hosp, dass die Token-Verkäufe primär steuerlich motiviert sind, weshalb es ganz normal sei, noch im alten Jahr Token-Bestände zu veräußern, um den steuerlichen Pflichten nachzukommen. Auch betonte Hosp, dass er die Entscheidung zum Rücktritt erst vor drei Tagen (heute vier Tagen) getroffen habe. Demnach sei es also eine falsche Annahme, ihm vorzuwerfen, bereits lange im Voraus geplant zu haben, TenX zu verlassen. Auf Nachfrage erhielten wir außerdem folgendes Statement:

„Auch wenn ich mich vielleicht wiederhole, möchte ich nochmals betonen, dass ich die Entscheidung, als Präsident von TenX zurückzutreten, wie in meiner Ankündigung erwähnt, erst in den letzten 3 Tagen traf. Ich bin traurig, Spekulationen zu lesen, die versuchen, zufällige Punkte zu kombinieren, um daraus eine Geschichte zu machen.“

So kann man auch nicht beweisen, dass alle Transaktionen auf ihn zurückzuführen sind. Demgegenüber kam ein Screenshot in die Diskussion, der vermeintlich beweisen soll, dass eine der Transaktionen von Hosp stammt.

Sicherlich legt dieser Screenshot nahe, dass Hosp die Überweisung ausgeführt hat, beweisen kann man allerdings nichts. Jede Person kann schließlich in die Signatur schreiben, was sie will. Hosp distanziert sich davon, dass man ihm alle Transaktionen zuschreiben kann.

Was bleibt

Viele Fragen bleiben im Fall des Rücktritts von Julian Hosp als TenX Präsident ungeklärt. BTC-ECHO wird auch zukünftig über weitere Entwicklungen berichten, Informationen zusammentragen und alle Seiten zu Wort kommen lassen. Wir legen Wert darauf, keine vorschnellen Schlüsse zu ziehen. Bis die Sachlage geklärt ist, sind die Anschuldigungen, die gegen Julian Hosp vorgetragen werden als Vermutungen einzuordnen.

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