IBM will mit neuer Blockchain-Plattform den Anschluss zum Arbeitsmarkt erleichtern

Moritz Draht

von Moritz Draht

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Moritz Draht

Moritz Draht hat Deutsche Literatur und Philosophie an der Universität Konstanz studiert. Sein Krypto-Engagement widmet sich den Zusammenhängen zwischen soziokulturellen und technischen Entwicklungen.

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IBM will mit Blockchain den Anschluss zum Arbeitsmarkt erleichtern

Quelle: Shutterstock

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IBM entwickelt eine blockchainbasierte Plattform, um Zertifikate und Qualifikationen von Arbeitnehmern zu speichern. Dadurch lassen sich Bewerbungsverfahren für Arbeitgeber und Arbeitnehmer zukünftig optimieren. Zudem können Weiterbildungen gezielt eingesetzt und anerkannt werden, um den Fachkräftemangel vieler Branchen aufzufangen.

IBM gab am Donnerstag, dem 14. November, in einer Pressemitteilung die Einführung einer Blockchain-Plattform für den Nachweis akademischer und beruflicher Qualifikationen bekannt. Das Learning Credential Network (LCN) speichert Zertifikate und Abschlüsse und soll unter anderem Einstellungsverfahren von Unternehmen optimieren. Gleichzeitig lassen sich berufliche Weiterbildungen gezielter einsetzen, um den Anschluss zum Arbeitsmarkt zu erleichtern.

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Der Mangel an geeigneten Qualifikationen sei laut IBM eine der größten zukünftigen Herausforderungen für Arbeitnehmer. Eine aktuelle Studie des IBM Institute for Business Value ergab demnach, dass über 120 Millionen Arbeitnehmer der zwölf größten Volkswirtschaften aufgrund des digitalen Wandels in den kommenden drei Jahren neu qualifiziert werden müssen.

Aus der Studie geht ebenfalls hervor, dass sich neue Anforderungen schnell entwickeln, während andere Qualifikationen überflüssig werden. Dadurch entstehen „Qualifikationslücken“, die sich jedoch durch entsprechende Weiterbildungen schließen lassen.

Um der Herausforderung des Fachkräftemangels Herr zu werden, haben Regierungen und Privatwirtschaft verschiedene Projekte angeregt. Mit speziellen Ausbildungsprogrammen, die es Mitarbeitern ermöglichen, sich ohne akademischen Abschluss fortzubilden, lassen sich diese gezielt auf die jeweiligen Anforderungen schulen. Die Blockchain des Learning Credential Networks erfasst Abschlüsse und protokolliert damit erworbene sowie fehlende Kompetenzen.

Mit Blockchain dem wandelnden Arbeitsmarkt begegnen

Das Learning Credential Network soll den Bedarf an Qualifikationen schließen. Die Plattform verwendet folglich die Blockchain-Technologie, um eine überprüfbare Aufzeichnung von Lern- und Qualifikationsnachweisen zu ermöglichen. Die Nutzer erhalten die Kontrolle ihrer Daten und autorisieren die Weitergabe der Informationen. Dadurch soll ein besserer Austausch zwischen Arbeitgebern und potenziellen Arbeitnehmern stattfinden: Arbeitgeber können durch das LCN die Kompetenzen der Arbeitnehmer überprüfen und mit offenen Stellen abgleichen.

Stellenbewerber sehen sich heute mit einer unüberschaubaren Menge an Berufsmöglichkeiten konfrontiert. Dabei müssen erforderliche Weiterbildungsmöglichkeiten gefunden werden, um im Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Das LCN optimiert den zunehmend komplexen und ineffizienten Bewerbermarkt. Die Blockchain könnte die Identifizierung vielversprechender Kandidaten und akademischer Institutionen erleichtern und die wachsende Nachfrage nach Lernzertifikaten bewältigen.

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