Digitales Zentrabankgeld Italiens Banken führen Studien zum digitalen Euro durch
Anton Livshits

von Anton Livshits

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Gestapelte Euro-Münzen

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Im weltweiten Vergleich hinkt die Europäische Union in puncto eigene Digitalwährung noch deutlich hinterher. Italienische Banken wagen nun jedoch einen neuen Vorstoß Richtung digitaler Euro.

Italiens Banken führen unter der Schirmherrschaft der italienischen Bankvereinigung (ABI) Experimente zum digitalen Euro durch. ABI Lab, das Innovations- und Forschungszentrum der Bankvereinigung, ist maßgeblich an den Versuchen beteiligt.


Laut einer Pressemitteilung vom 22. Dezember, die BTC-ECHO vorliegt, zielt die Initiative darauf ab, „proaktiv zur öffentlichen Debatte beizutragen und die in Italien tätigen Banken bei der Vorbereitung auf die Zukunft zu unterstützen.“ Man wolle außerdem die Rolle der Banken in einem möglichen Digitalwährungs-Ökosystem der Europäischen Zentralbank stärken. Die italienische Erforschung des digitalen Euros teilt sich dabei in zwei Arbeitsgebiete auf.

Studien zu Blockchain und Programmierbarkeit

Im ersten Forschungsfeld wollen die Italiener die technische Machbarkeit eines digitalen Euros auf Blockchain-Basis herausstellen. An dieser Studie rund um Infrastruktur beteiligt sich das italienische Unternehmen SIA, das auf technische Lösungen im Finanzsektor spezialisiert ist. Darüber hinaus ist das bestehende Blockchain-Netzwerk von ABI Labs mit von der Partie. Es verfügt bereits über mehr als 100 Nodes in verschiedenen italienischen Banken.

Im zweiten Aufgabenbereich wollen die Studienteilnehmer potenzielle Services untersuchen, die von einer Programmierbarkeit des digitalen Euro ermöglicht werden. Diese Programmierbarkeit ist eines der denkbaren Features mit denen sich der digitale Euro von bestehenden elektronischen Zahlungsmitteln abheben könnte. Eine mögliche Form der Umsetzung wären etwa Token mit spezifisch konfigurierten Eigenschaften. Interessante Anwendungsfälle ergeben sich vor allem in der Industrie.

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Um einige dieser Anwendungsfälle in den Blick zu bekommen, haben die Italiener mehrere Arbeitsgruppen erstellt. Neben den Banken stellen die IT-Dienstleister Reply und NTT Data sowie der Consulting-Riese PwC Ressourcen bereit. Die Verfasser der Pressemitteilung betonen, dass die Initiative zur Erforschung des digitalen Euro allen interessierten Banken offensteht.

Wann kommt der digitale Euro?

Im Jahr 2020 nahmen die Bestrebungen rund um digitale Zentralbankwährungen (CBDC) weltweit zu. Die europäische Zentralbank (EZB) hat sich der Thematik ebenfalls verstärkt angenommen. Im Oktober veröffentlichte sie einen Bericht, in dem sie eine Vielzahl an Gründen aufführt, die für eine mögliche Einführung des digitalen Euro sprechen. Dazu zählt neben den positiven Effekten auf eine digitalisierte EU-Wirtschaft insbesondere auch der zunehmende Bedeutungsverlust von Bargeld und der Druck, der von den CBDCs anderer Staaten und privater Institutionen ausgeht.

Nichtsdestotrotz stehen die wesentlichen Entscheidungen in dieser Frage noch aus. Hatte EZB-Präsidentin Christine Lagarde im November noch von einer Entscheidung im Januar 2021 gesprochen, äußerten sich andere Top-Beamte indes weniger optimistisch. Die Überlegungen zum europäischen Digitalgeld könnten sich demnach noch über Jahre ziehen. Neben Fragen der Finanzstabilität spielt auch der Spagat zwischen dem Schutz der Privatsphäre und wirkungsvollen Maßnahmen gegen Geldwäsche und Terrorfinanzierung eine wichtige Rolle.

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