ICO: Humaniq – Eine Blockchainlösung für 2,5 Milliarden Menschen

ICO: Humaniq – Eine Blockchainlösung für 2,5 Milliarden Menschen

In nur anderthalb Tagen beginnt der ICO von Humaniq, entsprechend möchten wir von BTC-ECHO euch darüber aufklären, was es mit der neuen Kryptowährung auf sich hat.



Humaniq ist mehr als nur eine neue Banking-App. Die Humaniq-Blockchain ersetzt eine ganze Bankeninfrastruktur und richtet sich vor allem an diejenigen, die keinen oder nur eingeschränkten Zugang zu Bankdienstleistungen haben – 2,5 Milliarden Menschen auf der Welt.

Das Problem ist bekannt. Gerade in den Entwicklungsländern haben sehr viele Menschen kein Bankkonto, entsprechend eingeschränkt ist ihre Möglichkeit Kredite aufzunehmen und Geld zu sparen. Gleichzeitig sind diese Menschen nicht mit der globalen Wirtschaft verknüpft und fehlen somit als potentielle Kunden oder Dienstleister.

Humaniq versucht nun beides zusammenzubringen, indem sie nicht nur eine Finanzplattform für Menschen ohne Bankkonto anbietet, sondern diese Menschen auch miteinander verknüpft und eine Verbindung zu Unternehmen bzw. Unternehmern auf der ganzen Welt ermöglicht.

Wie funktioniert Humaniq

Da eine klassische Verifizierung über Ausweispapiere in vielen Regionen der Welt nur eingeschränkt möglich ist, funktioniert die Verifizierung über Bio-Identification via Smartphone, indem das Gesicht einer Person eingescannt wird sowie Stimmerkennung zum Einsatz kommt. Das allein reicht, um ein Konto einzurichten und mit anderen Menschen oder Unternehmen via Humaniq in Kontakt zu treten und Geschäfte zu tätigen bzw. Vorgänge zu verifizieren. Anonymität gibt es hierbei natürlich nicht, was auch gar nicht beabsichtigt ist, um rechtlichen Widrigkeiten zuvor zu kommen.

Für ausreichend Schnittstellen sorgen die Ethereum Blockchain APIs, die es Unternehmen ermöglichen sollen Zugang zum Humaniq-Netzwerk zu bekommen.

Natürlich braucht es einen finanziellen Anreiz. Dieser besteht darin, dass derjenige Geld bzw. Tokens erhält, der andere Personen für das Netzwerk wirbt. Mit den Tokens von Humaniq, den HMQ, können dann Finanzgeschäfte / Transaktionen erledigt oder Arbeits- bzw. Dienstleistungen von anderen Nutzern eingekauft werden. Humaniq erfüllt damit also auch die Funktion eines Arbeitsvermittlers, nur ohne Gebühren und Mittelsmann. HMQ soll zudem problemlos in jede andere Währung oder Kryptowährung umgetauscht werden können.

Netzwerk ist alles – Das Humaniq Game

Um zu verstehen wie schnell Netzwerke in Kommunen von Entwicklungsländern entstehen können, ist der Gründer von Humaniq, Alex Fork, nach Indien gereist und hat dort Slums besucht. Seine Erkenntnis war, dass gerade in ärmeren Gegenden sehr schnell und effizient Netzwerke aufgebaut werden. Die Menschen sind darauf angewiesen sich zu organisieren und Netzwerke für bestimmte Zwecke zu erschaffen. Eine ideale Voraussetzung für Humaniq.

Humaniq ist darauf ausgerichtet Netzwerke aufzubauen, so groß und schnell wie nur eben möglich. Dabei soll das Humaniq Game helfen, ein Spiel, das dazu da ist Netzwerke aufzubauen und damit eine Grundlage für wirtschaftlichen Austausch zu schaffen.

