Hochbegehrt, rar gesät: So findet man die besten Blockchain-Entwickler

Christopher Klee

von Christopher Klee

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Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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Kinderschuhe hin, Kinderschuhe her: Die Entwicklungen im Blockchain-Sektor legen auch in einem angeschlagenen Krypto-Markt keine Pause ein, im Gegenteil. Immer mehr Unternehmen – vom Start-up bis zum etablierten Großkonzern – entdecken für sich die Vorzüge der Distributed-Ledger-Technologie (DLT). In der Folge wächst auch die Nachfrage nach qualifizierten Blockchain-Entwicklern stetig. Worauf es bei der Suche nach kompetentem Personal zu achten gilt.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Tanja Giese

Die Blockchain-Technologie ist vielleicht nicht die Antwort auf alle Fragen, birgt für viele Unternehmen jedoch enormes Potenzial – von der Kosteneinsparung bis zur Erschließung völlig neuer Geschäftsfelder. Hat sich ein Unternehmen dafür entschieden, auf Blockchain- oder andere Distributed-Ledger-Technologien zu setzen, tut sich die Frage auf: Wie – und vor allem wo – findet man das richtige Personal, um die Implementierung DLT erfolgreich zu bewerkstelligen?

Um den passenden Entwickler zu finden, sollte man sich Klarheit in folgenden Fragen verschaffen:

Wie komplex ist das Projekt?


Es braucht nicht immer einen Blockchain-Entwickler mit jahrelanger Erfahrung – einfachere Projekte können durchaus auch von lernfähigen und motivierten Programmierern umgesetzt werden. Das ist günstiger, allerdings auch riskanter; falls sich das Vorhaben als nicht enden wollender Kaninchenbau entpuppt, wird die daraus resultierende Mehrarbeit die durch die Einstellung eines Blockchain-Rookies erzielte Kostenersparnis wieder aufgefressen. Falls man sich eine langwierige Personalsuche ersparen und den Fokus lieber auf das Kerngeschäft legen möchte, könnten Outsourcing oder Acqui-hiring gangbare Alternativen bilden.

Welche Unternehmenskultur herrscht vor?

Sind Hunde, die mit Chai-Latte-verschmierter Schnauze unter jedem zweiten Tisch liegen, ein häufiger Anblick in Ihrem Büro? Sind die Hierachien flach, die Stechuhr eingemottet? Dann handelt es sich vermutlich um ein Start-up. Und ich sollte Sie wohl besser duzen. Oder handelt es sich doch um ein „klassisches“ Unternehmen, das seine festen Strukturen um eine Blockchain-Abteilung erweitern will? Die Frage der Unternehmenskultur spielt bei der Rekrutierung eines DLT-Entwicklers eine nicht zu unterschätzende Rolle – gerade der Aspekt der Dezentralisierung kann beiderseitiges Misstrauen hervorrufen. Gerade alteingesessene Unternehmen wollen häufig nicht die ganze Kontrolle einem verteilten – möglicherweise gar öffentlichen – Netzwerk überlassen. Für viele Blockchain-Entwickler sind Public Blockchains jedoch die einzig wahre Ausprägung der Technologie. Hier drohen ideologische Grabenkämpfe.

Wie ticken Blockchain-Entwickler?

Unternehmen müssen sich darüber im Klaren sein, dass die Krypto-Szene ihren Ausgangspunkt bei der Cypherpunk-Bewegung hat, die in den späten 80er-Jahren entstanden ist. Cypherpunks messen der Privatsphäre eine enorme Bedeutung bei; andererseits verfechten sie einen Standpunkt der maximalen Transparenz, wenn es um öffentliche Belange geht. Dezentralisierung und Kryptographie werden als Heilsversprechen für die verschiedensten Zivilisationskrankheiten angesehen. Außerdem gehören libertäre, teils auch anarchistische Tendenzen zu den bei Cypherpunks häufig anzutreffenden Eigenschaften. Vieles deutet darauf hin, dass auch der bzw. die Erschaffer von Bitcoin, Satoshi Nakamoto, dem Dunstkreis des Cypherpunks entstammen.

Auch zehn Jahre nach der Entstehung von Bitcoin und damit der ersten Blockchain-Anwendung, die es in die internationalen Schlagzeilen schaffte, werden die Ideale der Cypherpunks von der Blockchain-Community und den -Entwicklern hochgehalten. Wer einen Blockchain-Entwickler einstellen möchte, muss diese Haltung kennen – sonst kommt es unweigerlich zu Konflikten.

Mit wachsender Bekanntheit der DLT beginnt die Szene jedoch langsam damit, sich zu heterogenisieren. So gibt es mittlerweile auch zahlreiche Entwickler, die sich aus reiner Technikbegeisterung der Blockchain verschrieben haben – ohne jeden Dogmatismus.

Wo findet man Blockchain-Entwickler?

Wer einen richtigen Blockchain-Nerd einstellen möchte, kommt mit Google und LinkedIn häufig nicht besonders weit. Dass das Thema sich an einem wachsenden Hype erfreut, ist auch bei arbeitssuchenden Programmierern angekommen. Obwohl der Beruf des Programmierers an sich schon zu den lukrativeren Karrieren zählt, werden Blockchain-Spezialisten im Schnitt noch besser bezahlt. Wie das Wirtschaftsmagazin Forbes berichtet, verdienen Blockchain-Entwickler im Silicon Valley mit einem Jahresgehalt von durchschnittlich 158.000 US-Dollar besser als ihre „konventionellen“ Kollegen. Nicht zuletzt deshalb gibt es eine wachsende Zahl an Programmierern, die ihre Blockchain-Kompetenz durch diverse Seminare erweitern.

Der Prophet hat viele Jobangebote – deshalb muss der Berg sich in Bewegung setzten. Gute Blockchain-Entwickler findet man ehesten an (virtuellen) Orten, an denen sich die Szene tummelt. Recherchen auf Seiten Gitter, Reddit, GitHub oder HackerRank können fruchtbare Ergebnisse zutage fördern – sind jedoch mit entsprechendem Aufwand verbunden.Doch auch offline vernetzt sich die Szene gerne. Insbesondere bei Meetups oder Entwicklerkonferenzen wie der Defcon trifft sich die Szene und diskutiert die neusten Trends. Wer sich hier unter die Teilnehmer mischt, kann vielleicht schon seinen nächsten Kollegen kennenlernen.

Gerade für den deutschsprachigen Raum gibt es jedoch einen einfacheren Weg, Blockchain-Talente zu erreichen: Per Stellenausschreibung in der Jobbörse der reichweitenstärksten Nachrichtenplattform für DLT und Kryptowährungen:

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