IOTA Foundation bezieht Stellung zum 10-Millionen-US-Dollar-Hack

Max Halder

von Max Halder

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Max Halder

Max Halder kaufte 2011 seinen ersten Bitcoin. Er studierte Chemie und Pharmakologie an der Universität Regensburg und graduierte 2016 mit einem Master of Science. Seither setzt er sich als Pädagoge und freiberuflicher Dozent in einer Suchtklinik und in Förderzentren für Aufklärung und Bildung ein.

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Nach dem Diebstahl von Millionen an IOTA haben internationale Behörden gemeinsam nach dem Krypto-Dieb gesucht. Nach der Festnahme eines 36-jährigen Verdächtigen nimmt die IOTA Foundation nun Stellung.

Es ist ein Vorzeigebeispiel für die Zusammenarbeit einer gemeinnützigen Stiftung mit internationalen Behörden und gut organisierten End-Usern. Vor mehr als einem Jahr sind Unregelmäßigkeiten in den IOTA-Wallets vieler Nutzer aufgetreten. Nachdem die deutsche und britische Polizei unter der Leitung der Europol am 23. Januar 2019 einen 36-jährigen Briten festgenommen hat, dem das Vergehen als One-Man-Show angelastet wird, hat sich nun auch die IOTA Foundation zu Wort gemeldet.

Eine offizielle Geschichte

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Der Beitrag von Koen Maris, Berater der IOTA Foundation und CTO beim IT-Riesen Atos, erschien am 4. Februar auf dem hauseigenen Blog. Maris schildert die Vorfälle der Reihe nach. Es entsteht eine vonseiten IOTAs offizielle Fassung der Geschichte:

Am 19. Januar 2018 begannen Kriminelle damit, massenweise Token von kompromittierten Wallets zu bewegen. Mindestens sechs Monate vorher wurde eine betrügerische Website eingesetzt, um Seeds der User dieser Website zu sammeln.

Die Vorkommnisse erschütterten die damals nicht einmal einjährige IOTA Foundation. Im Laufe der nächsten Wochen entstand indes eine enge Zusammenarbeit zwischen der IOTA Foundation, Behörden der Strafverfolgung und dem HelloIOTA-Forum. Die Foundation rief für die Opfer des Angriffs ein neues Forum ins Leben. „Alexa und Winston, beide aktiv im HelloIOTA-Forum, kontaktierten die Foundation und es entstand in Zusammenarbeit ein Formblatt zur Berichterstattung“, erklärt Koen Maris, „[so] bekamen die Opfer eine einheitliche Stimme.“ Die gesammelten Informationen wurden im Anschluss der deutschen Polizei übergeben. Durch die enge Zusammenarbeit von HelloIOTA, der IOTA Foundation und den Mitarbeitern der deutschen Polizei schritten Ermittlungen alldieweil zügig voran. So erkannte man bald, wo die Wurzel des Problems lag.

Man darf zufrieden sein

IOTA Foundation ruft weiter dazu auf, sich in Opferangelegenheiten und bei allgemeinen Hinweisen an die lokale Polizei zu wenden. Die finale Klärung des Falles wird zwar noch etwas Zeit benötigen, doch zeigt sich die IOTA Foundation für die bisherige Zusammenarbeit durchaus zuversichtlich. Abschließend bedankt sich Koen Maris im Namen der Foundation bei der IOTA Community, insbesondere beim Discord-#support-Kanal, beim HelloIOTA-Forum und den beiden Usern Alexa und Winston, bei der deutschen Polizei und bei den Exchanges, die ihnen wertvolle Informationen bereitgestellt haben.

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Fazit

Die 85 betroffenen Wallets wirken auf den ersten Blick zwar unerheblich. Doch zeigt sich an dieser Geschichte ein wichtiger Erfolg auf dem Gebiet der Mainstream-Adaption. So war Dominik Schiener, der Kopf der IOTA-Foundation, bei Reuters, eine der größten Nachrichtenagenturen der Welt, im Interview. Auch die Europol und ihre deutschen und britischen Kollegen haben ihre Handlungsfähigkeit im Kryptoversum unter Beweis gestellt. Der Krypto-Freund wird sich darüber freuen, dass man sich nun auch unter Zuhilfenahme der rechtlichen Hand des Staates gegen Angreifer wehren kann.

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