Iran: Bitcoin-Mining als Anker im Persischen Golf

Phillip Horch

von Phillip Horch

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Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

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Iran autorisiert Bitcoin Mining

Quelle: Shutterstock

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Iran hat Bitcoin Mining für legal erklärt. In einer Konferenz am Sonntag, den 28. Juli beschloss die Regierung um Präsident Hassan Rouhani, das Mining von BTC und anderen Kryptowährungen zu einer industriellen Aktivität zu erklären. Damit fällt das Schürfen von digitalen Assets in den Bereich des Legalen.

Während die deutsche Regierung über eine mögliche Beteiligung am Schutz der Straße von Hormus diskutiert, macht sich die Regierung in Iran offenbar daran, sich um ökonomische Schlupflöcher zu bemühen.


Denn wie das lokale Medium Mehrnews berichtet, hat die iranische Regierung dem Mining von Bitcoin und anderen Kryptowährungen jüngst den gesetzlichen Segen verliehen. Demnach ist das Schürfen von Kryptowährungen in Iran künftig eine „industrielle Aktivität“. Um dieser nachzugehen, müssen Miner dann die Erlaubnis des Ministeriums für Industrie einholen. Damit sichert die Regierung Iranern also die gesetzliche Grundlage, um Kryptowährungen selbst „herzustellen“.

Wie Mehrnews weiter berichtet, übernimmt Iran dafür jedoch keine Verantwortung. Die Nutzer hätten eventuelle Risiken selbst zu tragen. Kryptowährungen bei Inlandstransaktionen zu nutzen, sei jedoch nicht erlaubt, was die Autorisierung des Minings direkt wieder einschränkt. Ferner greife beim Mining die Steuerpflicht. Mit einer Ausnahme: Wenn Miner selbstgeschürfte Kryptowährungen exportieren und die Erlöse in das Land zurückbrachten, entfalle die Steuerpflicht zunächst. Hier kann man einen deutlichen Hinweis auf die geopolitische Relevanz von Kryptowährungen im internationalen Mächtekampf sehen.

Bitcoin & Co. als geopolitische Instrumente

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Damit geht der Iran letztlich einen weiteren Schritt in die Legalisierung von Kryptowährungen im Land. Diese helfen schließlich dabei, Sanktionen der USA zu umgehen. Ähnliches geschieht aktuell in Venezuela. Die Regierung um Präsident Nicolás Maduro verwendet etwa eine eigene Kryptowährung, um damit die Sanktionen der Trump-Regierung zu umgehen. Dabei erhalten sie mutmaßliche Unterstützung durch die russische Zentralbank, wir berichteten. Dort dienen Kryptowährungen jedoch auch dazu, Menschen, die der Misswirtschaft des Landes und der Inflation zum Opfer fallen, zu helfen, ihre Löhne und eventuelles Vermögen zu sichern.

Lage in Iran angespannt

Die Lage im Persischen Golf ist indes nach wie vor angespannt. So bekommt die USA bei ihrem dortigen Einsatz aktuell Unterstützung aus Südkorea. Nach einem Angriff auf einen Öltanker formieren sich dort die Streitkräfte. Auch die deutsche Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hält einen Einsatz deutscher Streitkräfte nicht für ausgeschlossen.

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