Das Humaniq Game funktioniert wie folgt:

  1. Nachdem man sich die App* runtergeladen und über das Bio-Identification Verfahren verifiziert hat bekommt man 100 HQM gutgeschrieben.
  2. Nun kann man einem anderen Teilnehmer 20 HQM zusenden.
  3. Auch alle anderen Teilnehmer können sich untereinander 20 HQM zusenden.
  4. Zusätzlich können während des Spiels noch andere Personen angeworben werden, die dann ebenfalls 100 HQM gutgeschrieben bekommen.
  5. Dafür bekommt man eine Provision von 10 HQM
  6. Das Spiel dauert insgesamt 30 Minuten. Gewonnen hat derjenige mit den meisten Tokens auf seinem Account. Für den 1, 2 und 3 Platz gibt es von den eingesammelten Tokens eine Prämie.

*App: Für IOS-Nutzer gilt ein extra Weg. Hierzu muss eine Mail an itunes geschickt werden. Im Anschluss erhält man eine Mail, bei der man sich mit seinen itunes Logindaten verifizieren muss. Sollte alles korrekt sein, dann erhält man einen Link zum Download der App.

Das ICO

Das Humaniq-ICO startet am 6. April um 12 Uhr MEZ. HQM können sowohl mit Bitcoin als auch mit Ethereum erworben werden. Dabei soll man für 1 ETH 1000 HQM bekommen. Das Bitcoin-Äquivalent richtet sich nach dem Etherum-Preis. Wie bei den meisten ICOs gibt es auch hier einen Bonus für die ersten Investoren.

Die Produktveröffentlichung ist für Juli 2017 angesetzt.

Wer mehr über Humaniq erfahren möchte, dem sei das Whitepaper empfohlen.

Disclaimer: Keine Anlage- oder Vermögensberatung. BTC-ECHO besitzt selbst Anteile an Humaniq bzw. partizipiert am Crowdsale. Sämtliche Aussagen sind persönliche Ansichten des Autors.

BTC-ECHO

Über Sven Wagenknecht

Sven WagenknechtSven Wagenknecht ist Chefredakteur von BTC-ECHO und verantwortet neben der redaktionellen Planung auch den Bereich Business Development. An der Blockchain-Technologie faszinieren ihn vor allem die langfristigen Implikationen auf Politik, Gesellschaft und Wirtschaft.

Bildquellen

Ähnliche Artikel

Bahamas planen eigene Kryptowährung

Vizepremierminister und Finanzminister K. Peter Turnquest gab am 20. Juni auf der Bahamas Blockchain and Cryptocurrency Conference bekannt, dass die Zentralbank der Bahamas plant, eine eigene Kryptowährung zu emittieren. Doch es soll nicht bei einer staatlichen Digitalwährung bleiben. Auch die Blockchain-Technologie soll in umfangreichem Maße zum Einsatz kommen und die Bahamas zum „digitalen Paradies“ erheben. Staatliche Kryptowährung […]

China: EOS dominiert Regierungsranking

Das regierungsnahe Centre for Information Industry Development (CCID) hat zum zweiten Mal Kryptowährungen und Blockchainprojekte miteinander verglichen. Dabei hat EOS den Gewinner des Vormonats, Ethereum, vom Thron gestoßen. Bitcoin rutscht von Rang 13 auf den 17. Platz.  Die Experten bewerteten 30 Ledgers anhand der Kriterien Technologie, Anwendbarkeit und Innovation. Mit den besten Bewertungen in den […]

Schweizer Zentralbank-Vertreter: Interesse an staatlichen Kryptowährungen schwindet

Thomas Moser von der Schweizerischen Nationalbank (SNB) sieht ein abnehmendes Interesse von Nationalstaaten an eigenen Kryptowährungen. So hätten viele ursprünglichen Interessenten Abstand von der Idee genommen, da sie zu viele Risiken bürge. Währenddessen bewegen sich auf den Bahamas Staat und Zentralbank in die Richtung eines Pilotprojekts. Eine Zeit lang hatte es so ausgesehen, als ob […]

Krypto-Mining: Nvidia bleibt auf seiner Hardware sitzen

Gute Zeiten für alle Käufer von Grafikkarten, schlechte für die Hersteller: Die Preise für Grafikkarten fallen, die Nachfrage befindet sich im Keller. Einer der führenden Erstausrüster aus Taiwan schickte 300.000 Chips an Nvidia zurück. Diese konnte man aufgrund der Verkaufseinbrüche nicht verbauen. Offenbar hat Nvidia sowohl die Nachfrage von Gamern als auch von Personen überschätzt, […]